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1:1 bei Hertha BSC

Spätes Erwachen: BVB vergibt den Sieg im Olympiastadion

BERLIN Der BVB wacht beim Spiel in Berlin spät auf und muss sich mit einem 1:1 (0:0) begnügen. Aubameyangs unklare Zukunft bleibt das beherrschende Thema bei den Schwarzgelben.

Spätes Erwachen: BVB vergibt den Sieg im Olympiastadion

Christian Pulisic und der BVB mussten sich mit einem 1:1 zufrieden geben. Foto: Guido Kirchner

In die Hauptstadt zu gelangen, das erwies sich für viele BVB-Fans am Tag nach Sturmtief "Friederike" als echte Herausforderung. Unterwegs in den überfüllten Zügen Richtung Berlin blieb somit genügend Zeit, um die neuesten Entwicklungen im Fall Pierre-Emerick Aubameyang zu verfolgen, dessen Wechsel zum FC Arsenal, möchte man den englischen Medien glauben, nur noch eine Frage von Stunden sein konnte.


So dürfte es auf der Insel vielleicht überrascht haben, als Sportdirektor Michael Zorc vor dem Anpfiff bekräftigte, "nichts auf dem Tisch" zu haben und Aubameyang einmal mehr symbolisch die Hand reichte. Es sei noch nicht zu spät für eine Rückkehr in die Mannschaft, meinte Zorc, es sei klar, dass sich der Gabuner mit einem Wechsel beschäftige, aber man plane mit dem Torjäger.

Stockender Spielaufbau

Das mag ein wohl kalkulierter Satz gewesen sein, denn Verramschen will Borussia Dortmund seinen abwanderungswilligen Stürmer sicher nicht. Auch das Abendspiel im Olympiastadion sollte zudem zeigen, wie abhängig Borussia Dortmund von seinen Qualitäten ist. Trainer Peter Stöger gab Andre Schürrle eine Chance von Beginn an. Und er beorderte Christian Pulisic für Yarmolenko auf die rechte Bahn.

Bundesliga, 19. Spieltag: Hertha BSC - BVB 1:1 (0:0)

Bilder der Partie zwischen Hertha BSC und Borussia Dortmund.
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Pulisic rechts, Jadon Sancho links, das versprach viel Tempo, doch es war dann eher fade Hausmannskost, die von beiden Teams da auf den Rasen gezaubert wurde. Berlin begegnete dem BVB mit einem 4-4-1-1 gegen den Ball, die massierte Deckung hätte Tempo und Spielwitz gebraucht auf Seiten der Schwarzgelben, doch die Borussia ergötzte sich an kurzen Ballstafetten ohne rechtes Vorwärtskommen. Der Spielaufbau stockte, weil Julian Weigl gut zugestellt wurde - Shinji Kagawa und Mario Götze bekamen die Partie ebenso wenig in den Griff.

Stellvertretrend für den durchwachsenen Auftritt stand die Szene, als Sancho von Kagawa freigespielt wurde, mit Wucht in den Strafraum eindrang, dann aber den Abschluss verweigerte und einen Querpass in die vielbeinige Abwehr versuchte (36.). Es war nach einer Kagawa-Halbchance per Kopf noch die beste BVB-Annäherung ans Berliner Tor. Weil auch von den Gastgebern wenig kam, stand es zurecht 0:0 zur Pause.

Blitzstart der Gastgeber

Exakt 50 Sekunden nach Wiederanpfiff aber verpassten die Berliner der Borussia den nötigen Weckruf. Auf der linken BVB-Abwehrseite durfte Lazaro ohne Gegenwehr flanken, Sokratis stand gegen Selke schlecht, der die genaue Hereingabe gegen den Lauf von Roman Bürki über die Linie drückte (46.).

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Dortmund mühte sich, verzweifelte aber an der sehr aufmerksamen Abwehrarbeit der Hertha. Pulisic versuchte es immerhin mal mit einem Schuss, Torhüter Thomas Kraft war zur Stelle (56.). Als es über Toljans linke Seite einmal zielstrebig in den Strafraum ging, verstolperte Kagawa die gute Hereingabe kläglich (59.).

Offensiv zu harmlos

Richtig Glück dann für den BVB, als Ondrej Duda nach einem krassen Ballverlust von Götze in Abseitsposition einen Ball von Salomon Kalou ins Tor verlängerte - der wäre womöglich auch so im Netz gelandet (63.). Offensiv blieb Dortmund noch harmlos und sah gegen die aggressive Berliner Zweikampfführung kein Land.

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So musste Unglücksrabe Duda helfen, der einen Ball in die Füße von Sancho spielte, dessen Flanke im zweiten Versuch bei Kagawa landete. Diesmal hatte der Japaner mit dem Kopfball keine Mühe - 1:1 (71.). Das Tor weckte Begehrlichkeiten.

Isak trifft Aluminium

Dortmund schnürte die Hertha förmlich ein. Und nach Hackenvorarbeit des eingewechselten Alexander Isak hatte Sancho tatsächlich noch die Großchance zum Siegtor (82.). Auch Toljan (84.) und Isak (87./Latte) scheiterten beim späten Scheibenschießen. Glück für die Hertha, dass ein klares Halten gegen Yarmolenkoim Strafraum nicht geahndet wurde (90.+4). Am Ende blieb es bei dem einen Punkt. Nach der späten Steigerung zu wenig für den BVB.

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