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Theo Schneider sieht seine Befürchtungen bestätigt

Ernüchternder Holperstart

Trainer Theo Schneider war an seinem 50. Geburtstag, zwei Tage nach dem 0:1 gegen den SC Verl, am Montag nicht zum Feiern zumute. Borussia Dortmunds Regionalliga-Coach sah sich in seinen Befürchtungen freilich nur bestätigt – für die Spieler wirkte dagegen der erschreckende und ernüchternde Auftritt wie eine große Überraschung.

DORTMUND

von Von Dirk Krampe

, 23.08.2010
Theo Schneider sieht seine Befürchtungen bestätigt

Verls Janos Bluhm (l.) attackiert hier Marcel Kandziora. An Aggressivität hatten die Gäste dem BVB einiges voraus

Dementsprechend geschockt waren alle. chneider ist als Trainer einer Zweitvertretung eines Fußball-Bundesligisten ein alter Hase. Dass er Spieler kommen und gehen sieht mit einer Fluktuation, die größer ist als bei vielen Liga-Konkurenten, gehört für ihn zum Geschäft. Vor dieser Saison war der Aderlass wieder einmal groß. Schneider verlor beinahe eine komplette Stammelf.

Der Holperstart mit null Punkten und zwei Niederlagen ist eigentlich eine logische Konsequenz dieses brutalen Umbruchs. „Mir war klar, dass es in dieser Liga kein Selbstläufer wird“, sagt der Coach. Er hatte freilich darauf gebaut, dass seine Elf schon weiter sei. Ist sie nicht, das hat das Spiel gegen Verl allen klar vor Augen geführt. „Ich bin geschockt“, sagte Kapitän Christian Eggert, der es an der Seite von Nedim Hasanbegovic auch nicht schaffte, die Defensive zu organisieren. Mehr oder minder große Baustellen offenbarte der BVB in allen Mannschaftsteilen. In der Mittelfeld-Zentrale war es allein Neuzugang Marvin Bakalorz, dem man über das reine Bemühen hinaus eine ordentliche Leistung bescheinigen durfte. Ihn opferte Schneider aus taktischen Gründen für einen weiteren Stürmer.

„Der Plan war“, so Schneider, „dass wir über die Außen in den Rücken der Abwehr kommen. Von Christopher Kullmann erhoffte ich mir weitere Impulse auch in der Luft.“ Das große Problem: Der BVB kam erst gar nicht in die Situation, gefährlich vors Tor zu flanken, weil links Yasin Öztekin und rechts Marco Stiepermann auf ganzer Linie enttäuschten. Auf Borussia Dortmund warten nun schwere und wichtige Wochen. „Es ist eine richtige Standortbestimmung“, sagt Eggert vor den Spielen in Kaiserslautern am Sonntag, gegen Wuppertal und in Münster. Frühestens für diese Partie am 11. September plant Schneider auch wieder mit Neuzugang Sevdail Selmani (21). Dessen Muskelfaserriss verursacht weiter hartnäckige Beschwerden. Schneider: „Alle anderen Spiele kommen für ihn zu früh.“

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