Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Marco Reus: BVB und DFB teilen ein Luxusproblem

Torjäger ja, Stürmer nein

Marco Reus gibt mangels Alternativen sowohl beim BVB als auch beim DFB den Aushilfsangreifer. Der 29-Jährige ist ein Torjäger, der kein Stürmer sein will.

Dortmund

, 11.09.2018
Marco Reus: BVB und DFB teilen ein Luxusproblem

Im BVB-Trikot trifft Marco Reus fast nach Belieben. © imago

Joachim Löws Entscheidungen und seine Einlassungen über BVB-Spieler sind in den vergangenen Jahren in Dortmund nicht immer auf Verständnis gestoßen, um eine vorsichtige Formulierung zu wählen. Am Sonntagabend aber dürfte der Bundestrainer Verständnis geerntet haben. Ob Marco Reus denn als Sturmspitze eine Dauerlösung für ihn darstelle, wurde Löw gefragt. „Ich weiß, dass er lieber auf der linken Seite spielt.“ DFB und BVB teilen ein Luxusproblem, bei dem die Betonung auf dem ersten Teil des Wortes liegt.

„Nicht meine Lieblingsposition“

Reus sei, wie Timo Werner, „über außen sehr gut“, dozierte Löw, „aber auch als Anspielstation vorne einer, der die Bälle sehr gut verarbeitet und die Außen ins Spiel bringen kann“. Außerdem zeichne ihn seine Torgefährlichkeit aus, „egal wo er spielt im vorderen Bereich“, so Löw. Was den Bundes-Jogi und Borussias Lucien Favre ebenfalls eint: Beide benötigen Reus mangels Alternativen (noch) in der zentralen Angriffsposition.

Jetzt lesen

„Natürlich ist es nicht meine Lieblingsposition“, sagte Reus beim TV-Sender RTL im Anschluss an das 2:1 gegen Peru. Zwei Chancen hatte er liegenlassen. Zu seinen Abschlüssen startet Reus gerne mit Blickrichtung Strafraum. Das Spiel mit dem Rücken zum Tor behagt ihm weniger. Gegen „Brecher“ in der Innenverteidigung sei klar, so Reus, dass er nicht hoch angespielt werden könne. Und tief blicken ließ seine Ergänzung, er versuche halt, das Beste daraus zu machen.

100 Tore und 64 Vorlagen

Im BVB-Dress gelingt ihm das. Tore in Serie bei den Siegen gegen Lazio, Fürth und Leipzig, auch bei der Nullnummer in Hannover hatte er die größten Chancen. Mal spielte er zentral, mal auf dem Flügel, mal als Zehner. Mal spielte er die Chancen selbst mit heraus, als er ein Übergewicht im Mittelfeld schuf, mal zündete er punktgenau den Turbo zum Spurt in die Tiefe. Als Fixpunkt in der Spitze, als reiner Abschlussspieler mit Startbasis im körperlich robust umkämpften Zentrum, sieht er sich nicht.

Marco Reus: BVB und DFB teilen ein Luxusproblem

Im DFB-Trikot erzielte Reus in 36 Partien zehn Tore. © dpa

Mit etwas mehr Glück und Konzentration hätte er sein Tor machen müssen, äußerte Reus selbstkritisch nach dem Länderspiel gegen Peru. Wenn er sich das für den Klub aufgehoben hat, gäbe es nach der Länderspiel-Reise keinen Groll beim BVB. Seine zehn Tore in 36 Länderspielen sind zwar vorzeigbar, stehen jedoch im Schatten der phänomenalen 100 Tore und 64 Vorlagen in 235 Ligaspielen.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt