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Der BVB-Gegner

Leverkusens Leno: "Wir haben alle Möglichkeiten"

DORTMUND 22 Gegentore hat Leverkusens Bernd Leno (23) bislang in dieser Bundesliga-Saison hinnehmen müssen. Das sind die wenigsten nach Bayern-Torwart Manuel Neuer. Im Interview erzählt der Torhüter, wie seine Wunschquote aussieht, wie Bayer Leverkusen dem BVB am Sonntag gefährlich werden kann und wie groß seine Hoffnungen sind, im Sommer mit zur Fußball-Europameisterschaft nach Frankreich fahren zu dürfen.

Leverkusens Leno: "Wir haben alle Möglichkeiten"

Im Hinspiel patzte Bernd Leno beim Treffer von Jonas Hofmann.

Herr Leno, als Ziel für die Saison haben Sie sich maximal 34 Gegentore gesetzt, also im Schnitt eins pro Spiel. Nach 21 Spieltagen sind es 22. Sie sind noch nicht ganz im Soll... (lacht) Die Quote ist trotzdem in Ordnung, denke ich. Wir haben die zweitbeste Abwehr hinter den Bayern. Und die Chance, die 34 nicht zu überschreiten, besteht ja immer noch.

In der Tabelle ist Leverkusen seit der Winterpause von Rang fünf auf drei geklettert. Acht Punkte aus vier Spielen stehen zu Buche. Was macht Bayer in der Rückrunde besser als in der Hinrunde? Wir gewinnen Spiele, die wir in der Hinrunde vielleicht nicht gewonnen hätten, wie beispielsweise vergangenes Wochenende gegen Darmstadt (2:1, Anm. d. Red.). Wir haben in Darmstadt sicherlich kein Feuerwerk abgebrannt. Aber wir haben die Punkte eingefahren. Das ist das Wichtigste. In der Hinrunde hatten wir häufig Spiele, die wir zwar dominiert, aber trotzdem nicht gewonnen haben.

Ist Leverkusen nach Borussia Dortmund und Bayern München die dritte Kraft in der Bundesliga? Wie weit wir wirklich sind, wird man am Ende der Saison sehen. Hinter Dortmund und Bayern ist es sehr eng. Aber mit Blick auf die Qualität der Spieler und unseres Teams gehören wir meiner Meinung nach schon zu den Top-Teams der Liga - auch wenn wir gelegentlich Schwankungen zeigen. Unsere Mannschaft ist noch sehr jung.

 

Der Rückstand auf den BVB beträgt schon 13 Punkte. Warum ist der Abstand nach oben so groß? Dortmund hat eine herausragende Mannschaft und ist dieses Jahr extrem konstant. Sie haben nach den Bayern das mit Abstand beste Team, das muss man so fair sagen. Nichtsdestotrotz wollen wir sie am Sonntag im eigenen Stadion schlagen. Dazu haben wir alle Möglichkeiten.

Sie sprechen es an: Am Sonntag kommt die Borussia zum Spitzenspiel in die BayArena. Im Hinspiel siegte der BVB klar mit 3:0. Was erwarten Sie diesmal für ein Spiel? Das wird sicherlich ein anderes Spiel. Im Hinspiel war der BVB gut, aber wir haben gleichzeitig auch eine ganz schlechte Leistung gezeigt. Wir konnten die Dinge nicht so umsetzen, wie wir uns das vorgenommen hatten. Diesmal spielen wir zu Hause. Vor allem gegen starke Mannschaften haben wir da irgendwie immer einen besonderen „Push“. Deswegen hoffe ich auf so eine Leistung wie vor zwei Wochen gegen die Bayern (0:0, Anm. d. Red.).Was muss Bayer auf den Platz bringen, um den BVB vor Probleme zu stellen? Der Schlüssel wird sein, dass wir eine gute Balance finden. Die Dortmunder sind nicht nur defensiv sehr stark, sondern sie haben auch sehr gute Konterspieler - egal ob Marco Reus, Pierre-Emerick Aubameyang oder Henrikh Mkhitaryan. Wir werden versuchen, hoch zu stehen und hoch zu attackieren. Das birgt natürlich ein gewisses Risiko. Dieses Risiko müssen wir minimieren, indem wir den BVB gar nicht erst dazu kommen lassen, gefährlich zu kontern.

Bereiten Sie sich als Torhüter auf Spieler wie Reus oder Aubameyang speziell vor? Ich bereite mich eigentlich nie auf einzelne Spieler vor. Ich schaue mir auch nur das an, was meine Mitspieler in der Videoanalyse gezeigt bekommen.

Im Hinspiel hatten Sie viele gute Paraden, sahen aber beim 0:1 durch Jonas Hofmann nicht ganz glücklich aus. Überhaupt war Ihr Spiel in der Hinrunde nicht immer fehlerfrei. Woran hat’s gelegen, dass die letzte Konstanz gefehlt hat? Solche Phasen gibt’s leider. Mal läuft es besser, mal etwas schlechter. Gegentore wie in Dortmund passieren. Wir spielen mit viel Risiko, das gilt auch für mein Torwartspiel, das gehört dann eben dazu. Von 30 Fällen geht’s 29 Mal gut, da sagt keiner was. Und bei dem einen Mal, bei dem es schiefgeht, sieht man dann eben doof aus. Man trägt viel Verantwortung auf dieser Position. Das macht die Aufgabe aber auch so besonders.  

Joachim Löw hat Sie im Oktober erstmals zur A-Nationalmannschaft eingeladen. Wie groß ist der Optimismus, im Sommer mit zur EM nach Frankreich fahren zu dürfen? Sehr groß. Ich hätte im November gegen die Niederlande in Hannover erstmals von Beginn an gespielt (abgesagt wegen Terrorgefahr nach den Anschlägen in Paris, Anm. d. Red.). Das war ein schönes Zeichen vom Bundestrainer. Deshalb hoffe ich natürlich, dass ich mitfahren darf. Dafür muss ich aber in der Rückrunde mit guten Leistungen überzeugen. Es liegt also in erster Linie an mir selbst.

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