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Weidenfeller erlebt BVB-Abend voller Erinnerungen

A grandios Abschied

70.109 Fans sind gekommen, um Roman Weidenfeller im Signal Iduna Park zu verabschieden. Es ist ein Abend voller Erinnerungen am Ende einer großartigen Karriere.

Dortmund

, 07.09.2018

Sein letzter Auftritt in dem Stadion, das 16 Jahre lang auch sein Wohnzimmer war, beginnt um 18.25 Uhr. Roman Weidenfeller betritt den Rasen, die Gelbe Wand wartet schon auf ihn. Gut eine halbe Stunde vor dem offiziellen Anpfiff zu seinem Abschiedsspiel sind sie alle schon früher da, sie wollen dem huldigen, der für so viele unvergessliche Momente gesorgt hat.

Klopp sofort in seinem Element

Weidenfeller hat gerufen, viele, viele sind gekommen. Die brasilianische Fraktion, Lukas Podolski aus Japan, Neven Subotic aus Frankreich, Sven Bender den kurzen Weg vom Phoenixsee, wo er auch nach seinem Wechsel zu Bayer Leverkusen wohnen geblieben ist. Auch Sebastian Kehl steht über drei Jahre nach seinem Rücktritt wieder im Trikot auf dem Rasen. Und natürlich Jürgen Klopp als Trainer ist da, bei dem der Applaus zum Orkan anschwillt, als er den Innenraum betritt.

Zeitzeugen einer langen und erfolgreichen Zeit in Schwarzgelb. Es ist daher auch eine Reise in die Vergangenheit. Alexander Frei, Tinga, Torsten Frings, Lars Ricken, Dede, Marcio Amoroso - sie alle stehen für viele Erfolge im schwarzgelben Dress, für unvergessliche Momente, die sie an der Seite von Roman Weidenfeller feierten.

„Viel Übergewicht im Mittelfeld“

Den Mann, um den sich alles dreht an diesem Abend, macht der ehemalige Profi warm, der ihn förderte, der sein Talent entdeckte. Gerry Ehrmann ist gekommen, mit wallendem schlohweißem Haar, was der Beleg dafür ist, wie lang die Karriere dauerte. Auch Teddy de Beer ist da, er hat erst im Sommer als Torwarttrainer beim BVB aufgehört und wird kurz vor dem Anpfiff noch offiziell verabschiedet.

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Roman Weidenfellers Abschiedsspiel im Signal Iduna Park

07.09.2018
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Roman Weidenfellers Abschiedsspiel im Signal Iduna Park.© Guido Kirchner
Roman Weidenfellers Abschiedsspiel im Signal Iduna Park.© Guido Kirchner
Roman Weidenfellers Abschiedsspiel im Signal Iduna Park.© Guido Kirchner
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Roman Weidenfellers Abschiedsspiel im Signal Iduna Park.© dpa
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Roman Weidenfellers Abschiedsspiel im Signal Iduna Park.© Guido Kirchner
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Roman Weidenfellers Abschiedsspiel im Signal Iduna Park.© Guido Kirchner
Roman Weidenfellers Abschiedsspiel im Signal Iduna Park.© Guido Kirchner
Roman Weidenfellers Abschiedsspiel im Signal Iduna Park.© Guido Kirchner
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Roman Weidenfellers Abschiedsspiel im Signal Iduna Park.© Guido Kirchner
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Roman Weidenfellers Abschiedsspiel im Signal Iduna Park.© dpa
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Roman Weidenfellers Abschiedsspiel im Signal Iduna Park.© dpa
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Roman Weidenfellers Abschiedsspiel im Signal Iduna Park.© Guido Kirchner
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Roman Weidenfellers Abschiedsspiel im Signal Iduna Park.© Guido Kirchner
Roman Weidenfellers Abschiedsspiel im Signal Iduna Park.© Guido Kirchner
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Roman Weidenfellers Abschiedsspiel im Signal Iduna Park.© Guido Kirchner
Roman Weidenfellers Abschiedsspiel im Signal Iduna Park.© Guido Kirchner
Roman Weidenfellers Abschiedsspiel im Signal Iduna Park.© Guido Kirchner
Roman Weidenfellers Abschiedsspiel im Signal Iduna Park.© Guido Kirchner
Roman Weidenfellers Abschiedsspiel im Signal Iduna Park.© Guido Kirchner
Schlagworte BVB, Roman Weidenfeller

