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Akanji wird zum Abwehrchef, wenn Toprak ausfällt

BVB zur Not mit Dreierkette

Vor dem entscheidenden Spiel um die Qualifikation zur Champions League muss Borussia Dortmund auch noch einen personellen Kahlschlag bei den Innenverteidigern verkraften

Dortmund

, 08.05.2018
Akanji wird zum Abwehrchef, wenn Toprak ausfällt

Manuel Akanji wird zum Chef in der Innenverteidigung, wenn sich der Ausfall von Ömer Toprak (r.) bestätigen sollte. © dpa

Ömer Toprak winkte müde ab. Nein, er könne nicht sagen, wie schlimm es sei, sagte er kurz und knapp, bevor er aus den Katakomben des Signal Iduna Park zum Auto humpelte. „Es ist die Wade“, soviel gab er immerhin noch preis. Toprak hatte sich die Blessur gleich in der Anfangsphase der Partie gegen Mainz 05 (1:2) zugezogen. Nach einer Behandlung kehrte er zwar zunächst auf den Rasen zurück, an seinen Bewegungen aber ließ sich klar erkennen, dass er Schmerzen hatte. Kurz darauf kam dann die Auswechslung.

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Bis Montag gab es seitens des BVB keine genaue Diagnose der Verletzung von Toprak. Der drohende Ausfall des Innenverteidigers für das Endspiel um die Qualifikation zur Champions League bei 1899 Hoffenheim am Samstag (15.30 Uhr, live bei Sky) bringt Trainer Peter Stöger in Nöte: Denn nach einem taktischem Foul, dem auch noch ein dummer eigener Ballverlust vorausgegangen war, sah Topraks Nebenmann Sokratis gegen Mainz seine fünfte Gelbe Karte.

Sokratis gesperrt

Seine Saison ist damit vorzeitig zu Ende, womöglich bedeutet die Verwarnung auch den Schlusspunkt unter seine BVB-Zeit – die Gerüchte um einen Sommerwechsel des Griechen nach England halten sich weiter hartnäckig.

In allen fünf Bundesliga-Partien nach dem dem 0:6 in München Ende März hat Stöger dem Duo Toprak/Sokratis in der Innenverteidigung vertraut. Sollte sich Topraks Ausfall für die letzte Liga-Partie bestätigen, müsste der Österreicher sein gesamtes Defensiv-Konstrukt überdenken. Als Alternative kommt auch Dan-Axel Zagadou nicht in Frage, der Franzose trainiert nach seinem Muskelbündelriss noch mit der gebotenen Vorsicht und ist noch nicht wieder spielfähig.

„Kontakt zu den Fans tut gut“

Am Dienstag ab 15.30 Uhr beginnt der BVB die Vorbereitung auf die Samstags-Partie mit einer auch für die Fans zugänglichen öffentlichen Trainingseinheit. „Der Kontakt zu den Fans tut der Mannschaft gut“, glaubt Stöger, der auf Anfrage dieser Redaktion besondere Maßnahmen vor der wichtigen Partie ausschloss. „In ein Trainingslager fahren wir nicht“, meinte er. „Für Aktionismus bin ich nicht zu haben.“

Wegen der angespannten Personallage in der Defensive wird er bis zum Samstag an zwei Fronten beschäftigt sein: Stöger muss die Mannschaft mental aufrichten, er dürfte vor allem in Einzelgesprächen an jeden Einzelnen appellieren. Zum anderen braucht er eine taktische Lösung für den Personal-Engpass in der Defensive.

Akanji mit Schmelzer und Piszczek?

Denkbar ist dabei das Auflösen der von ihm bevorzugten Viererkette. Gegen Hoffenheim, das unter Nagelsmann ein 3-5-2 bevorzugt und damit bestrebt ist, in Ballnähe immer ein Übergewicht zu schaffen, würde eine Umstellung auf eine Dreierkette für mehr Präsenz im Zentrum sorgen. Das von Stöger zuletzt gewählte 4-1-4-1 birgt gegen die Hoffenheimer gerade in den von Julian Weigl zu verantwortenden Räumen einige Gefahren.

Entscheidet sich Stöger für eine Umstellung auf Dreierkette, müsste er Lukasz Piszczek deutlich defensiver aufstellen. Der Pole würde mit Mittelmann Manuel Akanji und Marcel Schmelzer auf der linken Seite eine Formation bilden, die so noch nie zusammengespielt hat.

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