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Nur glückliche Gesichter

DORTMUND Sebastian Kehl war glücklich, Siegtorschütze Sebastian Hille war überglücklich, Trainer Theo Schneider sowieso: Das 3:2 des BVB II gegen Tabellenführer Kickers Emden sorgte für jede Menge Adrenalinausstoß bei den Schwarz-Gelben.

von Von Dirk Krampe

, 14.11.2007
Nur glückliche Gesichter

Wirkungsvoll auf der Außenbahn: Sebastian Hille.

Es war eine Art späte Revanche und ausgleichende Gerechtigkeit: In der vergangenen Saison verlor der BVB in Emden in der Nachspielzeit 2:3, "seit beinahe zwei Jahren", sinnierte Schneider, "war dies das erste Spiel, das wir spät zu unseren Gunsten gedreht haben."

Aufwühlend

Und es war eine aufwühlende Partie, kampfbetont auf tiefem Rasen, die mehr als die gut 800 zahlenden Zuschauer verdient hatte. "Emden hat gespielt wie ein echter Tabellenführer", lobte Schneider. Und war daher richtig stolz auf seine Elf: "Wir haben uns toll gewehrt."

Mtwochmorgen hatte auch Sebastian Kehl Gewissheit, dass der erste Schritt zurück in die Fußball-Normalität nach ewig anmutender Pause gelungen war. Ganz tief hatte Kehl nach dem Aufstehen in seinen Körper hineingehorcht: "Ich bin ohne größere Schmerzen aufgestanden." Und sofort verspürte Kehl Lust auf mehr - Samstag in Wolfsburg will der 27-Jährige weiter Praixs sammeln. Vieleicht sogar schon über 90 Minuten.

Hille strahlt

Der Leidtragende des Kehl-Comebacks strahlte nach der Partie wie ein Honigkuchenpferd und war sichtlich erleichtert. Sebastian Hille wurde gegen Emden zum Opfer der Altersregelung, brauchte nach seiner Einwechslung aber nur neun Minuten, um nach langer Torflaute sein persönliches Trauma zu beenden. "Für ihn", meinte Schneider, "war dieses Tor so wichtig."

Vier Spiele bestreitet der BVB II noch bis zur Winterpause und ist durch den Sieg mehr als im Soll. 30 Punkte hatte Schneider als Ziel bis Weihnachten ausgegeben, das sollte zu machen sein. Mit dem Dreier über Emden hat Dortmund dazu den Wuppertaler SV als bestes Regionalliga-Team 2007 wieder überflügelt. Die Borussen sammelten stolze 53 Punkte. Schneider: "Hätte mir das jemand im Januar prophezeit, ich hätte ihn für verrückt erklärt."

 

Patrick Njambe, gegen Emden verletzt ausgewechselt, hat am Mittwoch wieder normal trainiert.

 

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