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Weidenfeller: Narbe wieder aufgerissen

DORTMUND Roman Weidenfeller (28) hat den Kaffee auf. „Es wird Zeit“, sagt er, „dass dieser ganze Scheiß endlich aufhört!“ Dann schüttelt Borussia Dortmunds Torhüter den Kopf, zieht von dannen und schmeißt währenddessen auf die Frage, wie er denn zurzeit trainiere, scharf hinterher: „Ich mache jetzt gar nichts mehr!“

Weidenfeller: Narbe wieder aufgerissen

Roman Weidenfeller nach der Verletzung in Leverkusen. Am Wochenende erlitt er einen Rückschlag.

Am Samstag spielt der BVB beim FC Energie Cottbus um die Saisonpunkte fünf, sechs und sieben– es sollte der Stichtag für den Pfälzer sein. Eine Initialzündung für eine starke Saison, die am ersten Spieltag jäh unterbrochen wurde, als sich Weidenfeller nach einer Rettungsaktion gegen den Leverkusener Patrick Helmes mit den Stollen selbst den Oberschenkel aufschlitzte. Die Bilder gingen durch fast alle Gazetten der Republik, zwölf Zentimeter lang war die Wunde.„Gegen Cottbus“, sagte der Keeper vor knapp zwei Wochen,„will ich wieder dabei sein“. Gestern klang das schon ganz anders:„Ich gebe jetzt keine Prognosen mehr ab“, betonte Weidenfeller.

Der Grund: Am Wochenende war er– mit Genehmigung der Ärzte– auf den Trainingsplatz zurückgekehrt, hatte gemeinsam mit Torwartcoach Wolfgang de Beer vorwiegend im koordinativen Bereich gearbeitet. Dennoch platzte die Wunde wieder auf.„Und zwar auf zwölf Zentimetern Länge.“ Ob das Comeback ein übereiltes gewesen ist? Ob jemand ihn hätte bremsen müssen. Weidenfeller schweigt. Er sagt nur:„Jedenfalls war die Belastung offenbar schon zu viel für die Narbe.“

Inzwischen ist sie wieder frisch verschlossen und macht den Borussen zum Profisportler im Wartestand. Am Stichtag in Cottbus wird Marc Ziegler das Tor hüten. Abermals. Roman Weidenfeller wird nur vor dem Fernseher sitzen. Und den Kaffee auf haben.

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