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Strunz: "Stehen vor einem Aufbruch"

ESSEN Thomas Strunz (40) fängt wieder ganz unten an. Der Ex-Nationalspieler, dessen Manager-Ehe mit dem VfL Wolfsburg nicht lange gehalten hatte, beweist sich nun beim Viertligisten Rot-Weiss Essen. Vor dem Pokalduell am Samstag (15.30 Uhr) gegen Borussia Dortmund sprachen wir mit Strunz.

Strunz: "Stehen vor einem Aufbruch"

Thomas Strunz managt inzwischen Rot-Weiss Essen.

Nach meiner Zeit beim VfL Wolfsburg gab es verschiedene Anfragen, die aber nicht passten. Bei Rot-Weiss Essen war das anders. Der Klub hat Tradition. Hier kann ich Strukturen mitverändern, Visionen entwickeln, gestalten. Wir stehen vor einem Aufbruch in eine neue Zeit.

In den Verhandlungen mit der Vereinsspitze waren solche Befürchtungen nur ein Randthema. Für mich stellt sich diese Frage auch nicht. Wer meine Vita kennt, der weiß, dass ich ein halbes Jahr vor dem Ende meiner Zeit beim FC Bayern München von mir aus gekündigt und auf jede Abfindung verzichtet habe. Nur, weil das alles nicht mehr mein Ding war. Meine Planungen in Essen sind langfristig angelegt.

Mit der Vokabel „desillusioniert“ hat das wenig zu tun. Ich halte diesen Satz für eine vollkommen realistische Einschätzung der Situation. Schauen Sie sich doch bundesweit die Diskussionen um das Kartellamt, die Zentralvermarktung, die Bierwerbung und die Stadien an. Der Sport kommt natürlich noch dazu.

Wir sind wirtschaftlich nicht auf Rosen gebettet. Das Stadion wird gegen den BVB mit 21 000 Fans ausverkauft sein. Die Einnahme wird einen wichtigen Finanzfaktor bei der Gestaltung der kompletten Saison 2008/2009 bilden.

Ich kenne die Kartenpreise nicht auswendig, aber es ist für unsere Verhältnisse eine hohe Summe – und für den Gesamtetat ist sie von großer Bedeutung.

Es steht mir nicht zu, die Arbeit meiner Vorgänger zu beurteilen. Fakt ist, dass es gewisse Notwendigkeiten gibt, ohne die ein Fußballklub auf hohem Niveau heutzutage keine Basis mehr hat, um erfolgreich zu sein. Wir sind dabei, diese Strukturen zu schaffen. Das geht aber nicht auf Knopfdruck. Alle – Vorstand, Aufsichtsrat, Fans und auch ich – müssen und werden Geduld haben.

Da ist zum einen ein modernes Stadion, das den traditionellen Fan genauso bedient wie den VIP. Ich habe die große Hoffnung, dass dies in Essen bald gebaut wird. Abgesehen davon sind die meisten Profiklubs heute Kapitalgesellschaften und kein eingetragener Verein mehr wie wir. Es ist ungemein schwierig, Sponsoren auf professioneller Ebene zu finden, wenn Sie großen Unternehmen erklären müssen, dass sich ehrenamtliche Mitarbeiter um das Geld und darum kümmern, die Partnerschaft mit Leben zu erfüllen. Das passt in der heutigen Zeit nicht mehr zusammen.

Am 25. September findet eine Sitzung des Rats der Stadt Essen zu diesem Thema statt. Die Vorgespräche verliefen sehr positiv. Mein grundsätzlicher Eindruck ist: Alle beteiligten wollen den Stadionneubau. Ich bin überzeugt: Er kommt. 

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