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Trainer Jürgen Klopp: "Diese Niederlage tut weh"

Das BVB-Interview

BVB-Trainer Jürgen Klopp wunderte sich am Samstagabend genau wie die Fans der Schwarzgelben über die zwei Gesichter seiner Elf: in der ersten Hälfte mutig, in der zweiten Hälfte fast wie das berühmte Kaninchen vor der Schlange. Matthias Dersch hat die Aussagen des 47-Jährigen nach dem 1:2 beim FC Bayern aufgezeichnet.

MÜNCHEN

, 01.11.2014
Trainer Jürgen Klopp: "Diese Niederlage tut weh"

Jürgen Klopp kassierte mit dem BVB in der Bundesliga fünf Niederlagen in Serie.

Wir hätten für die erste Hälfte etwas verdient gehabt, für die zweite aber nicht. So verliert man eben 1:2. Wir sind gut ins Spiel gekommen und haben ruhig hinten herausgespielt. Das haben wir in der zweiten Hälfte gar nicht mehr gemacht. Da haben wir fast ausschließlich lange Bälle geschlagen und sind danach nicht auf die zweiten Bälle gegangen. Dadurch kamen die Bayern zu sehr vielen Großchancen, bei denen Roman Weidenfeller sensationell gehalten hat. Das 1:1 ist fast ein Konter der Bayern, weil wir nach unserem langen Ball nicht zum Kopfball hochgehen. Beim zweiten Treffer können wir zweimal nicht richtig klären.

Das war auch der Tatsache geschuldet, dass wir so viele lange Bälle geschlagen haben. Wir haben das Spiel nicht mehr mit der Konsequenz der ersten Hälfte betrieben. Das Problem war vor allem, dass wir die Bälle zu leicht hergeben haben. Denn wenn man sich hinten nicht zeigt, der Ball dann nach vorne geschlagen wird, man aber nicht kompakt steht, bekommt man Probleme. Erst recht, wenn der Gegner die richtigen Schlüsse aus der ersten Hälfte gezogen hat und aggressiv spielt.

Meine Aufgabe ist es immer, ein Spiel unabhängig vom Ergebnis zu analysieren. Aber glauben Sie mir, diese Niederlage tut weh. Und es potenziert sich mit der Häufigkeit, in der wir momentan verlieren. Wir mussten hier nicht verlieren. Die Bayern haben in der zweiten Hälfte draufgepackt, wir nicht. Schon öffnet sich das Spiel für den Gegner. Noch mal: Wenn wir mit der gleichen Konsequenz wie in der ersten Hälfte gespielt hätten, dann hätten die Umstellungen des Gegners nicht diese Wirkung erzeugt. Den Schuh müssen wir uns anziehen.

Ich habe im Spiel gar nicht mitbekommen, wie es passiert ist und das überhaupt etwas passiert ist. In der Kabine ist er dann plötzlich mit einem Verband am Fuß an mir vorbeigehumpelt. Er meinte, er sei hochgesprungen und habe dann bei der Landung einen Schmerz an der Stelle verspürt, an der er schon einmal eine Verletzung hatte.  

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