Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Anzeige
Anzeige

Comeback nach 355 Tagen

Tuchel zaubert Nuri Sahin aus dem BVB-Hut

DORTMUND Um 18.02 Uhr sorgte Borussia Dortmund am Donnerstag für einen kollektiven Freuden-Seufzer der BVB-Fans: Via Twitter verkündete der Klub die Startaufstellung gegen den FC Porto - und völlig überraschend tauchte darin der Name von Nuri Sahin auf.

Tuchel zaubert Nuri Sahin aus dem BVB-Hut

Thomas Tuchel (r.) schmiss Nuri Sahin gegen Porto ins kalte Wasser.

Der 27-jährige Mittelfeldspieler hatte in dieser Saison bislang noch keine einzige Minute gespielt, weder in Tests noch in Pflichtspielen. Überhaupt war es für den Türken der erste Einsatz seit seiner starken Leistung beim 3:0-Sieg über den FC Schalke 04 vor sage und schreibe 355 Tagen.

Gänsehaut-Moment

Nicht einmal Sahin selbst hatte mit einem Einsatz gerechnet. Am Morgen war er zum Training gefahren, ohne auch nur zu ahnen, dass er Abend spielen würde. "Ich hatte gar keine Tasche gepackt", verriet er zu später Stunde, "aber meine Frau Tugba hatte eine Eingebung und mir meine Sachen in den Kofferraum gepackt."

Das Comeback des Nuri Sahin in Bildern

Das Comeback des Nuri Sahin in Bildern.
Das Comeback des Nuri Sahin in Bildern.
Das Comeback des Nuri Sahin in Bildern.
Das Comeback des Nuri Sahin in Bildern.
Das Comeback des Nuri Sahin in Bildern.
Das Comeback des Nuri Sahin in Bildern.
Das Comeback des Nuri Sahin in Bildern.
Das Comeback des Nuri Sahin in Bildern.
Das Comeback des Nuri Sahin in Bildern.
Das Comeback des Nuri Sahin in Bildern.

Als Stadionsprecher Nobby Dickel am Abend Sahins Vornamen rief und die 65.000 BVB-Fans im Stadion lautstark mit seinem Nachnamen antworteten, musste man schon aus Eis sein, um keine Gänsehaut zu bekommen. Nach vier Minuten zog Sahin das erste Mal ab, nach sechs Minuten jubelte er erstmals wieder mit seinen Teamkollegen und gab beim Zurücklaufen so selbstverständlich Anweisungen, als sei er nie weg gewesen. Jeder konnte sehen: Sahin ist zurück.

DUBAI Im Trainingslager in Dubai ist BVB-Mittelfeldspieler Nuri Sahin seinem Comeback wieder einen Schritt näher gekommen. Noch benötigt der 27-Jährige zwar etwas Zeit, doch das Gefühl für den Ball am Fuß ist schon wieder da. In einer Gesprächsrunde am Donnerstag sprach er über seine monatelange Pause und zog einen Vergleich zwischen England und Deutschland.mehr...

"Es ist toll, dass er wieder spielt", hatte Tuchel vor der Partie erklärt. Auch Michael Zorc konnte seine Freude über Sahins Rückkehr nicht verhehlen. "Nuri hat zuletzt permanent trainiert und dabei einen hervorragenden Eindruck hinterlassen", sagte der BVB-Sportdirektor, "deshalb hat ihn Thomas direkt nominiert."

Sehnenansatzreizung im Adduktorenbereich

Der Mut des Trainers zahlte sich aus: Sahin forderte von der ersten Minute an den Ball und ließ sofort seine Qualitäten aufblitzen. Dortmunds neue 4-2-3-1-Formation kam ihm hierbei entgegen, er ließ sich häufig tief fallen und baute das Spiel in enger Absprache mit Mats Hummels von hinten auf. In der ersten Hälfte kamen 92 Prozent seiner Pässe an den Mann, auch die Zweikampf-Quote konnte sich sehen lassen: 75 Prozent seiner Duelle entschied Sahin für sich.

