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Matthias Sammer unter weiteren Größen in der Hall Of Fame des deutschen Fußballs

Ruhmeshalle des DFB

Die erste Elf steht. In der neuen Hall of Fame des deutschen Fußballs werden in Dortmund große Spieler jetzt einen würdigen Platz bekommen. Auch der BVB ist gleich zu Beginn vertreten.

Dortmund

, 22.11.2018
Matthias Sammer unter weiteren Größen in der Hall Of Fame des deutschen Fußballs

Die zwölf Gewählten für die „Hall of Fame“ des deutschen Fußballs. Die erste Elf bildet den Auftakt, künftig sollen mehrere Spieler oder Trainer pro Jahr neu hinzu gewählt werden. © Fotos: dpa, imago; Montage: Klose

Vier Stunden lang saßen die Juroren zusammen und diskutierten leidenschaftlich. 25 führende Sportjournalisten aus dem gesamten Bundesgebiet waren am Dienstag auf Initiative des Deutschen Fußballmuseums in Dortmund zusammengekommen, um eine eigentlich unlösbare Aufgabe zu lösen. Es galt, aus der 140-jährigen deutschen Fußballgeschichte elf Spieler und einen Trainer herauszufiltern, die die Gründungsmannschaft der „Hall of Fame“ bilden sollen.

Neukirchner: „Um jeden einzelnen Namen gerungen“

Nur zwölf würdige Helden zu benennen, obwohl der deutsche Fußball doch schon hunderte herausragende Spieler und Trainer internationaler Klasse hervorgebracht hat? Ein ambitioniertes Ziel. Aber nach vier Stunden intensiver Beratungen war es vollbracht.

„Ich freue mich sehr und sehe es als große Ehre und als etwas Außergewöhnliches ein Bestandteil dieser Elf zu sein.“
Matthias Sammer

Die Journalisten aus TV, Hörfunk und Zeitungsredaktionen sowie Museumsdirektor Manuel Neukirchner hatten eine exzellente erste Elf zusammen – einen Torhüter, drei Abwehrspieler, vier Mittelfeldakteure, drei Stürmer und einen Trainer.

„Wir haben in der Jury hart um jeden einzelnen Namen gerungen. Am Ende ist es gelungen, die herausragenden Spieler-Generationen in dieser Gründungself zusammen zu führen“, sagt Manuel Neukirchner.

Und in Dortmund darf natürlich auch der BVB-Bezug nicht fehlen. Matthias Sammer hat es ins Team geschafft. „Ich freue mich sehr und sehe es als große Ehre und als etwas Außergewöhnliches ein Bestandteil dieser Elf zu sein“, sagt Sammer bei Eurosport. „Besonders, wenn man auf die große Historie und Geschichte des deutschen Fußballs zurückblickt und die außergewöhnlichen Spieler betrachtet, die diese Geschichte geprägt haben.“

Und hier ist sie, die erste „Hall of Fame“-Elf, deren Spieler den Fußball nachhaltig geprägt haben:

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Die erste „Hall of Fame“-Elf des Deutschen Fußball

