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Stefan Krämer über die Entwicklung bei Energie Cottbus

Der BVB II-Gegner

Bei Arminia Bielefeld genießt Trainer Stefan Krämer Kultstatus. Das schützte aber nicht vor der Entlassung im Februar dieses Jahres. Wenige Monate später heuerte der 47-Jährige beim Zweitliga-Absteiger Energie Cottbus an. Über dieses ambitionierte Projekt hat Florian Groeger mit Stefan Krämer gesprochen - auf neun Thesen musste der Energie-Coach spontan antworten.

DORTMUND

, 07.11.2014
Stefan Krämer über die Entwicklung bei Energie Cottbus

Stefan Krämer hat sich mit Energie Cottbus im oberen Tabellenbereich etabliert.

Keine Chance. (lacht) Das war damals in Bielefeld eine Aktion mit viel Aberglauben. Ich werde mit einem Outfit antreten, das den Temperaturen angemessen ist.

Wir sind auf einem sehr guten Weg, ja. Im Sommer sind 23 neue Spieler dazugekommen, diese Entwicklung kann noch nicht abgeschlossen sein. Meine Mannschaft hat einen guten Charakter. Bei der Auswahl der Neuen mussten wir darauf achten, dass es Spieler sind, denen wir zutrauen, zu einer Einheit zusammenzuwachsen.

Ganz bestimmt. Er hat sportlich viel Qualität und ist eine absolute Identifikationsfigur. Als Trainer kann man sich über solch einen Typen nur freuen.

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Die Spieler können mit all ihren Problemen zu mir kommen. Andererseits gibt es natürlich klare Regeln. Allerdings habe ich in meiner bisherigen Trainerkarriere festgestellt, dass viele Spieler geführt werden wollen.

Ja, wir haben zu Hause viele Punkte liegen lassen. Unsere Gegner stehen meist sehr tief. Von der Spielphilosophie ist es mir gar nicht unrecht, wenn die andere Mannschaft den Ball hat. Wichtig ist die Reaktion nach Ballverlust. Das Gegenpressing ist der beste Spielmacher.

Im Alltagsgeschäft nicht. Mich gibt es nur ganz oder gar nicht. Aber Arminia wird für mich immer ein besonderer Verein sein. Sportlich hat sich der Verein nach dem Abstieg sehr gut entwickelt. Sie haben sogar mehr finanzielle Mittel als wir in der 2. Liga hatten. Das ist einerseits etwas befremdlich, andererseits freut es mich schon.

Trotz der strukturellen Probleme kann man sagen, dass der Fußball im Osten lebt. Ich sehe Wehen, Bielefeld und Duisburg allerdings ganz vorne. Die 3. Liga ist brutal. Viele Spiele entscheiden sich durch eine einzige Szene, das ist bekloppt. Wir wollen mit Energie eine Pokalspiel-Mentalität entwickeln.

Wir wollen natürlich etwas mitnehmen. Aber: Der BVB II verfügt über eine hochtalentierte Mannschaft und ist ein unangenehmer Gegner – der wollen wir aber auch sein.

Interessante Idee (lacht). Dass mit dem Tattoo in Bielefeld war ja schon etwas Besonderes. Wenn so ein Erfolg gelingen würde, müsste ich mir etwas einfallen lassen.  

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