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Schock für BVB: Dede erleidet Kreuzbandriss

LEVERKUSEN Ein Profi nach dem anderen trottete aus der BVB-Kabine in Leverkusen. Mit drei Punkten im Gepäck. Und doch mit mieser Laune. Innenverteidiger Mats Hummels fasste das, was ihm auf der Seele brannte, in Worte: „Die Verletzung von Dede hat mich emotional total runtergezogen. Das ist so ein sensationeller Typ. Ich glaube, jeder Spieler des Kaders war schon bei ihm und hat ihn getätschelt.“ Der schlimme Verdacht bestätigte sich: Riss des vorderen Kreuzbandes im linken Knie.

von Von Sascha Fligge

, 16.08.2008
Schock für BVB: Dede erleidet Kreuzbandriss

BVB-Verteidiger Dede (r.), hier gegen Leverkusens Arturo Vidal hat sich aller Voraussicht nach einen Kreuzbandriss zugezogen.

Dede wurde nach der Partie auf Teamarzt Dr. Markus Braun und einen Betreuer gestützt zu einem Privatwagen geführt und ins Krankenhaus gefahren, wo eine Kernspintomographie Aufschluss über das exakte Ausmaß der Verletzung gab. In der 54. Minute hatte er sich nach einem Laufduell mit seinem Landsmann Renato das Knie verdreht. Lange wurde der Linksverteidiger anschließend behandelt, von Leverkusens Anhängern mitunter als Simulant verhöhnt, der Zeit schinden wolle. Während Dede mit Schmerz verzerrtem Gesicht auf dem Rasen lag, stürmte sogar ein halbnackter Fan den Platz und brüstete sich mit seinem hirnfreien Sturmlauf.

Mehrere Minuten lang biss Dede noch auf die Zähne, spielte und humpelte weiter. „Ich hatte sogar den Eindruck“, sagte Trainer Jürgen Klopp, „dass seine Bewegungsabläufe zwischenzeitlich wieder flüssiger wurden.“ Doch in der 72. Minute war Schluss. Endgültig. Dede verließ das Feld, Marcel Schmelzer kam. Der Jungprofi darf womöglich sechs Monate lang auf der linken Dortmunder Abwehrseite wirken. Denn so lange wird Dede, der am Montag von Dr. Jürgen Eichhorn in Straubing operiert wird, voraussichtlich ausfallen. Neben Schmelzer kommen Patrick Owomoyela und Florian Kringe für den Job des Ersatz-Linksverteidigers in Betracht.

Mats Hummels hatte sich eine Stunde nach dem Abpfiff wieder beruhigt. Zutiefst deprimiert war er aber immer noch: „Einen wie Dede“, sagt er, „könnten wir nur dann gleichwertig ersetzen, wenn wir morgen Bayerns Philipp Lahm kaufen würden. Eine andere Chance sehe ich ehrlich gesagt nicht.“  

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