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Zidan: Ich habe Lust für Klopp zu spielen

DORTMUND Ein wenig verloren wirkte Mohamed Zidan (26), als er am Freitagabend in der Halbzeit des Bundesliga-Auftaktspiels zwischen München und Hamburg über den Rasen der Allianz-Arena trabte. Ein bisschen laufen, kleine Spiele mit den Reservisten-Kollegen, das war‘s.

Zidan: Ich habe Lust für Klopp zu spielen

Erste Schritte auf dem BVB-Trainingszentrum in Brackel: Mohamed Zidan mit allem, was unbedingt in den Spint muss.

Nur: Dem 26-Jährigen war es wohl egal, denn seine Gedanken, so sagt der kleine Ägypter rückblickend, seien ohnehin bei einer anderen Partie gewesen. „Ich hatte mich schon auf mein erstes Spiel in Dortmund gefreut.“ Auf das des BVB gegen Rekordmeister Bayern am Samstag. Vier Tage nach den trüben Momenten in der bayerischen Landeshauptstadt sitzt Mohamed Zidan tatsächlich in Dortmund. Als Angestellter des BV Borussia 09. Im Presseraum des Brackeler Trainingszentrums. Für den Stürmer sei damit ein „echter Traum“ in Erfüllung gegangen. „Ich bin froh und glücklich hier zu sein“, sagt Zidan, nachdem er gestern Vormittag vor mehreren Hundert BVB-Fans erste Runden im neuen Dress gedreht hatte. Zidan lächelt. Es sind Momente wie diese, die erahnen lassen, dass die Last HSV abgefallen sein muss von den schmalen Schultern des Ägypters. In Hamburg habe er den Spaß am Fußball verloren, meint Zidan. In Dortmund will er ihn wiederfinden, diesen Spaß – und zwar mit der Hilfe von Jürgen Klopp. „Er weiß genau, wie er mich motivieren muss. Für ihn habe ich Lust, Fußball zu spielen“, sagt Zidan.

Der BVB-Trainer selbst beantwortet nach dem Vormittags-Training ebenfalls geduldig Fragen der Journaille. Eine Stammplatz-Garantie wolle er seinem sportlichen „Ziehsohn“ aus Mainzer Zeiten nicht versprechen, so Klopp. Aber einen Trainer, „der zu 100 Prozent überzeugt ist von seinen fußballerischen Fähigkeiten“. Unter Klopps Regie hat Zidan einst 22 Tore für den „Karnevalsverein“ geschossen – in nur 41 Spielen. Klopp weiß um all die skeptischen Kommentare von Fans und Journalisten zum Tauschgeschäft Mladen Petric/Mohamed Zidan, doch er ist überzeugt, dass die Entscheidung pro Zidan „ein Riesenpotenzial“ für den Verein eröffne. Der neue Mann wird solche Worte gerne hören. Nur: Ob sie sich am Ende auch bewahrheiten, liegt einzig und allein an ihm. 

  Florian Kringe (26) musste gestern Nachmittag das Training mit Schmerzen in der linken Wade abbrechen. Nach einem Zweikampf mit Sebastian Kehl stapfte der Mittelfeldspieler missmutig in die Kabine. Eine Diagnose lag bei Redaktionsschluss noch nicht vor.

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