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Schnarchiger BVB taumelt dem Saisonende entgegen

Schmelzer entschuldigt sich

Derby-Mentalität? Killerinstinkt bei diesem Big-Point-Spiel? Alles Fehlanzeige beim schnarchigen BVB. Nach dem 0:2 gegen Schalke muss Schwarzgelb wieder um die Champions League bangen.

GELSENKIRCHEN

, 16.04.2018
Schnarchiger BVB taumelt dem Saisonende entgegen

Schalke jubelt, Marcel Schmelzer ist bedient. © imago

Marcel Schmelzer hatte gewunken, er wollte den Ball haben. Als die Kugel dann über die Stationen Sokratis und Ömer Toprak bei ihm landete, nahm das Schicksal seinen Lauf. Verpatzte Ballannahme, Schalkes Daniel Caligiuri sagte „Dankeschön“, rannte auf und davon, Querpass, 0:1 (50.). „Bitter, dass mir so ein Fehler zum Gegentor genau in diesem wichtigsten Spiel des Jahres passiert“, sagte ein aufrichtiger BVB-Kapitän nach der Partie. „Mir tut es echt leid für jeden schwarzgelben Fan und für die Mannschaft.“

„Das heutige Spiel war sehr, sehr wichtig für uns“

Schmelzer stand für seinen Fehler gerade, doch er war beileibe nicht der einzige Borusse, der im Spitzenspiel-Derby schwach oder schwächer auftrat. Auch sein Außenverteidiger-Kollege Lukasz Piszczek erwischte einen schlechten Tag, die Offensivkräfte Maximilian Philipp und Andre Schürrle blieben alles schuldig, es ließen sich viele Schwarzgelbe herauspicken, die ihre Fans im entscheidenden Moment enttäuschten.

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Wie schon in der Europa League in Salzburg, wie beim 0:6-Desaster in München. Derby-Mentalität, Killerinstinkt bei diesem Big-Point-Spiel? Alles Fehlanzeige beim schnarchigen BVB. „Das heutige Spiel war sehr, sehr wichtig für uns“, legte Schmelzer nach, „dies so verdient zu verlieren, ist umso schlimmer.“

Es bleibt die Frage nach dem Warum

Vielleicht taugt die Szene vor dem 0:1 auch als Beispiel. Natürlich wussten die Borussen, dass Schalkes Außenverteidiger aggressiv ins Pressing gehen, wenn sie die Chance auf eine Balleroberung sehen. Und trotzdem fiel der BVB immer wieder darauf herein und ließ sich unter Druck setzen. Selbstredend wusste Peter Stögers Mannschaft um die große Gelegenheit, mit einem Derbysieg nicht nur tabellarisch den Sprung auf Platz zwei zu machen, sondern auch ein dickes Trostpflaster über die Wunden dieser Saison zu kleben.

Abgesehen davon, dass Schalke den besseren Matchplan hatte: Wieder einmal hatte Stögers Elf sich viel vorgenommen, und der BVB setzte einmal mehr nicht das um, was gefordert war. Bleibt die Frage nach dem Warum. Schmelzer konnte sie nicht beantworten. „Das sind Fragen, die wir uns auch immer stellen“, erklärte Schmelzer. „Wir würden auch gerne besser spielen, öfter gewinnen. Aber zu sagen, woran es momentan liegt, ist schwierig.“

Viermal strecken und aufbäumen

Trotz der nach wie vor guten Ausgangsposition im Kampf um den Einzug in die Königsklasse muss sich der BVB noch viermal strecken und aufbäumen, um mit letzter Kraft ins Ziel zu krabbeln.


Ob er sich freue, wenn diese Spielzeit endlich vorbei sei, wurde Schmelzer gefragt. Der sprach, vermutlich stellvertretend für seine Teamkollegen, Vereinskameraden und viele Fans: „Ja - wenn wir unter die ersten Vier kommen und uns für die Champions League qualifizieren.“​

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