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Die Alemannia ist ihrem Zeitplan um ein Jahr voraus

Scharnhorst übertrifft mit Aufstieg sein Ziel

Alemannia Scharnhorst belohnt sich und seine Fans für eine tolle Saison mit dem Aufstieg. Dabei war die Qualifikation für die Fußball-Bezirksliga eigentlich erst für die kommende Saison vorgesehen.

Dortmund

, 12.06.2018
Die Alemannia ist ihrem Zeitplan um ein Jahr voraus

Bierdusche für den Erfolgscoach: Marcus Wedemann (M.) bekam nach dem Aufstieg eine Abkühlung. © Stephan Schuetze

Dass sich Marcus Wedemann den Montag freigenommen hatte, war nicht die schlechteste Entscheidung. „Man wird ja nicht jünger“, erklärte der Trainer von Alemannia Scharnhorst, der mit seiner Mannschaft die Nacht von Sonntag auf Montag zum Tag gemacht hat. Die Scharnhorster haben ihr Ziel, den Aufstieg in die Bezirksliga, über den Umweg der Relegation geschafft - und das sogar ein Jahr früher als geplant.

Aufstieg zum Jubiläum geplant

„Dass wir lange an der Spitze stehen und am Ende aufsteigen würden, hatte vor der Saison keiner bei uns auf dem Schirm“, erklärte Wedemann. Nach zwei vierten Plätzen in den Vorsaisons war zwar eine Verbesserung das Ziel, der Aufstieg aber war erst für nächstes Jahr vorgesehen - passend zum 100-jährigen Jubiläum des Klubs.

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Eine Schwächephase in der Rückrunde ließ den Klub zwar noch hinter Meister TuS Körne auf den zweiten Rang abrutschen, doch der 2:1-Erfolg über RW Germania und ein 1:0-Sieg gegen den TSC Kamen (Hinspiel 0:0) ließen die Alemannia vor einer Rekordkulisse von rund 1500 Zuschauern doch noch jubeln. „Der Verein und die tollen Zuschauer haben sich das verdient, der Zuspruch hatte über die gesamte Saison das Prädikat ‚außergewöhnlich‘ verdient“, sagte Wedemann.

Unterstützung durch Vater und Bruder

Für den Trainer schließt sich auch ein persönlicher Kreis. 2015, als der Verein gerade aus der Bezirksliga abstieg, übernahm er die Mannschaft - oder das, was von ihr übrig blieb. „Ich hatte damals zwei Zusagen, wir mussten alles neu aufbauen“, erinnert sich der Coach. Unterstützung erfuhr er durch seinen Vater Roland, irgendwann kam auch Bruder Patrick vom Hombrucher SV dazu. Zwei vierte Plätze und eine lange Saison später ist die Rückkehr in die Bezirksliga perfekt.

Auf die Frage, was seine Mannschaft in dieser Spielzeit besonders auszeichnete, findet der Coach schnell eine klare Antwort: „Es herrscht ein großes Wir-Gefühl im Team, für viele Spieler ist das hier eine Herzensangelegenheit.“

Mischung aus Jung und Alt

Neben der Mischung aus Jung und Alt beinhaltet der Kader auch einige Akteure mit Erfahrung in höherklassigen Ligen. „Am wichtigsten ist aber, dass auch der Charakter stimmt“, erklärt Wedemann.

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Eben weil sich diese Einheit den Aufstieg über ein Jahr lang mehr als redlich verdient hat, wird sie auch im Gros zusammenbleiben. Einzig Torhüter Dominic Sousa da Costa und Patrick Kasper verlassen die Alemannia, dafür wird der Kader mit einigen externen Neuzugängen in der Breite erweitert. „Und dann heißt es für uns: einfach drinbleiben“, gibt Wedemann schon jetzt das Ziel für die Bezirksliga-Spielzeit aus. Bis zum 1. Juli haben er und seine Spieler erst einmal Urlaub, wenn auch verkürzten. Aber das „Nachsitzen“ hat sich voll und ganz gelohnt.

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