Choreo im Video! #BVBFCPpic.twitter.com/t8AjHefEGG

— Ruhr Nachrichten BVB (@RNBVB)

Die Zuschauer spendeten Ovationen, als er nach 57 Minuten das Feld verließ. "Nuri", lobte Zorc, "war so dominant wie immer." Tuchel schwärmte: "Er brannte seit Wochen darauf, zu spielen. Ich bin glücklich, dass es geklappt hat. Er hat fantastisch gespielt. Das war eine große Leistung nach dieser Pause."

Wichtigen Schritt gemacht

Tuchel hatte in den vergangenen Monaten immer wieder seine Vorfreude auf die Zusammenarbeit mit Sahin kundgetan. Der ball- und passsichere Achter ist mit seinen Stärken prädestiniert für Tuchels auf Ballbesitz ausgerichtete Spielphilosophie. Und endlich kann er das auch in Pflichtspielen beweisen, nicht nur im Training.

Die kommenden Wochen werden zeigen, ob Tuchel mit seiner Vorahnung Recht hat. "Nuri", sagte der 42-Jährige jüngst, "wird noch herausragend wichtig werden." Einen ersten Schritt dorthin hat Sahin nun gemacht.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

BVB-Podcast - Folge 73

Die Gründe für Peter Stögers erfolgreiches Debüt

DORTMUND Der 2:0-Erfolg gegen Mainz 05 war der erste Bundesliga-Sieg für Borussia Dortmund seit dem 30. September. Und er bescherte nicht nur drei ganz wichtige Punkte im Kampf um die vorderen Plätze, sondern förderte bei den Borussen auch eine Menge Selbstvertrauen wieder zu Tage. In der 73. Folge unseres BVB-Podcasts diskutieren wir die Premiere von Peter Stöger sowie die Rolle des neuen Trainers.mehr...

BVB-Weihnachtssingen

Aubameyang, Sahin und Co. singen mit 25.000 BVB-Fans

DORTMUND Der Signal Iduna Park wird am Sonntag zum größten Konzertsaal Deutschlands. Der BVB lädt zum Weihnachtssingen in sein Stadion ein - und über 25.000 Fans haben bereits Karten dafür gekauft. Und sie bekommen prominente Mitsänger: Die komplette Mannschaft von Borussia Dortmund wird dabei sein - und ein Popstar.mehr...

Weihnachtsbesuch in der Kinderklinik

BVB-Stars bringen die kleinen Patienten zum Lachen

DORTMUND Die BVB-Stars besuchen die Kinderklinik Dortmund. Am Tag nach dem wichtigen Sieg in Mainz punkten die schwarzgelben Profis bei den kleinen Patienten. Hier gibt es Bilder und Videos.mehr...

19:09 - der schwarzgelbe Talk

BVB-Boss Watzke befindet sich wieder im Kampfmodus

DORTMUND 2017 sei ein schreckliches Jahr gewesen, sagt Hans-Joachim Watzke bei der 16. Auflage von "19:09 - der schwarzgelbe Talk". Jetzt ist er wieder im Kampfmodus - und könnte sich eine Vertragsverlängerung vorstellen.mehr...

19:09 - der schwarzgelbe Talk

Watzke: Könnte mir vorstellen, noch einmal zu verlängern

DORTMUND Der BVB-Boss zu Gast im Lensing-Carrée! Bei "19:09 - der schwarzgelbe Talk" hat Hans-Joachim Watzke am Mittwochabend über Peter Stöger, Peter Bosz, die aktuell schwierige Situation und seine persönliche Zukunft gesprochen. Hier gibt es das Video, die Bilder und die wichtigsten Aussagen.mehr...

Der BVB-Kommentar

Stögers feine Geste im egoistischen Bundesliga-Geschäft

MAINZ Da muss erst ein Trainer vom Geißbock-Verein 1. FC Köln kommen, um beim BVB den Bock umzustoßen: Peter Stöger hat bei Borussia Dortmund eine erfolgreiche Premiere hingelegt - und lobt Vorgänger Peter Bosz. Jürgen Koers kommentiert.mehr...