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Profi-Klubs gegen Regionalliga-Reform

Deutscher Fußball-Bund

Die von den Amateuren beantragte Regionalliga-Reform droht den deutschen Fußball zu spalten. Nach Informationen des «Kicker» lehnen die Vertreter der Proficlubs die auf dem DFB-Bundestag am 22. Oktober in Essen zur Abstimmung stehenden Alternativvorschläge ab.

Frankfurt/Main (dpa)

30.08.2010
Profi-Klubs gegen Regionalliga-Reform

Ein Ball rauscht ins Netz.

Die Proficlubs fordern vom Deutschen Fußball- Bund (DFB) eine Beibehaltung der bisherigen Struktur mit drei Staffeln. Der Westdeutsche Fußball- und Leichtathletikverband will daran mit seinem Antrag zwar nichts ändern. Allerdings fordert er, zwei Staffeln nur aus ersten Mannschaften der Amateurvereine zusammenzusetzen und eine Extrastaffel mit den zweiten Teams der Lizenzclubs zu bilden. Ein vom Bayerischen Fußball-Verband vorgeschlagenes Modell sieht vor, die dreigeteilte Regionalliga in einer Oberliga mit acht Staffeln aufgehen zu lassen und eine gemeinsame neue vierte Spielklasse unter der Führung der Regional- und Landesverbände zu bilden.

Laut «Kicker» reagierte der Ligaverband auf den Vorstoß mit einem Antrag, in dem er die Beibehaltung der Struktur fordert. Zudem möchten die Profivertreter die «wirtschaftlichen, technischen und organisatorischen Kriterien für die Zulassung sowohl der ersten als auch der zweiten Mannschaften der Lizenzvereine neu definiert und überprüft» wissen. Für diesen Freitag hat die Liga eine Managertagung einberufen, bei der das heikle Thema gemeinsam mit DFB-Sportdirektor Matthias Sammer erörtert werden soll.

Bei der Einführung der 3. Liga und der damit einhergehenden Umgestaltung der Regionalliga vor zwei Jahren hatten die Profivereine auf die Teilnahme ihrer 2. Mannschaften am DFB-Pokal sowie die TV- Honorare für ihre in den unteren Spielklassen vertretenen Teams verzichtet. Im Gegenzug hatten die Bundesligisten erwirkt, dass ihre Talente in der 3. und 4. Liga Spielpraxis sammeln können und nicht in einer eigenen Staffel eine verkappte Nachwuchsmeisterschaft ausspielen müssen.

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