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Shinji Kagawa lässt Gegner und Klischees ins Leere laufen

"Kein besonderer Japaner"

DORTMUND Da sind sie wieder: Schon bevor BVB-Trainer Jürgen Klopp sein Team am Freitagmorgen auf den Platz bittet, stehen die ersten japanischen Journalisten in der Pressezone am Dortmunder Trainingsgelände. Mit nur einem Ziel...

von Von Matthias Dersch

, 07.08.2010
Shinji Kagawa lässt Gegner und Klischees ins Leere laufen

Steht im BVB-Rampenlicht: Shinji Kagawa (l.).

Geduldig stehen sie im lauen Sommerwind – die Kameras und Mikrofone im Anschlag – und warten darauf, dass Shinji Kagawa aus der Kabine tritt. Der BVB-Neuzugang mit der Rückennummer „23“ hat sich binnen eines Monats zum Star der Dortmunder Saisonvorbereitung entwickelt. Spätestens seit seinem Auftritt beim 3:1-Erfolg gegen Manchester – dem ersten auf der ganz großen Bühne im Signal Iduna Park – steht Kagawa im Rampenlicht.

Und damit, so sagt er, hätte er selbst nicht gerechnet: „Das ging schon schneller als erwartet.“ Hohe Laufbereitschaft, direkter Zug zum Tor und der unbändige Wille, stets für Aha-Momente zu sorgen, zeichneten das „Schnäppchen“ – der BVB zahlte Cerezo Osaka 300 000 Euro Ausbildungsentschädigung – bislang aus. Und nicht einmal seine eher schmächtige Statur spricht dafür, dass sich daran in der Liga etwas ändern könnte: So setzte er den robusten Engländern einfach seine Wendigkeit entgegen – und ließ sie damit eiskalt ins Leere laufen. In den freien Raum laufen auch die Klischees, die der Westeuropäer in der Regel mit Japanern verbindet. Kagawa ist offen in seinem Auftreten, geht schnell auf Menschen zu und sucht die Kommunikation.

„Ich bin kein besonderer Japaner“, sagt er: „Aber ich bin jemand, der sein Anliegen klar zum Ausdruck bringt.“ Bislang gelingt ihm das zur Verwunderung aller. Nur einer bleibt cool: BVB-Sportdirektor Michael Zorc. Der 47-Jährige sagt trocken: „Shinji zeigt, warum wir ihn geholt haben.“

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