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Marcel Schmelzer: "Wir haben noch viel vor"

Das BVB-Interview

BVB-Kapitän Marcel Schmelzer erlebte die erste Hälfte in Leverkusen von der Bank aus. Dortmunds Dauerbrenner sollte geschont werden, musste dann aufgrund der Verletzung von Gonzalo Castro doch mitwirken. Nach der 0:2-Niederlage vermied es der Linksverteidiger, nach Ausreden zu suchen, sondern sprach die Fehler der eigenen Elf deutlich an.

LEVERKUSEN

, 02.10.2016
Marcel Schmelzer: "Wir haben noch viel vor"

Marcel Schmelzer (M.) setzt sich gegen Kevin Volland durch.

Marcel Schmelzer, haben Sie sich von Leverkusen den Schneid abkaufen lassen? Es war kein gutes Spiel von uns. Wir wussten, dass Leverkusen uns auf allen Positionen sehr energisch und aggressiv angreifen wird. Wir wollten daher versuchen, unsere Gegner auszuspielen, aber das haben wir nicht gut genug hinbekommen, gerade in der letzten Linie nicht. Es ist zu wenig, den Ball abzuspielen, ohne darauf zu achten, in welcher Position der Mitspieler ist. Besonders dann nicht, wenn die gegnerische Mannschaft so viel Druck macht wie Leverkusen.

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Hat Bayer zu hart agiert? Wenn man selbst auf dem Platz steht, ist das schwer zu beurteilen. Aber in der ersten Hälfte, die ich von der Bank aus gesehen habe, fand ich es zwischenzeitlich extrem. Es gab eine Phase, da haben ihre Sechser binnen Minuten Gelb bekommen. Das war vielleicht einen Tick zu viel. Aber es ist im Fußball erlaubt, zu foulen und dafür Gelb zu kassieren. Danach muss man schauen, wie man mit der Verwarnung umgeht.

Wie reagiert man auf einen harten Gegner? Zahlt man mit gleicher Münze zurück? Nein, natürlich nicht. Wir müssen uns besser darauf vorbereiten. Bereits nach der Niederlage in Leipzig habe ich gesagt, dass wir nicht unser Spiel einstellen dürfen, nur weil der Gegner uns aggressiv angeht. Wir müssen trotzdem ohne Angst energisch nach vorne spielen. Entweder spielen wir unseren Gegner dann aus - oder wir bringen ihn so weit, dass er vom Platz fliegt.  

Hier ist das Video des #BVB-Trainings am Sonntagvormittag. Die nächste Einheit findet am Mittwochnachmittag in #Brackel statt. pic.twitter.com/0I8Rky2gPt

— Ruhr Nachrichten BVB (@RNBVB)

Sie haben jetzt zwei Niederlage gegen sehr ähnlich agierende Teams kassiert. Fehlen Ihnen gegen Mannschaften wie Leipzig und Leverkusen die Mittel? Nein, uns fehlen nicht die Mittel. Die richtige Idee war jedes Mal vorhanden, aber wir haben es in beiden Spielen nicht so umgesetzt, wie wir es sollten. Wir hätten von hinten mehr Druck auf die Stürmer ausüben müssen bei eigenem Ballbesitz, dann hätten sie unsere Mittelfeldspieler gar nicht zustellen können. Wenn wir das besser gelöst hätten, wäre mehr möglich gewesen.

Ihr Trainer verwies nach dem Spiel in Leverkusen auf den Substanzverlust, der zu spüren gewesen sei. Teilen Sie diese Ansicht? Wir hatten zuletzt einen sehr intensiven Block. Und wir dürfen auch nicht vergessen, dass wir viele junge Spieler im Kader haben, die erst noch Erfahrungen sammeln müssen. Dazu sind einige unserer Spieler verletzt. Aber aus solchen Situationen müssen wir lernen und sie zukünftig besser lösen. Wir müssen mehr miteinander sprechen und uns noch besser gegenseitig helfen.

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Wie ärgerlich ist die Niederlage mit Blick auf das Remis der Bayern gegen Köln? Wenn die Teams vorne Punkte liegenlassen, dann will man natürlich mitziehen. Wir haben noch viel vor, sind aber eben auch erst frisch zusammen. Wir nehmen uns die Zeit jetzt während der Länderspielpause, um den nächsten intensiven Block erfolgreich zu gestalten.

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