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Ex-Profi Andreas Niedrig gibt Comeback beim Westfalentriathlon

Leichtathletik

Viermal hat Andreas Niedrig (44) den Westfalentriathlon bereits gewonnen. Am Sonntag gibt der Ex-Profi („Vom Junkie zum Ironman“) nach drei Jahren Triathlonpause sein Comeback – im Trikot der Dortmunder Tri Geckos.

DORTMUND

von Von Jürgen Koers

, 20.06.2012
Ex-Profi Andreas Niedrig gibt Comeback beim Westfalentriathlon

Das Schwimmen im vergleichsweise sauberen Dortmund-Ems-Kanal bildet den Auftakt des 11. Westfalentriathlons am Sonntag. 700 Sportler gehen an den Start. Auch Ex-Profi Andreas Niedrig ist dabei.

: Ich bin nicht mehr Profi, muss also meinen Sport in den Alltag mit Beruf und Familie quetschen. Nach meinem Abschied von Hawaii 2009 habe ich kein Rennen mehr gemacht. Einmal bin ich beim Radrennen „Race across America“ im Team mitgefahren. Voriges Jahr wollte ich das Rennen als Soloprojekt angehen.

Dann ist mir mein Hund ins Rad gelaufen, ich bin gestürzt, habe mir die Patellasehne gerissen und die Kniescheibe gebrochen. Da habe ich mir gesagt, das sei es dann gewesen mit dem Sport.

Einfach, weil es mir so viel Spaß macht. Ich trainiere erst seit fünf Wochen wieder richtig und bin aufgeregt wie ein kleines Kind. Schuhe, Helm, Sitzposition –  ich habe alles ausgetüftelt. Ich weiß, dass ein paar schnelle Jungspunde mich jagen wollen. (lacht) Denen kann ich nur sagen, dass ich mich nicht kampflos ergeben werde. Auch wenn es läuferisch noch nicht wieder passt bei mir nach dem Patellasehnenriss. Bis zur Laufstrecke brauche ich ein paar Minuten Vorsprung. Und wer mein Rad sieht, wird Angst bekommen.

Gecko-Mitbegründer Gerd Keitmann hat mich damals ja quasi entdeckt. Er hat mich all die Jahre gefördert. Da komme ich gerne zurück – zumal er ausgerechnet an diesem Sonntag seinen 60. Geburtstag feiert.

Sie sollen großen Spaß haben. Das Schwimmen im Kanal ist sehr sicher, und die Orientierung fällt leicht. Die Radstrecke ist irre schnell und es ist für alle schön, wenn die Zuschauer die Triathleten mehrfach sehen. Und das Laufen im schattigen Fredenbaumpark ist bei jedem Wetter einfach klasse. Also, bei allem Ehrgeiz: Es geht darum, Spaß zu haben.

Ich verdiene mein Geld mit Seminaren für Wirtschaftsmanager. Diese Workshops mache ich übrigens auch für viele Profi-Fußballer. Persönlich am Herzen liegen mir die sozialen Projekte, in Gefängnissen oder Schulen. Und im August kommt der neue Film raus. „Traumwärts“ heißt er. Es geht ums Leben, unsere Leidenschaften und Träume und was uns hindert, diese auszuleben. Da ist es im Leben wie beim Triathlon.

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