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Zur sportlichen BVB-Misere gesellt sich Verletzungspech

LEVERKUSEN Erst Mario Götze, am Samstag dann Maximilian Philipp und Gonzalo Castro: Zur sportlichen BVB-Misere gesellt sich nun auch das Verletzungspech. Der üppig besetzte Kader reduziert sich Stück für Stück.

Zur sportlichen BVB-Misere gesellt sich Verletzungspech

Maximilian Philipp droht eine monatelange Pause. Foto: dpa

Seinen Humor lässt Peter Bosz in diesen Tagen selten aufblitzen. Es gibt ja auch wenig zu lachen bei Borussia Dortmund. Am Samstagabend in Leverkusen wagte der BVB-Trainer dann mal wieder einen Scherz. Angesprochen auf die Verletzungsprobleme in der Offensive antwortete er auf die Frage, wer denn nun am Mittwoch bei Real Madrid die Tore schießen solle: "Marco Reus wird es nicht sein."

Mit dem rechten Bein weggeknickt

Danach blieb den Borussen das Lachen auch schon wieder im Halse stecken. Der schmerzlich vermisste Unterschied-Spieler Reus wird vermutlich noch bis zum März ausfallen, Spielmacher Mario Götze mindestens bis Anfang Januar, und seit Samstagmittag wartet man in Dortmund darauf, dass sich bei Maximilian Philipp die schlimmsten Befürchtungen bewahrheiten.

BVB-Training in Brackel am 3. Dezember

Bilder des BVB-Trainings in Brackel am 3. Dezember.
Bilder des BVB-Trainings in Brackel am 3. Dezember.
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Als er im Spiel bei Bayer 04 nach fünf Minuten mit dem rechten Bein wegknickte, war sofort zu erahnen, dass diese anatomisch nicht vorgesehene Bewegung einen kapitalen Schaden im Knie angerichtet haben dürfte. Philipps Miene sprach Bände und sagen wollte er nichts, als er später an Unterarmgehstützen durch die Gänge humpelte, begleitet von Physiotherapeutin Swantje Thomsen.

"Es sieht nicht gut aus"

Eine blaue Spezialschiene ummantelte sein rechtes Knie. Ob tatsächlich das Kreuzband gerissen und die Saison für ihn gelaufen ist, muss eine Schichtaufnahme bestätigen. Am Montag soll es eine Diagnose geben.


Nach Philipp erwischte es auch Gonzalo Castro, diesmal mit Gegnereinwirkung durch Wendells Tritt, der mit einer Roten Karte angemessen bestraft wurde. In seinem Fall scheint der Bandapparat im Sprunggelenk beschädigt zu sein. Für Castro dürfte mindestens das Jahr 2017 sportlich gelaufen sein."Es sieht nicht gut aus bei beiden", sagte Bosz.

Alternativen werden weniger

Vor allem in der Offensive begrenzt dies die Variationsmöglichkeiten bis Weihnachten. Götze, Philipp, Reus sowieso - der Ausfall dieses Trios wiegt schwer. Andre Schürrle kann bei seinen bisher wenigen Einsätzen nur selten andeuten, dass er über eine Klasse verfügt, die ihn zum 57-fachen Nationalspieler gemacht hat.

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Auf den wankelmütigen Pierre-Emerick Aubameyang zu zählen ist gewagt, Christian Pulisic wirkt strapaziert und wird vermutlich mangels Alternative hinten rechts gebraucht. Bei Jadon Sancho und Alexander Isak hat sich Bosz bislang nicht um den Nachweis bemüht, dass er, wie bei seiner Installation behauptet, ein großer Förderer junger Talente ist. Die Alternativen werden jedenfalls nicht mehr, sondern weniger. Und es stehen fünf entscheidende Spiele an bis zum 20. Dezember.

Bosz will nicht klagen

"Es sind jetzt einige Spieler, die nicht da sind", meinte Bosz am Samstag. Er wollte nicht klagen."Wir haben andere Spieler, die ein Tor schießen können. Heute war das Andrey Yarmolenko, und beinahe Raphael Guerreiro."

Ohnehin muss der BVB noch bis zum Ende des Jahres auf Lukasz Piszczek (Außenbandanriss im Knie) verzichten, Sebastian Rode (Schambein-Entzündung) und Erik Durm (Hüft-Operation) spielen überhaupt keine Rolle in den aktuellen Planungen. Auch Nachwuchsspieler Jacob Bruun Larsen (Knieverletzung) kann nicht aushelfen. Der üppig besetzte Kader reduziert sich Stück für Stück.

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