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Hugo Simon startet seit über 40 Jahren in Dortmund

Reiten

DORTMUND Er ist der älteste Grand-Prix-Sieger aller Zeiten und seit über 40 Jahren fester Bestandteil des Dortmunder Turniers – Hugo Simon.

von Von Wolfgang Bergs

, 19.03.2010
Hugo Simon startet seit über 40 Jahren in Dortmund

Simon Ammann of Switzerland celebrates after winning the first stage of the Four Hills ski jumping tournament at Oberstdorf, Germany, 29 December 2013. Photo: Fredrik von Erichsen/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++

„Erstens hat mir der liebe Gott Gesundheit geben, zweitens habe ich eine vorteilhafte Größe und drittens macht es mir immer noch Spaß“, erzählt der bald 68-Jährige, warum er immer noch bei internationalen Turnieren in den Sattel steigt. Wo der für Österreich startende Reiter auch in den Parcours kommt, gehört er zu den Publikums-Lieblingen. „Das liegt sicherlich daran, dass ich immer auf Sieg reite, das ist spektakulär. Das wollen die Leute sehen“, sagt er und erwähnt nicht ohne Stolz, dass er sich inzwischen schon bei der vierten Generation der Turnierbesucher einen klangvollen Namen geschaffen habe.

Er selbst genießt diese Popularität, obwohl er, sobald er einreitet, von dem Spektakel um ihn herum nichts mitbekommt. „Dann bin ich allein“, verrät er, „nur wenn ich ein neues Pferd habe, dauert es einige Zeit, bis es sich an die Lautstärke gewöhnt hat.“ Und Pferde hat er reichlich unterm Sattel gehabt. Beispielsweise E.T., auf dem er 1996 und 97 Weltcupsieger wurde, oder Gladstone, mit dem er zwischen 1979 und 1981 dreimal hintereinander den Großen Preis der Bundesrepublik in der Westfalenhalle gewann. Apricot oder Lavendel waren weitere Championats-Pferde, die ihn zu unzähligen Erfolgen trugen. „Doch mein Liebling war eindeutig Flipper“, legt sich Hugo Simon fest. Seit über vier Jahrzehnten begeistert er die Zuschauer in Dortmund. „Vor zehn, fünfzehn Jahren war das hier das beste Hallenturnier der Welt, doch nach dem Wegfall der Weltcup-Prüfung hat es leider nachgelassen“, blickt er ein wenig wehmütig zurück, und seine Augen leuchten, als die Sprache auf das legendäre Weltcup-Finale von 1990 kommt: „Ein absoluter Höhepunkt.“

Einen solchen erlebte seine Karriere auch 1979 beim Finale in Göteborg, als er als einziger Europäer unter zwölf Startern den favorisierten Reitern aus Übersee den Sieg vor der Nase wegschnappte. Ein Sieg, der gefeiert werden musste. Und auch in dieser Beziehung hat „Turbo-Hugo“, wie sie ihn in Dortmund auch genannt haben, einen Wandel festgestellt. „Früher wurde mehr für die Ehre geritten...“, erzählt er, „ ... und gefeiert. Wenn du gewonnen hattest, wurde es teurer, als wenn du kein Preisgeld bekamst.“ Heute gehe alles materieller zu, müsse mehr Rücksicht auf Sponsoren genommen werden. „Doch ich habe Simon als Sponsor, und der kommt mit Hugo prima aus“ sagt er lachend und verdeutlicht damit, dass er den Spaß an der Reiterei auch im Wandel der Zeiten nicht verloren hat. „Erst, wenn ich den nicht mehr habe, höre ich sofort auf“, versichert Hugo Simon

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