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Mohamed Zidan: "Ich hatte keine Chance"

DORTMUND Am Dienstag wird Mohamed Zidan (26) zum ersten Mal den Rasen des Dortmunder Trainingszentrums in Brackel betreten und das Promi-Trikot mit der Nummer 10 ins Blitzlichtgewitter der Fotografen halten. Auf seinem Weg aus Hamburg ins Ruhrgebiet erreichten wir den Stürmer am Montag telefonisch.

Mohamed Zidan: "Ich hatte keine Chance"

Fußball Bundesliga 32. Spieltag: 1. FSV Mainz 05 - VfL Wolfsburg am Freitag (20.04.2012) in der Coface Arena in Mainz. Der Mainzer Mohamed Zidan (r) und der Wolfsburger Marco Russ (l) versuchen an den Ball zu kommen. Foto: Fredrik von Erichsen dpa/lrs (Achtung Sperrfrist! Die DFL erlaubt die Weiterverwertung der Bilder im IPTV, Mobilfunk und durch sonstige neue Technologien erst zwei Stunden nach Spielende. Die Publikation und Weiterverwertung im Internet ist während des Spiels auf insgesamt fünfzehn Bilder pro Spiel begrenzt.) +++(c) dpa - Bildfunk+++

Herr Zidan, das Tauschgeschäft mit Ihnen und Mladen Petric kam überraschend. Haben Sie ihre Wohnung an der Elbe schon auflösen können? Mohamed Zidan: Nein, meine Freundin kümmert sich um alles. Ich hatte Stress. Medizinischer Check, schnell den Vertrag im Ruhrgebiet unterzeichnet, nach Hamburg gefahren, Details mit dem HSV geklärt. Jetzt düse ich zurück nach Dortmund. Ich muss mich zu 100 Prozent auf Fußball konzentrieren – und nicht auf Möbel.War Ihre Zeit beim HSV eine verlorene?Zidan: Nein. Ich habe viel gelernt. Gute und schlechte Dinge. Sportlich habe ich nie eine faire Chance bekommen.Was war gut, was schlecht?Zidan: Gut ist, dass ich meine Einstellung weiterentwickelt habe. Negative Situationen werfen mich nicht mehr um. Ich kämpfe jetzt auch wenn‘s nicht gut läuft, biete mich an, gebe nicht auf.Das behaupten Profis gerne.Zidan: Ich habe Beweise. Beim HSV habe ich keine Rolle gespielt, bin im Winter zum Afrika-Cup gefahren und habe im Finale für Ägypten das Siegtor gegen Kamerun vorbereitet. Bekomme ich die Chance, nutze ich sie. Die „schlechten Dinge“ haben Sie verschwiegen.Zidan: Ich will nicht mehr drüber reden. Hamburg ist Vergangenheit. Mir ist egal, was die Leute in Hamburg jetzt über mich sagen. In Dortmund gibt es Kritiker, die behaupten, der Tausch mit Petric sei kein guter. Sie hätten bislang schließlich nur in Mainz überzeugt.Was entgegnen Sie?Zidan: Es tut mir leid, dass es in Bremen und Hamburg nicht funktioniert hat. Aber unter der Leitung von Jürgen Klopp habe ich in 41 Spielen 22 Tore geschossen. Ich bin froh, dass er jetzt wieder mein Trainer ist. Das ist ein Traum! Aber ich weiß auch, dass die Situation in Dortmund nicht vergleichbar sein wird mit der in Mainz.In welchem Bereich erwarten Sie die größten Unterschiede? Zidan: In Dortmund ist die Sturmkonkurrenz riesig. Frei, Valdez, Klimowicz – das sind große Namen. Ich habe Respekt vor diesen Spielern, aber ich gehe davon aus, dass ich meine Chance bekomme, sie nutze und so viele Tore schieße wie in Mainz. Ich verspreche den Fans volle Kraft, Energie und Motivation.

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