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Rot-Sünder Mor sorgt gegen Hertha für Aufregung

Platzverweis gegen BVB-Stürmer

Rot-Sünder Emre Mor hatte seine Kappe tief in die Stirn gezogen und marschierte schnurstracks, protegiert von BVB-Verantwortlichen, aus dem Stadion. Nichts mehr sagen, nur nicht noch mehr Aufregung stiften. An der Szene, die zuvor zu seinem Platzverweis beim 1:1 gegen Hertha BSC geführt hatte, schieden sich am Freitagabend die Geister.

DORTMUND

, 15.10.2016
Rot-Sünder Mor sorgt gegen Hertha für Aufregung

Der Aufreger des Spiels: Emre Mor (r.) stößt Sebastian Langkamp weg.

Sein Gegenspieler Sebastian Langkamp hielt Mor fest, behinderte ihn, stoppte ihn, und das in aussichtsreicher Position. Ein klares taktisches Foul, die Gelbe Karte von Schiedsrichter Patrick Ittrich - in seinem erst siebten Bundesligaspiel ohne große Fehler - sah der Berliner unstrittig zurecht (84.).

"Da muss er sich besser im Griff haben"

Weil der kleine Türke in Reihen der Borussen sich danach aber nicht unter Kontrolle hatte, sondern Langkamp aufbrausend und wütend umschubste, sah er Rot. Zu seinem eigenen Entsetzen. Eine harte, aber auch vertretbare Entscheidung des Unparteiischen.

"Da muss er sich besser im Griff haben", meinte Mors Mitspieler Matthias Ginter, "da muss er einfach cleverer sein." Der Berliner Langkamp hingegen habe das "schlau gemacht". Der Herthaner ließ sich allerdings vergleichsweise theatralisch fallen, gab das auch später zu und entschuldigte sich sogar sinngemäß dafür, den Platzverweis ein Stück weit provoziert zu haben.

Erster BVB-Platzverweis seit September 2013

"Sein Gegenspieler ist zwei Meter groß, Emre gerade mal einen Meter", umschrieb Julian Weigl die Situation etwas zugespitzt. Tenor: Langkamp hätte nicht hinfallen müssen, es hätte keine Rote Karte geben müssen. Mor nahm Weigl dennoch nicht aus der Verantwortung. "Er wird sich von den älteren Spielern etwas anhören müssen", erklärte er "wir werden ihn dann gemeinsam wieder aufbauen."

Dass Mor mit dieser Undiszipliniertheit nicht nur sich selbst, sondern vor allem auch der Mannschaft schadet, liegt auf der Hand. Dass ausgerechnet er nach 93 Spielen ohne Platzverweis (im September 2013 flog zuletzt Sokratis gegen Leverkusen vom Platz) nun vorzeitig zum Duschen geschickt wurde, verwundert weniger.

Große Gesten

So sehr ihn sein Temperament im Spiel auch hilft, so sehr behindert es ihn auch. Mor lamentiert, reklamiert, protestiert. Gerne auch mit großen Gesten. Damit bringt er sich zu sehr in den Fokus der Unparteiischen. Und was sagte Thomas Tuchel zum Platzverweis? Dazu habe der Spieler Langkamp alles gesagt, meinte der BVB-Trainer nur.

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