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Starke erste Hälfte reicht: BVB siegt in Stuttgart

Verdientes 3:1

Borussia Dortmund hat den negativen Eindruck vom 0:2 gegen Leverkusen postwendend korrigiert. Vor 40.500 Zuschauern in Stuttgart feierte der BVB am Sonntag einen verdienten 3:1 (3:0)-Erfolg.

STUTTGART

von Von Dirk Krampe

, 29.08.2010
Starke erste Hälfte reicht: BVB siegt in Stuttgart

Mario Götze (l.) erzielte in Stuttgart sein erstes Bundesliga-Tor.

Dortmund, von Jürgen Klopp in der Leverkusen-Formation aufs Feld geschickt, deutete sofort an, dass es gewillt war, der Forderung seines Trainers („Knopf auf – und die Fußball-Sau rauslassen“) nachzukommen. 18 Treffer nach forcierten Ballverlusten hatte die Borussia in der vergangenen Serie erzielt – das war Ligahöchstwert. Auch in der Baustelle Mercedes-Benz-Arena führte das Pressing zum Erfolg.

War beim 1:0 noch Glück im Spiel, als Khalid Boulahrouz die Flanke von Marcel Schmelzer unhaltbar für VfB-Nachwuchsschlussmann Sven Ulreich abfälschte (5.), verdiente sich der BVB das zweite Tor wieder durch energisches Nachsetzen. Georg Niedermeiers katastrophale Kopfballabwehr erlief Kevin Großkreutz, sein präziser Rückpass landete bei Lucas Barrios, der staubtrocken ins lange Eck abschloss (27.). Dortmund verzeichnete in dieser Phase ein klares Plus an Ballbesitz und hatte durch die Bank Vorteile in den Zweikämpfen. Im defensiven Mittelfeld liefen der starke Nuri Sahin und auch der deutlich verbesserte Sebastian Kehl viele Bälle ab, außen überzeugten der von Klopp diesmal rechts aufgebotene Mario Götze und phasenweise links Marcel Schmelzer, der mit mehr Zutrauen den Platz auf der Seite zu gefährlichen Vorstößen und Flanken nutzte.

Die mittlerweile völlig verunsicherte VfB-Deckung leistete auch beim dritten Dortmunder Tor vor der Pause unfreiwillige Mithilfe. Nach Sahins energischer Balleroberung flankte Kagawa butterweich in die Mitte, Ulreich segelte am Ball vorbei, von Niedermeiers Kopf tropfte die Kugel in Richtung Götze, der nur noch einköpfen musste – der erste Bundesliga-Treffer des Youngsters (38.). Weit hinten auf der anderen Seite blieb Torhüter Roman Weidenfeller bis zur Pause komplett beschäftigungslos. Stuttgarts Trainer Christian Gross reagierte, erlöste den völlig überforderten Niedermeier, brachte Harnik für den blassen Marica und sah eine erste VfB-Chance, als Neven Subotic arg lässig gegen Cacau klären wollte. Dessen Flanke sauste an Freund und Feind vorbei (48.). Barrios vergab auf der Gegenseite frei vor Ulreich die Großchance zum 4:0 (50.).

Stuttgart aber nach der Pause mit mehr Zug zum Tor. Mats Hummels musste in höchster Not klären, als Harnik nach einem schnell ausgeführten Freistoß scharf vors Tor passte. Zu Unrecht forderte der VfB dann Elfmeter – Schmelzer hatte den ins Stolpern gerateten Timo Gebhardt gar nicht berührt (62.). Cacaus Schuss direkt im Anschluss parierte Weidenfeller. Es war die stärkste Phase der Gastgeber, die Morgenluft witterten, als Cacau die lange Flanke von Kuzmanovic zum 1:3 einköpfte – Weidenfeller und Schmelzer auf der Außenbahn sahen hier nicht gut aus (67.). Die in dieser Phase viel zu passiven Dortmunder gerieten tatsächlich noch einmal in Bedrängnis.

Cacaus Freistoß entschärfte Weidenfeller (72.), der schon mit Gelb verwarnte Kehl hatte nach Foul an Gebhardt Glück, dass er auf dem Platz bleiben durfte. Weil auch den Gastgebern danach die Kräfte schwanden, brachte der BVB den Sieg am Ende relativ sicher nach Hause. Leverkusen ist nun vergessen. 

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