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Real-Leihgabe sprüht beim BVB vor Tatendrang

Achraf Hakimi

Achraf Hakimi soll auf der rechten Abwehrseite des BVB Platzhirsch Lukasz Piszczek unterstützen. Die Leihgabe von Real Madrid sprüht vor Tatendrang.

Bad Ragaz

, 07.08.2018
Real-Leihgabe sprüht beim BVB vor Tatendrang

„Wir müssen uns anpassen“, sagt Achraf Hakimi. © Inderlied/Kirchner

Achraf Hakimi hat seine Deutschlehrerin noch nicht kennengelernt, aber bei dieser Frage muss er trotzdem nicht auf die Übersetzung des Dolmetschers warten. Das mit links und rechts, das versteht er mittlerweile auch schon so. „I understand“ - ich verstehe - sagt er zum Dolmetscher auf die Frage, ob er sich als Rechts- oder Linksverteidiger sehe. „In Marokko spiele ich links, hier werde ich rechts spielen“, erklärt der BVB-Neuzugang auf Spanisch.

„Als Mensch und als Spieler wachsen“

Hakimi ist Marokkaner, spielt auch für die marokkanische Nationalmannschaft, ist aber in Spanien aufgewachsen. In der Jugend Real Madrids ist er zum Fußballprofi gereift, nun will die Leihgabe der Königlichen in Dortmund „als Mensch und als Spieler wachsen“, wie er in einer Medienrunde im Garten des Teamhotels verrät.

Unter anderen Daniel Carvajal, der einst in Leverkusen einen ähnlichen Weg ging und mittlerweile eine feste Größe in Madrid und der spanischen Nationalmannschaft ist, hat ihm zu dem Schritt nach Dortmund und in die Bundesliga geraten. Dortmund sei ein Klub, sagt der 19-Jährige, „der jungen Spielern eine gute Chance bietet, sich gut weiterzuentwickeln“.

Das Küken des Kaders

Seit knapp drei Wochen ist Hakimi nun mit seinem neuen Klub unterwegs. Und unterwegs ist das richtige Wort. Viel von Dortmund hat der Außenverteidiger noch nicht gesehen. Erst die USA-Reise, jetzt das Trainingslager in Bad Ragaz. Die Eingewöhnung in der neuen Heimat muss noch etwas warten, das gilt auch für den Deutschunterricht. Bis zu dreimal wöchentlich wird er zusammen mit Sergio Gomez in 90-minütigen Einheiten die fremde Sprache lernen.

Gomez (17), das Küken des BVB-Kaders, sitzt ebenfalls in der Medienrunde. Überhaupt verbringen Gomez und Hakimi viel Zeit miteinander, helfen sich gegenseitig, wenn es Verständnisprobleme gibt, teilen sich hier in der Schweiz das Hotelzimmer. Das Verhältnis der beiden sei super, geben sie zu Protokoll. Es mache auch nichts aus, dass Hakimi aus dem Lager von Real Madrid und Gomez aus der Schule des FC Barcelona komme. Die spanische Sprache verbindet, der Schritt nach Deutschland in die Bundesliga ebenso.

„Wir müssen uns anpassen“

„Wir sind sehr jung“, sagt Hakimi, „wir müssen uns anpassen an das Land und den Verein. Als erstes auf dem Platz, danach kommen die Kultur und die Leute.“ Auf dem Platz soll er beim BVB vor allem Lukasz Piszczek auf der rechten Abwehrseite entlasten. Der Pole (33), Dauerbrenner, soll öfter mal Zeit zum Durchschnaufen bekommen. Gut, dass Hakimi das mit rechts und links auf Deutsch schon versteht.

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