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Kommentar: BVB ist nur noch ein Schatten seiner selbst

Explosives Gemisch in Dortmund beim BVB

Ratlosigkeit macht sich breit angesichts dieses erneuten Tiefschlags, auch angesichts dieser so durchwachsenen Saison insgesamt. Der BVB ist nur noch ein Schatten seiner selbst. Dirk Krampe kommentiert.

DORTMUND

, 08.03.2018
Kommentar: BVB ist nur noch ein Schatten seiner selbst

Für die BVB-Profis gab es nach dem 1:2 gegen Salzburg ein deftiges Pfeifkonzert. © dpa

Diese Mannschaft gibt Rätsel auf - den Fans, den Sportverantwortlichen, mit Sicherheit auch ihrem Trainer. Dessen Hoffnung, mit dem Spiel in Leipzig eine Art Wendepunkt hin zu mehr Konstanz und Qualität im eigenen Spiel erreicht zu haben, wurde bitter enttäuscht.

Ein Armutszeugnis

Was Spielorganisation, Struktur, Zielstrebigkeit und Biss anging, so war Salzburg der Borussia am Donnerstag weit voraus. Das ist ein Armutszeugnis für den BVB. Und alle Erklärungsansätze, warum es den Spielern nicht gelingt, ein gewisses Level in regelmäßiger Abfolge abrufen zu können, laufen ins Leere. Die Herbstkrise, die Trainerwechsel, Verletzungspech, daraus resultierend fehlende Automatismen im Spiel - bei der Suche nach Gründen für die aktuellen Probleme fischt man ziemlich im Trüben.

Unter Peter Stöger hat sich der Fußball nicht gebessert. Das war zu tolerieren, so lange die Ergebnisse stimmten. Denn das war seine vordringliche Aufgabe. Gerade zu Hause aber ist selbst das nicht mehr der Fall. Schon die Unentschieden gegen Wolfsburg, Freiburg und Augsburg waren für die Betrachter schwer zu ertragen, jetzt dieser desolate Auftritt gegen einen Gegner, der bei aller Wertschätzung für seine Art zu spielen sicher nicht zu den Schwergewichten im europäischen Fußball zählt.

Fußballerische Dürre

Die andauernde fußballerische Dürre gerade im Signal Iduna Park, wo Borussia Dortmund mal eine Macht war, hat Konsequenzen. Die Lücken auf den Rängen gegen Salzburg waren nicht zu übersehen und sind ein Alarmzeichen. Sie nur auf den Gegner und dessen spezielle Geschichte zurückführen zu wollen, wäre eine viel zu naive Sichtweise. Immer mehr Fans proben den Liebesentzug. Und wer die Pfiffe zur Pause und nach dem Schlusspfiff vernommen hat, der konnte auch den Eindruck bekommen, dass da eine Zerreißprobe kurz bevorsteht.


Eine verunsicherte Mannschaft auf der Suche nach ihrer Identität und alter Leichtigkeit, enttäuschte Fans, ein ratloser Trainer und ein schockiertes Management: Es ist ein explosives Gemisch. Ob Stöger der Feuerwehrmann ist, der eine Explosion verhindern kann, daran wachsen die Zweifel.

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