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Syndesmoseband-Anriss: Dede hat das Pech gepachtet

Mehrere Wochen Pause

DORTMUND. Am Dienstagabend klang BVB-Linksverteidiger Dede noch zuversichtlich. „Gott sei Dank ist wohl nichts gerissen“, sagte der 32-Jährige, nachdem er im Training umgeknickt war und sich einem kurzen medizinischen Check unterzogen hatte. Eine genaue Untersuchung am Mittwoch bestätigte den ersten Eindruck jedoch nicht ganz.

von von Matthias Dersch

, 11.08.2010
Syndesmoseband-Anriss: Dede hat das Pech gepachtet

Dede bleibt der Dortmunder Pechvogel.

Der Brasilianer zog sich einen Anriss des vorderen Syndesmosebandes im rechten Sprunggelenk zu und muss passen – wieder einmal. Mindestens drei bis vier Wochen wird Dortmunds Trainer Jürgen Klopp auf den Routinier verzichten müssen.

Es ist ein schwerer Schlag – sowohl für Klopp, der damit in Marcel Schmelzer nur noch einen fitten Linksverteidiger im Kader hat, als auch für Dede, der in seiner vielleicht letzten Saison für den BVB noch einmal richtig angreifen wollte. Doch daraus wird jetzt zunächst nichts – „Und das“, sagt Dede in aller Deutlichkeit, „nervt mich sehr.“ Nachdem der dienstälteste Borusse jahrelang ohne Verletzungen durch die Spielzeiten kam, hat er seit zwei Jahren das Pech gepachtet: Erst riss ihm im Sommer 2008 in Leverkusen das Kreuzband, dann folgten im fast regelmäßigen Abstand ein Innenbandriss im Knie, ein Kieferbruch sowie diverse Muskelverletzungen.

Lediglich 16 Bundesliga-Partien wies das Arbeitspapier Dedes daher im Vorjahr aus – zu wenig für den langjährigen Stammspieler. Hoch motiviert startete er daher Anfang Juli in die Vorbereitung. Marcel Schmelzer, sein junger an ihm vorbeigezogener Konkurrent, sollte sich bloß nicht zu sicher fühlen. „Ich hatte mir viel vorgenommen, wollte unbedingt wieder in die Mannschaft zurück“, sagt Dede hörbar niedergeschlagen, „es fällt mir daher im Moment sehr schwer, den Kopf oben zu behalten. Das ist eine harte Prüfung.“

Die hat Lukasz Piszczek indes schon hinter sich. Wochenlang fiel er in der Vorbereitung aus, seit Dienstag kann er endlich wieder mit der Mannschaft trainieren. „Für einen Neuling, der sich zeigen will, war das eine blöde Situation“, sagt Klopp über Zugang von Hertha BSC Berlin, der auch hinten links eingesetzt werden könnte. Vielleicht bekommt Piszczek durch Dedes Ausfall nun früher eine Chance, als er es sich erhofft hätte.

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