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Kagawa begeistert BVB-Fans

Japanischer Shootingstar

DORTMUND Sebastian Kehl konnte sich das Schmunzeln nicht verkneifen: Kurz nachdem der BVB am Mittwoch Manchester City mit 3:1 besiegt hatte, bekam der Dortmunder Kapitän einen riesigen Pokal überreicht.

von Von Matthias Dersch

, 05.08.2010
Kagawa begeistert BVB-Fans

Der neue Dortmunder Publikumsliebling traf zum 2:0: Shinji Kagawa.

Der Staubputzer-Albtraum war der ideale Beweis dafür, wie man aus einer Mücke einen Elefanten machen kann. Jürgen Klopps Gesicht sprach dann auch Bände, als er von einem Reporter auf den ersten „Titel“-Gewinn der Saison angesprochen wurde. „Wir haben einen rausgehauen, waren geduldig, aber nicht einschläfernd. Zielstrebig, aber nicht verrückt“, sagte er zwar, doch mehr Euphorie gönnte er sich nicht im dichten Konfetti-Regen, der auf dem Rasen niederging.Spannende Aufschlüsse Dabei bot der Test gegen die reichen Hochkaräter von der Insel einige spannende Aufschlüsse – Zum Beispiel, dass Lucas Barrios trotz seines ausgeprägten Torriechers lieber keine Elfmeter schießen sollte. Den ersten Strafstoß versenkte er zwar im Eck (9.), doch beim zweiten Versuch scheiterte er kläglich an City-Keeper Hart. Die Irritation von Nuri Sahin – Dortmunds eigentlichem Schützen – dürfte deshalb nur von kurzer Dauer gewesen sein. Unmittelbar vor dem ersten Elfmeter hatte ihn Klopp zurückgepfiffen, als er sich den Ball schnappte. „Ich war irritiert, weil ich unbedingt schießen wollte“, sagte der Sechser anschließend: „Aber wenn der Trainer so entscheidet, ist das eben so.“Klopp: „Nuri schießt. Basta!“ Um seinen Job muss der 21-Jährige, der im Vorjahr immerhin drei von vier Schüssen vom Punkt im Tor unterbringen konnte, jedoch nicht fürchten. Denn Klopp legte sich nach dem Spiel fest: „Nuri schießt. Basta!“ Für Wirbel sorgte jedoch nicht nur die Strafstoß-Irritation um Sahin und Barrios, sondern auch Shinji Kagawa – allerdings ausschließlich im positiven Sinne. Der Japaner brillierte im Zentrum als Taktgeber und zog speziell in der zweiten Hälfte gemeinsam mit Nachwuchs-Hoffnung Mario Götze die Fäden in der BVB-Offensive. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen: Eine gemeinsame Kombination versenkte Kagawa nach Götzes Vorarbeit zum zwischenzeitlichen 2:1 (50.).Bodenständige Einschätzung „Es war ein wunderbares Gefühl“, sagte der 21-jährige Kagawa anschließend: „Doch es war nur ein Zwischenschritt für mich.“ Denn im Gegensatz zu den gut 30.000 Fans im Stadion, die Dortmunds Sieg frenetisch bejubelten, schien der Japaner den Wert des Tests verstanden zu haben. „Ich möchte jetzt beweisen, dass ich auch in der Liga Gas geben kann.“ Man war ihm an diesem Abend fast dankbar für diese bodenständige Einschätzung.

  • Am Freitag wird der Europa League-Playoffgegner des BVB ausgelost. Borussia Dortmund gehört seit Donnerstabend und dank Dynamo Minsks 3:1 gegen Maccabi Haifa wieder zum Kreis der 37 gesetzten Teams. Die Auslosung ist ab 13.30 Uhr live bei Eurosport zu sehen.
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