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Zweite Reihe des BVB mit viel Luft nach oben

Schwarzgelbe Positionskämpfe

Der Verlockung widerstand Peter Bosz. Über einzelne Spieler sprechen, individuelle Schwächen öffentlich breittreten, das macht der BVB-Trainer nicht. Auch nicht nach einem 2:2 (0:1) im Testspiel beim VfL Bochum, das mehr Fragen hinterließ, als dass es Antworten gab.

BOCHUM

, 24.07.2017
Zweite Reihe des BVB mit viel Luft nach oben

Emre Mors Problem bleibt die Naivität im Dribbling.

Bosz hatte sich für den Test beim Reviernachbarn an die Tiefenforschung begeben. „Es haben sehr viele Spieler gespielt, die noch nicht so viele Minuten gespielt haben“, sagte der Coach. Natürlich hatte es ihn da enttäuscht, dass einige Kandidaten diese Gelegenheit nicht nutzen konnten. Nach 15 Spielminuten verließ er bereits seine Beobachter-Rolle auf der Bank, es gab viel zu korrigieren, zu dirigieren. „Wir lernen auch aus diesen Spielen“, so Bosz.

Verlorenes Selbstvertrauen

Eine Erkenntnis nach dem intensiven Videostudium (Bosz: "Ich werde mir diese 90 Minuten noch einmal ganz genau anschauen") dürfte am Sonntag gewesen sein, dass es für Alexander Isak schwer wird, einen Platz im schwarzgelben Kader zu behaupten. Der 17-jährige Schwede, erst im Winter für neun Millionen Euro von AIK Solna losgeeist, kommt kaum über Ansätze hinaus. Als ein Supertalent angepriesen, braucht es viel Fantasie, ihn in den kommenden Monaten zum Bundesligaspieler reifen zu sehen. Sich entwickeln und verlorenes Selbstvertrauen zurückholen, das könnte Isak woanders eher gelingen.

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Testspiel: VfL Bochum - BVB 2:2 (1:0)

Bilder des Testspiels zwischen dem VfL Bochum und Borussia Dortmund.
22.07.2017
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Bilder des Testspiels zwischen dem VfL Bochum und Borussia Dortmund.© Foto: imago
Bilder des Testspiels zwischen dem VfL Bochum und Borussia Dortmund.© Foto: imago
Bilder des Testspiels zwischen dem VfL Bochum und Borussia Dortmund.© Foto: imago
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Bilder des Testspiels zwischen dem VfL Bochum und Borussia Dortmund.© Foto: dpa
Bilder des Testspiels zwischen dem VfL Bochum und Borussia Dortmund.© Foto: dpa
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Bilder des Testspiels zwischen dem VfL Bochum und Borussia Dortmund.© Foto: dpa
Bilder des Testspiels zwischen dem VfL Bochum und Borussia Dortmund.© Foto: dpa
Bilder des Testspiels zwischen dem VfL Bochum und Borussia Dortmund.© Foto: dpa
Bilder des Testspiels zwischen dem VfL Bochum und Borussia Dortmund.© Foto: dpa
Bilder des Testspiels zwischen dem VfL Bochum und Borussia Dortmund.© Foto: dpa
Bilder des Testspiels zwischen dem VfL Bochum und Borussia Dortmund.© Foto: dpa
Bilder des Testspiels zwischen dem VfL Bochum und Borussia Dortmund.© Foto: dpa
Bilder des Testspiels zwischen dem VfL Bochum und Borussia Dortmund.© Foto: dpa
Bilder des Testspiels zwischen dem VfL Bochum und Borussia Dortmund.© Foto: dpa

Ähnlich liegt der Fall Emre Mor. Dem jungen Türken mangelt es zwar nicht an Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten, im Gegenteil. Sein Problem bleibt diese Naivität im Dribbling, auch wenn er selbst betont hat, dass er lernen wolle, wann er schneller den Ball weiterleiten muss. Die 75 Minuten in Bochum konterkarierten seinen Positivtrend in Asien.

Wer ersetzt Schmelzer?

Es war bezeichnend, dass der BVB am Samstag erst in der Schlussphase, als Bosz Stammkräfte auf den Rasen schickte, das 0:2 der frisch aufspielenden Bochumer (Tore: Stefano Celozzi, Anthony Losilla) durch Treffer von Gonzalo Castro und Christian Pulisic noch ausglich und die zweite peinliche Pleite des frühen Sommers verhinderte. „Dass diese Jungs gut miteinander spielen können, das wussten wir auch schon aus den Spielen vorher“, sagte Bosz über Aubameyang, Dembele und Co.

Was sich als Problem entpuppen könnte, ist die Besetzung des vakanten Linksverteidiger-Postens, wo Marcel Schmelzer (Außenband-Teilriss) und Raphael Guerreiro (Fußbruch) fehlen. Erik Durm, erster Anwärter für diese Außenbahn, findet seit langer Zeit nicht zu seiner Form, auch in Bochum gelang ihm wenig. Es bleiben die Youngster Felix Passlack (19) und Dan-Axel Zagadou als Alternativen. Sattelfest wirkten beide nicht, das musste sich allerdings das ganze Team ankreiden. „Wir hätten auch vier oder fünf Gegentore bekommen können“, bekannte Bosz.

"Vernünftige Lösungen"

Borussias Kader kommt mit 31 Spielern immer noch überdimensioniert daher. In der zweiten Hälfte der Vorbereitung müssen einige Profis ihre letzte Chance im Positionskampf nutzen. Für diejenigen, die nur geringe Perspektiven haben, will BVB-Boss Hans-Joachim Watzke "vernünftige Lösungen" finden.