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Aplerbeck ist bereit, Brünninghausen hinten anfällig

Rückrundevorbereitung beim ASC und FCB

Wenn das Wetter mitspielt, haben die Dortmunder Oberligisten am dritten Februar-Wochenende ihre ersten Pflichtspiele in diesem Jahr. Udo Stark und Alexander Nähle wagen eine Bestandsaufnahme.

Dortmund

, 14.02.2018
Aplerbeck ist bereit, Brünninghausen hinten anfällig

Alen Terzic (l.) mit dem FC Brünninghausen und Adrian Alipour mit dem ASC 09 starten am Wochenende in die Rückrunde. © Fotos: Foltynowicz, Schütze

So sie es beim ASC 09 Dortmund aus


So lief die Vorbereitung
Der ASC überzeugte in fünf Testspielen gegen zum Großteil höherklassige Gegner. Nur Landesligist SSV Mühlhausen, gegen den die Aplerbecker 6:0 gewannen, war eine Ausnahme von einem sehr anspruchsvollen Programm. Der Tabellenzweite der Oberliga schlug an der Schweizer Allee sogar die Regionalligisten Wuppertaler SV (1:0) und Hessen Kassel (3:1). Gegen Fortuna Düsseldorf II (2:2) und Westfalia Rhynern (2:2) holte das Alipour-Team achtbare Unentschieden. Die einzige Niederlage kassierte Aplerbeck zum Abschluss gegen die Spielvereinigung Velbert (0:1).


Das funktionierte gut
Nach jeder Trainingswoche war der Trainer voll des Lobes über sein Team. Die Mannschaft arbeitete intensiv und entwickelte sich taktisch, kämpferisch und spielerisch weiter. Die Testspiele zeigten, dass die Mannschaft selbst Gegnern aus der Regionalliga in allen Belangen auf Augenhöhe begegnet, was erneut belegte, dass der ASC nicht ohne Grund Zweiter ist.

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Hier gibt es Probleme
Es gibt nur wenige Probleme. So monierte Alipour nach dem Spiel gegen Velbert das Verhalten während der ersten Hälfte, wenn der Gegner presst. Da habe die Mannschaft zu viel „klein klein“ gespielt. In solchen Phasen ist der ASC noch verwundbar, Alipour wünscht sich hier eine über 90 Minuten konstante Leistung. Es schmerzt zudem, dass Philipp Rosenkranz (doppelter Bänderriss), Christof Tielker (langwierige Verletzung am Zeh) und Dominik Kemler (Achillessehnenriss) die Vorbereitung nicht mitmachen konnten.


Die personelle Situation
Von den Verletzten kehrt nur Philipp Rosenkranz, der am Sonntag im Test der Reserve bei RW Germania sein Comeback feierte, am Sonntag beim TuS Ennepetal in den Kader zurück. Neuzugang Emanuel Dialundama, der vom VfB Speldorf kam, könnte seinen Einstand feiern. Insgesamt ist die Personalsituation aber gut - gerade, weil keiner der trainierenden Spieler zwischendurch krank wurde.


Das sagt Trainer Adrian Alipour
„Die Ergebnisse der Vorbereitung sprechen für sich. Ich freue mich, dass die anstrengenden Einheiten dazu führten, dass wir in den Spielen überzeugten. Bei dem zum Großteil schlechten Wetter macht es nicht immer Spaß, intensiv zu arbeiten. Aber die Spieler hatten die absolute Bereitschaft und belohnten sich in den Tests dafür. Wir brennen jetzt aber darauf, dass es wieder um Punkte geht. Und da wartet in Ennepetal ein Gegner auf uns, bei dem es für uns immer schwierig war, etwas mitzunehmen. Bis zum Sonntag fahren wir die Intensität runter und holen uns die für den Start nötige Frische.“


Unsere Prognose
Der ASC spielt bis zum Saisonende um den Titel mit. Selbst wenn es noch Phasen in den Spielen geben sollte, während der er anfällig ist, fängt er sich später wieder und holt so die Punkte, um im ganz vorderen Bereich der Tabelle zu bleiben.

So sieht es beim FC Brünninghausen aus


So lief die Vorbereitung
Von sechs Testspielen wurden nur zwei gewonnen (3:1 gegen den BSV Menden, 5:4 gegen den SV Schermbeck), wobei die abschließende Partie bei Borussia Dröschede (Donnerstag, 19 Uhr) noch aussteht. Bei den Niederlagen gegen die U19 des BVB (3:5), den SV Brackel (3:4), TuS Erndtebrück (0:4) und Holzwickeder SC (2:5) sowie beim Sieg über Schermbeck kassierte der FCB insgesamt 22 (!) Gegentreffer. Allerdings fehlten wegen Verletzungen und Erkrankungen immer wieder wichtige Spieler. Darunter litt auch die Trainingsintensität.


Das funktionierte gut
Selbst in den verloren gegangenen Begegnungen bestätigte das Team zumindest punktuell seine hohe Offensivqualität. Die Mannschaft erspielte sich eine Vielzahl an Tormöglichkeiten. Trotz verringerter Einsatzzeiten überzeugte besonders Arif Et als Vollstrecker.


Hier gibt es Probleme
Die Flut von Gegentreffern weist auf eklatante Schwächen in der Rückwärtsbewegung hin. Die Defensive war bei gegnerischen Kontern extrem anfällig. Hinzu kamen selbst gegen tieferklassige Kontrahenten viele einfache Fehler und schlecht verteidigte Standards. Vorne blieben zudem viele gute Chancen ungenutzt.


Die personelle Situation
Muhammed und Kerim Acil sowie Robin Gallus, Leon Enzmann und Dominik Behrend wurden von einer Erkältungswelle erwischt, hatten außerdem mit einigen Blessuren zu kämpfen und sind erst spät in den Trainings- und Spielbetrieb zurückgekehrt. Sebastian Kruse feierte nach einer Knochenhaut-Entzündung im Schienbein gerade sein Comeback, so dass auch er eine Option für das Auftakt-Heimspiel am Sonntag gegen Bielefeld sein dürfte. Benjamin Bielmeier (Bändereinriss im Sprunggelenk) fehlt hingegen noch zwei bis drei Wochen. Die Integration der vier Winter-Neuzugänge ist noch nicht abgeschlossen.


Das sagt Trainer Alen Terzic
„Testspiel-Ergebnisse sollte man grundsätzlich nicht überbewerten. Wir haben einiges ausprobiert und unsere Schlüsse daraus gezogen. An der passenden Balance zwischen Offensive und Defensive gilt es ebenso noch zu arbeiten wie an der Chancenverwertung. Wir wollen uns in der Frühjahrsrunde variabel zwischen den Systemen bewegen und weiterhin ein schwer ausrechenbarer Gegner sein, wobei wir auch die nächsten Wochen noch brauchen, um uns weiter zu entwickeln.“


Unsere Prognose
Um den aktuell sechsten Platz annähernd halten zu können, ist dringend die Defensiv-Stabilität der ersten Saisonphase nötig. Ansonsten droht der Sturz in die untere Tabellenhälfte.

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