Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Sven Bender hat keine Angst vorm schweren zweiten Jahr

Der Kehl-Jäger

DORTMUND Sven Bender muss sich derzeit wie in alten Zeiten fühlen. Der Dortmunder ist wieder mit seinem Zwillingsbruder Lars vereint, beide wohnen wieder im gleichen Zimmer und tragen die gleichen Trainingsklamotten – genau wie damals also, als die beiden Mittelfeldspieler als „Löwen“ des TSV 1860 München für Furore sorgten.

von Von Matthias Dersch

, 10.08.2010
Sven Bender hat keine Angst vorm schweren zweiten Jahr

Geht nur beim Kanufahren baden: BVB-Sechser Sven Bender steht vor seinem Debüt in der U21-Nationalelf.

Es ist allerdings nur eine zeitlich begrenzte Reise in die Vergangenheit, die der 21-Jährige zu Wochenbeginn angetreten hat. Gemeinsam mit dem zwölf Minuten älteren Lars hofft der U19-Europameister von 2008 auf seinen ersten Einsatz in der deutschen U21-Nationalmannschaft.

Am Mittwoch – beim wichtigen EM-Qualifikationsspiel auf Island (18.15 Uhr/Sport1) – könnte es soweit sein. Bundestrainer Rainer Adrion jedenfalls hält große Stücke auf den BVB-Sechser, der in der letzten Saison einen kometenhaften Aufstieg erlebte und Dortmunds Kapitän Sebastian Kehl über weite Strecken der Saison fast in Vergessenheit geraten ließ. Doch Komplimente wie diese mag der stets ruhig und souverän wirkende Bender nicht hören. Für ihn ist Kehl ein Vorbild – da verbietet sich jede allzu offensive Kampfansage. „Sebastian ist unser Kapitän und eine enorme Führungspersönlichkeit, sowohl auf dem Platz als auch abseits des Rasens. Er hat eine unheimliche Präsenz. Ich merke, dass es mir hilft, ihn zu beobachten“, sagt der junge Herausforderer über den etablierten Platzhirsch. Aber: „Ich brauche mich nicht zu verstecken. Ich weiß, was ist kann.“

Abgerufen hat Bender sein Potenzial in der vergangenen Spielzeit regelmäßig: 19 Partien und einen „Kicker“-Notenschnitt von starken 3,17 wies sein persönliches Arbeitszeugnis am Ende seiner Premierensaison in Deutschlands Elite-Liga auf. Ein Wert, über den er sagt: „Das war überraschend. In der Form hätte ich das sicher nicht erwartet.“ Dass es nicht noch mehr Einsätze wurde, lag an hartnäckigen Knieproblemen, die sich über mehrere Wochen hinzogen und Benders Leistungskurve in der zweiten Saisonhälfte etwas stagnieren ließen. Heute macht das Knie keine Probleme mehr, bis auf wenige Ausnahmen stand Bender in jeder Einheit der Vorbereitung auf dem Feld. In der Musik gibt es den Mythos vom „schweren zweiten Album“, im Fußball das Gerede „vom schweren zweiten Jahr“. Auch diese Gedanken schwingen mit, wenn Bender sagt: „Ich weiß, dass noch ein schwerer Weg vor mir liegt und auch mal andere Zeiten kommen können.“ Aktuell deutet jedoch nichts darauf hin, dass Bender sich davor ernsthaft fürchten müsste...   

Lesen Sie jetzt