Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Willkommen im tiefsten Schlamassel

NÜRNBERG Die Erkenntnis des Abends war bitter und zugleich eindeutig: Borussia Dortmund, mit ganz anderen Ambitionen in die Saison gestartet, steckt nach 14 Begegnungen „mitten im Abstiegskampf“ (Roman Weidenfeller).

Willkommen im tiefsten Schlamassel

Florian Kringe diskutiert mit Robert Kovac.

Nach der 0:2-Niederlage beim 1. FC Nürnberg muss man es so klar formulieren: zu Recht. Trainer Thomas Doll: „Wir waren nicht mehr als ein Aufbaugegner.“ Zerlegt von zuletzt taumelnden Franken. Von denen und Rang 16 trennen Schwarzgelb nun magere drei Zähler.

Schwächste Saisonleistung

Der Coach hatte seine Mannschaft auf zwei Positionen umgestellt. Als Degen-Ersatz feierte Martin Amedick seine Startelf-Premiere unter Doll. Und im Mittelfeld war Sebastian Kehl erstmals seit dem ersten Spieltag wieder dabei – mit der Kapitänsbinde am Arm. Kehl wurde gerade mit einer Platzwunde wie Angelos Charisteas am Rand behandelt, als sich die linke BVB-Seite mit Kringe, Dede und Tinga plus Mladen Petric einen Kollektiv-Schlaf gönnte. Nutznießer: FCN-Spielführer Tomas Galasek, der aus 18 Metern abzog und etwas Glück hatte, dass auch noch Keeper Weidenfeller wegrutschte. Dolls Kommentar: „Der war wohl haltbar.“

Die erste Hälfte – aus Gäste-Sicht ein Offenbarungseid. Das Mittelfeld kam ständig zu spät, die Viererkette hatte Zuordnungsprobleme gegen Nürnbergs Dreier-Sturm, die Stürmer fanden folgerichtig nicht statt. 45 Minuten verstrichen ohne den Ansatz einer Chance. Stattdessen hatten die Schwarzgelben mehrfach Glück, dass es beim „Club“ an der Präzision fehlte oder Weidenfeller auf dem Posten war. Kaum zu glauben: In dieser richtungsweisenden Partie bot die Doll-Elf die schwächste Saisonleistung, stand viel zu tief, sah zu, wie der Pokalsieger, der vorher fünf Punkte Rückstand zum rettenden Ufer aufwies, im Mittelfeld kombinierte. Die erste Hälfte in Zahlen: 1:10 Torschüsse, 43 % gewonnene Zweikämpfe. Mit einem Wort: desolat.

Harmlos und mittellos

Mit Giovanni Federico für Jakub Blaszczykowski stellte Doll nach dem Wechsel auf Mittelfeld-Raute um. Der minimale Ertrag: Der BVB wurde einen Tick offensiver, schoss in Person von Kehl (53.) sogar mal aufs Tor. Das Schlimme: Zwei plumpe Versuche einen Strafstoß zu schinden von Petric (61.) und Dede (75.) waren die einzigen Aufreger gegen die maximal durchschnittlichen Gastgeber. Borussia Mittellos.

Zwei Tiefschläge kassierten die Gäste noch: die Ampelkarte gegen Markus Brzenska (87.) und das 0:2 durch Charisteas (90.) nach einem Konter.

Eines ist klar: Nach dieser peinlichen Vorstellung erwartet Borussias Profis heute Abend (19 Uhr) eine äußerst unangenehme Mitgliederversammlung.

      

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Furioser BVB-Auftritt gegen Leverkusen

Beeindruckendes 4:0 gegen Bayer - Stöger setzt Zeichen

DORTMUND Borussia Dortmund liefert mit dem furiosen 4:0 (1:0) gegen Bayer Leverkusen ein eindrucksvolles Statement im Kampf um die direkte Qualifikation zur Champions League ab. Trainer Peter Stöger setzt ein personelles Zeichen - auch darf sich nach der bitteren Derbypleite vor einer Woche als Sieger fühlen.mehr...

BVB besiegt Leverkusen mit 4:0

Dortmund macht Riesenschritt zur Champions League

DORTMUND Borussia Dortmund wird mit großer Wahrscheinlichkeit auch in der kommenden Saison Champions League spielen. Im Topspiel setzt sich der BVB gegen Leverkusen souverän mit 4:0 durch. Unser Live-Ticker zum Nachlesen.mehr...

BVB-Paukenschlag vor Leverkusen-Spiel

Stöger wirft Kapitän Marcel Schmelzer aus dem Kader

DORTMUND Paukenschlag vor dem wichtigen BVB-Heimspiel gegen Bayer Leverkusen: Kapitän Marcel Schmelzer fliegt für die Partie gegen die Werkself aus der Mannschaft und taucht auch im 18er-Kader nicht auf. Verletzt ist der 30-Jährige nicht. Die Entscheidung fällt aus sportlichen Gründen.mehr...

rnHavertz im Exklusiv-Interview

Bayer-Talent spricht über Schulhof, Herrlich und Klavier

LEVERKUSEN Seit einer Woche ist Kai Havertz (18) von Bayer Leverkusen der jüngste Spieler mit 50 Bundesliga-Einsätzen. Vor dem Topspiel in Dortmund hat Jürgen Koers mit dem Offensivtalent über den Sprung vom Schulhof ins Stadion, besessene Trainer und Entspannung am Klavier gesprochen.mehr...

BVB benötigt einen neuen Stürmer

Vorstoß bei Michy Batshuayi - wenn der Preis stimmt

DORTMUND Borussia Dortmund benötigt für die Saison 2018/19 einen neuen Stürmer. Die 1a-Lösung ist der vom FC Chelsea ausgeliehen Michy Batshuayi aber nicht. Ob doch noch einmal Bewegung in die Personalie kommt, hängt von verschiedenen Faktoren ab.mehr...

Watzke bleibt vor Leverkusen-Spiel gelassen

BVB-Boss will sich in Trainerfrage nicht drängen lassen

OBERHAUSEN BVB-Boss Hans-Joachim Watzke nimmt die Mannschaft auf der Zielgeraden der Saison in die Pflicht, kann aber die Krisenstimmung vor den letzten vier Saisonspielen nicht ganz nachvollziehen - und bleibt in der Trainerfrage gelassen.mehr...