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Marvin Duksch: Der Traum vom Profi-Fußball lebt

Dortmundes Sterne

Dortmunds Sterne - so heißt unsere neue RN-Serie. Wir zeigen Ihnen in zehn Folgen, dass es glänzend bestellt ist um den Nachwuchssport in unserer Stadt. Im siebten Teil stellen wir Ihnen BVB-Nachwuchsstürmer Marvin Duksch vor.

DORTMUND

von Von Petra Nachtigäller

, 05.04.2011
Marvin Duksch: Der Traum vom Profi-Fußball lebt

Vier Mal die Woche Training, am Wochenende Spiel - Borusse Marvin Ducksch (r.) arbeitet auf sein großes Ziel hin.

Marvin Ducksch kann sich verständlicherweise nicht mehr erinnern, aber irgendwie würde es ihn nicht wundern, wenn er vor 17 Jahren in Dortmund mit einem Fußball unterm Arm das Licht der Welt erblickt hätte. „Ein Fußball ist immer dabei, egal, wo ich bin“, sagt der Jung-Nationalspieler von Borussia Dortmund.

Verwundern muss das nicht, war doch sein Papa Klaus selbst Amateurfußballer und damals auch Trainer bei BSV Fortuna. Und der kleine Marvin, kaum vier Jahre alt, war sein aufmerksamster Schüler. „Meinem Vater habe ich viel zu verdanken. Er hat auch darauf geachtet, dass ich mit links wie rechts gleichermaßen schießen kann“, sagt der Jung-Borusse, der nach eigener Einschätzung „weiß, wo das Tor steht“. Heißt: Marvin Ducksch ist Stürmer, von Kindheitstagen an. Vor neun Jahren meldeten ihn seine Eltern – ohne sein Wissen – zum „Tag der Talente“ an. Der Achtjährige mit dem hellblonden Haarschopf spielte den BVB-Scouts vor, und was sie sahen, gefiel ihnen. „Als der Anruf von Borussia kam, konnte ich es erst gar nicht glauben“, erinnert sich der junge Mann mit dem großen Offensivdrang.

Inzwischen ist Ducksch 17 Jahre jung, stattliche 186 Zentimeter lang und eine feste Größe im BVB-Nachwuchs, seit kurzem sogar als B-Jugendlicher bei den Bundesliga-A-Junioren des Klubs. „Marvin ist ein Instinktfußballer. Er hat ein sehr gutes Gespür für Raum und Zeit“, weiß sein Trainer Sascha Eickel. Der so Gelobte zieht die Augenbrauen hoch, sagt dann mit einem Schmunzeln: „Ich muss ihn mal fragen, was er damit meint“. Seine Schnelligkeit, Schuss- und Kopfballstärke sowie der Überblick im Strafraum fielen auch auf nationaler Ebene auf: Seit der U 15 spielt der Dortmunder in den Nachwuchs-Teams des Deutschen Fußball-Bundes. „Das Gefühl, das erste Mal den Adler auf dem Trikot zu tragen, kann ich nicht beschreiben, das war sensationell“, erinnert sich der Schüler an sein erstes Länderspiel in Frankreich. Es sollten und sollen noch mehrere folgen: In der U 16 schoss er in fünf Länderspielen vier Tore, in der U 17 waren es bisher zwei in zehn Partien. Im April lockt im DFB-Dress die EM in Serbien und im Sommer die WM in Mexiko.

„Andere Länder, andere Städte – das Reisen macht schon viel Spaß, natürlich neben dem Fußballspielen“, sagt Marvin und grinst. Letzteres ist sein liebstes Ding und „Fußball-Profi, am liebsten bei Borussia“ sein größter Berufswunsch, dafür trainiert er vier Mal wöchentlich. Es gab schon Angebote aus England und Spanien, „aber ich will es hier schaffen. Dass der BVB auf junge Leute setzt, macht mir Mut. In Dortmund gibt es alles, um sich als Spieler gut zu entwickeln“. So wundert es nicht, dass sein Vorbild neben dem Brasilianer Robinho Klubkamerad Mario Götze ist, der ist gerade einmal zwei Jahre älter als Marvin. „Ich habe mit ihm schon zusammengespielt. Das ist charakterlich ein toller Junge, kommt positiv rüber, ist ein super Spielertyp, technisch überragend, körperlich sehr weit, und er ist schnell“. Ducksch gerät ins Schwärmen.

Auch er will sich zielstrebig entwickeln, will nach dem Hauptschul-Abschluss weiter die Schulbank drücken. Und auf dem Platz, da möchte er „die Arbeit nach hinten verbessern und eine positive Ansprache mit meinen Mitspielern finden“. Als Nationalspieler will er schließlich Vorbild sein, für den nächsten kleinen Marvin, der vielleicht irgendwann beim BSV Fortuna kickt und den großen Traum vom Fußball lebt.

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