22.11.2018
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Sepp Maier (74): Torhüter Josef Dieter „Sepp“ Maier spielte 95 Mal für die Nationalmannschaft, zählte 1974 zur Weltmeister-Elf und absolvierte für den FC Bayern 699 Pflichtspiele. Dreimal nacheinander gewann er mit den Bayern den Europapokal der Landesmeister.© dpa
Andreas Brehme (58): Aus 86 Länderspielen als beinharter Verteidiger und drei WM-Teilnahmen bleibt der gebürtige Hamburger vor allem dank eines Schusses berühmt: Im WM-Finale 1990 gegen Argentinien schoss er vom Elfmeterpunkt das Siegtor.© dpa
Franz Beckenbauer (73): Über den Einzug des „Kaisers“ in die erste Elf diskutierte die Jury in Dortmund keine Sekunde. Der prägende Spieler der Siebzigerjahre bei den Bayern und in der DFB-Auswahl, der Libero schlechthin – einer der Besten aller Zeiten weltweit.© dpa
Paul Breitner (67): Noch ein verdienter Weltmeister von 1974. Der bärtige Bayer spielte sehr erfolgreich für München, Real Madrid und Eintracht Braunschweig. Und Breitner mit dem Hang zum Revoluzzer galt stets als echter Typ.© imago
Fritz Walter (81†): Der Ehrenspielführer der Nationalelf lenkte die Elf von Bern als genialer Spielmacher zum WM-Wunder 1954. Eine Ikone des deutschen Fußballs, ohne die die „erste Elf“ der Hall of Fame schlicht nicht vorstellbar wäre.© imago
Lothar Matthäus (57): 150 Länderspiele, Kapitän der Weltmeister-Elf von 1990, fünf WM-Teilnahmen, Ehrenspielführer, Europameister, erster Weltfußballer des Jahres überhaupt. Mehr gute Argumente braucht es nicht.© imago
Matthias Sammer (51): Der Europameister von 1996 war der erste Spieler aus der früheren DDR, der in die gesamtdeutsche Nationalmannschaft berufen wurde. Europas Fußballer des Jahres, geboren in Dresden, glänzte auch im Trikot von Borussia Dortmund und gewann mit dem BVB zwei Meistertitel, Champions League und Weltpokal.© imago
Günter Netzer (74): Der kluge, elegante Regisseur zählte zu den Stützen der legendären Europameister-Mannschaft von 1972. In der nicht minder berühmten Gladbacher „Fohlenelf“ trumpfte er ebenso auf wie später als erster Deutscher im Trikot von Real Madrid. In der Abstimmung der Jury setzte sich Netzer knapp gegen den Kölner Helden Wolfgang Overath durch.© imago
Gerd Müller (73): Sein Platz in der ersten Elf war für die gesamte Jury binnen Sekundenbruchteilen zementiert. Der „Bomber der Nation“ schoss 365 Bundesliga-Treffer und 68 Tore in 62 Länderspielen. Müllers Instinkt bleibt auf ewig einzigartig.© picture alliance / dpa
Uwe Seeler (82): Der erste Torschützenkönig der Bundesliga spielte 26 Jahre lang für seinen Hamburger SV. DFB-Ehrenspielführer „Uns Uwe“ zählt zu den strahlendsten Persönlichkeiten der Fußball-Geschichte.© imago
Helmut Rahn (73†): „Kopfball – abgewehrt – aus dem Hintergrund müsste Rahn schießen – Rahn schießt! – Tooooor! Tooooor! Tooooor! Tooooor! …“ Der Boss. Der schussstarke Angreifer aus Essen. Der Mann, der 1954 das Wunder von Bern mit seinen Treffern vollendete.© imago
Sepp Herberger (80†): Der legendäre Bundestrainer. Der Triumph der WM 1954 ist vor allem der Akribie und dem taktischen Geschick Herbergers zu verdanken, der zudem im DFB wichtige Strukturen aufgebaut hat.© imago

Angepfiffen wird die Hall of Fame im April 2019 in Dortmund mit einer Gala im Deutschen Fußballmuseum.

DAS PROZEDERE: Die 26 Jurymitglieder waren im Vorfeld aufgerufen, eine persönliche Vorschlagsliste einzureichen. Genannt werden durften Fußballer deutscher Herkunft, deren Karriereende mindestens fünf Jahre zurückliegt. Daraus ergab sich für die finale Abstimmung eine Liste mit 26 Spieler- und drei Trainernamen. - Die Jury zur Hall of Fame: Alexander Laux (Hamburger Abendblatt), Alfred Draxler (Bild), Anno Hecker (Frankfurter Allgemeine Zeitung), Christian Hollmann (dpa), Christian Löer (Kölner Stadt-Anzeiger), Dirc Seemann (Sport1), Dirk Preiß (Stuttgarter Zeitung), Erich Laaser (Verband Deutscher Sportjournalisten), Frederik Ahrens (Hamburger Morgenpost), Gernot Bauer (Eurosport), Gianni Costa (Rheinische Post), Jörg Jakob (Kicker), Katrin Schulze (Tagesspiegel), Manfred Loppe (RTL), Manuel Neukirchner (Deutsches Fußballmuseum), Marco Fenske (Redaktionsnetzwerk Deutschland), Mark Weishaupt (Saarbrücker Zeitung), Philipp Köster (11 Freunde), Pit Gottschalk (Funke Sport), Ralph Durry (Sport-Informationsdienst), Roman Steuer (Sky), Sabine Töpperwien (WDR-Hörfunk), Sascha Klaverkamp (Lensing Media), Stefan Frommann (Welt), Steffen Simon (WDR Fernsehen), Thomas Fuhrmann (ZDF).
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