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Klopp holt Supertalent Julian Koch in den Kader

Trainingslager in Donaueschingen

DONAUESCHINGEN Durch den Wechsel des Südkoreaners Young-Pyo Lee hat sich die Zahl der Außenverteidiger in Borussia Dortmunds Bundesliga-Kader auf nun drei reduziert.

von Von Dirk Krampe

, 09.07.2009
Klopp holt Supertalent Julian Koch in den Kader

Julian Koch rückt in den Profi-Kader auf.

Der nach der Dortmunder Selbstverpflichtung zum Sparen (Reduzierung des Lizenzspieler-Etats um ca. 2 auf maximal 34 Millionen Euro) finanziell notwendige Schritt wirft sportlich einige Fragen auf: Auf den Außenpositionen der Viererkette ist Dortmund seit Lees Wechsel nämlich arg dünn besetzt. BVB-Trainer Jürgen Klopp bestreitet das nicht. „Ein Verbleib Lees“, sagte er gestern, „wäre sicher nicht schlecht gewesen. Aber es gibt nunmal finanzielle Grenzen. Dieser Tatsache stellen wir uns. Momentan“, so Klopp, „sehe ich kein Problem.“ Wo noch keins ist, könnte freilich eins entstehen – nämlich dann, wenn sich Patrick Owomoyela verletzt. Der 29-Jährige, in der vergangenen Saison mit 26 Einsätzen Stammspieler, schleppt aus seiner Bremer Zeit zwei verlorene Jahre durch schwere Verletzungen in seiner Statistik mit – auch der BVB-Start vor zwölf Monaten verlief mit einer Bänderverletzung holprig. Allerdings: Seit dem neunten Spieltag der abgelaufenen Serie verpasste Owomoyela nur ein Pflichtspiel seines Klubs.

Alternativen für den Ex-Nationalspieler (11 Partien für Deutschland) testet Klopp bereits. Während des Mittwoch-Spiels in Offenburg (8:1) beorderte er Florian Kringe auf die rechte Seite – nicht dessen die Idealposition. Auch Yasin Öztekin durfte sich in den ersten beiden Tests dort versuchen. „Seine Qualitäten“, gibt Klopp zu, „liegen aber eher in der Offensive.“ In Marcel Schmelzer stößt am Sonntag nach seinem EM-Urlaub ein Außenverteidiger zum Team, der auch auf der rechten Seite eingesetzt werden kann. Allerdings ist er eigentlich links der „Backup“ für Dede. Nach der Rückkehr aus Donaueschingen wird Klopp daher ein anderes Ass aus dem Ärmel ziehen: Julian Koch (18) soll dann fest zum Profikader stoßen. Als A-Junior stand er 2008/2009 in 30 Regionalliga-Spielen für den BVB II auf dem Platz. Seine Übersicht, seine Ruhe am Ball und die Stärke im Zweikampf lassen den Deutschen Vizemeister nun stärker in den Fokus rücken. „Er hat eine tolle Saison gespielt“, lobt Klopp. „Julian ist eines von fünf, sechs Talenten, die das Zeug haben, den Sprung zu schaffen.“ Ein Sprung, das gibt Klopp zu, „der groß ist.“ Dortmunds Trainer mag sich nicht allzu sehr mit negativen Szenarien beschäftigen. „Wir haben Owo, der eine richtig gute Saison gespielt hat“, sagt Klopp. „Und wir mussten unserer Situation Rechnung tragen. Als die Anfrage für Lee kam, war klar, dass wir den Weg so gehen.“

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