Klopp schaut sich das mitten auf dem Rasen an. Die Hände in den Hosentaschen. Es ist, als sei er nie weggewesen. Nichts habe sich geändert, sagt er im Interview mit Stadionsprecher Nobby Dickel, „es ist vertraut, wie immer unglaublich schön, ich habe das hier jeden Tag genossen.“ Großer Applaus, und Klopp wäre nicht Klopp, wenn er nicht auch noch für einen Spruch in petto hätte. Was er denn erwarte? Eine Menge, „es ist die erfahrenste Mannschaft, die ich je trainiert habe. Nie hatten wir im Mittelfeld so viel Übergewicht.“ Klopp lacht, Dickel lacht, alle lachen.

Ballack führt Regie

Das Spiel läuft, das Tempo ist überschaubar. David Odonkor ist jetzt erst recht schneller als alle anderen, Alexander Frei hat seinen Torinstinkt nicht verloren, er schießt die „BVB Allstars“ in Führung. Gegen Weidenfeller, der die erste Hälfte im Tor bei den „Roman and Friends“ steht. Für die spielt Podolski, er trifft auf der anderen Seite gegen Jens Lehmann - in typischer Manier mit links flach ins Eck. Regie bei den in Weiß gekleideten führt Michael Ballack, die Bewegungen sind etwas langsamer, aber verlernt hat auch er nichts.

Es ist ein launiger Abtausch, nicht bierernst natürlich. „Aber die Jungs geben alles“, sagt Klopp in einer Live-Schalte von der Trainerbank. „Leider ist das nicht mehr viel!“ Das Interview wird auf der Leinwand gezeigt, wieder Lacher im weiten Rund. Klopp braucht nicht lange, um sie wieder alle in seinen Bann zu ziehen. Ein paar mehr Tore hätten es sein dürfen, Mohamed Zidan trifft zum 2:1, dann pariert Weidenfeller, nach der Pause dann im Allstars-Team vor der Süd im Tor, einen Elfmeter von Podolski. Hinter ihm johlen die 24.500.

Subotic und Bender werden verabschiedet

In der Pause zuvor haben BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke und Sportdirektor Michael Zorc Subotic und Bender verabschiedet, bei manch einem kommt Wehmut auf, stehen diese beiden Spieler doch für Leidenschaft und Identifikation, die Borussia Dortmund nach einer enttäuschenden letzten Saison jetzt wieder neu beleben will.

Und dann darf sich Roman Weidenfeller noch einmal jubelnd vor der Süd aufbauen. Er hat seinen zweiten Elfmeter des Abends gehalten, diesmal von Günther Schmitz, mit einem spektakulären Hechtsprung in den Winkel. Und wenige Minuten vorher trifft Weidenfeller sogar. Mutig ist er nach vorne gestürmt, überlegt mit der Seite hat er auf der gegenüberliegenden Seite den Ball im Tor untergebracht.

Koller übernimmt den Platz zwischen den Pfosten

Nach dem Elfmeter tauscht er dann das Trikot mit Jan Koller, der wie einst in München ins Tor geht und Weidenfeller den Platz im Sturm überlässt. Und als in der 90. Minute Marcio Amoroso gefoult wird, darf natürlich Roman Weidenfeller den Elfmeter schießen - er macht das souverän. Das 4:1 ist auch der Endstand.

Weidenfeller erlebt BVB-Abend voller Erinnerungen

Erinnerungen an München! Trikottausch zwischen Roman Weidenfeller (l.) und Jan Koller. © dpa

Vorbei ist es danach noch nicht ganz. Weidenfeller begibt sich auf Ehrenrunden mit Söhnchen Leo auf dem Arm, der ihn auch schon beim Einlaufen begleitet hat. Eine Laser-Show sorgt für einen spektakulären und emotionalen Schlusspunkt. Dann ist Weidenfellers Karriere endgültig vorbei. „Ich bin sehr dankbar, allen Mitarbeitern, allen Teamkollegen, und natürlich Euch Fans“, ruft er ins Stadionmikro. Klopp sagt: „Der Verein hat heute wieder einmal sein besonderes Gesicht gezeigt. Wenn 70.000 Menschen alten Männern beim Kicken zuschauen, muss ein besonderer Anlass Grund dahinterstecken. Und das war heute Abend Roman Weidenfeller.“

Es war „a grandios Abschied“ - genau so, wie ihn sich Roman Weidenfeller gewünscht hatte.

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