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OSC-Spieler Mattis Kloppenburg im Interview: Natürlich wäre es schön, jetzt aufzusteigen

OSC Dortmund

Neun Tore hat Mattis Kloppenburg zum Auftaktsieg des Handball-Verbandsligisten OSC Dortmund beigesteuert. Im Interview haben wir mit dem 20-Jährigen über den Saisonstart gesprochen.

Dortmund

, 11.09.2018
OSC-Spieler Mattis Kloppenburg im Interview: Natürlich wäre es schön, jetzt aufzusteigen

Mattis Kloppenburg legte mit dem OSC einen tollen Start hin. © Ludewig

Hat die Mannschaft sich am ersten Spieltag selbst überrascht?

Definitiv. Bommern gehört zu den hoch gehandelten Favoriten der Liga. Aufgrund der vielen Verletzten haben wir eher darauf gesetzt, die Niederlage so gering wie möglich zu halten.


Was hat das dezimierte Team gegen Bommern dann so gut gemacht?

Die Abwehr stand wirklich sehr gut. Und wir haben Bommerns Schwächen gnadenlos ausgenutzt, wir waren ihnen konditionell im zweiten Abschnitt einfach überlegen.


Wie haben Sie die Vorbereitung erlebt?

Die war durchwachsen. Wir waren nie mehr als zehn Spieler beim Training. Da kannst du das Training natürlich nicht vernünftig gestalten. Du kannst keine Auslösehandlungen üben und das Abwehrverhalten nicht richtig einstudieren. Das war schon eine schwere Zeit.


Aber die Qualität im Team ist da, oder?

Das hat die Partie gegen Bommern ja deutlich gezeigt.


In der vergangenen Spielzeit ist der OSC erst in der Aufstiegsrelegation gescheitert. Was hat sich das Team in dieser Spielzeit vorgenommen?

Natürlich wäre es schön, jetzt aufzusteigen. Das haben wir uns aber nicht zum Ziel gesetzt. Wir haben in Alexander Maystrenko einen neuen Trainer, der zwar dieselben Formationen spielen lässt, aber andere Konzepte hat. Daran müssen wir uns erst mal gewöhnen.


Sie haben anscheinend die Konzepte schon gut verinnerlicht und neun Mal gegen Bommern getroffen.

Wir spielen unter dem neuen Coach jetzt noch mehr über den Rückraum, was mir als Rückraumspieler natürlich entgegenkommt.


Sie waren im Internat des Bundesligisten SC Magdeburg und haben in der A-Junioren-Bundesliga gespielt. Warum sind Sie in der Vorsaison aus Magdeburg nach Dortmund gewechselt?

Ich habe ja vier Jahre im Internat in Magdeburg gelebt, hatte da eine tolle Zeit, habe in der Jugend-Nationalmannschaft gespielt und bin mit der A-Jugend einmal Vize-Deutscher-Meister geworden. Doch dann habe ich gemerkt, dass es nicht weitergeht.


Das bedeutet?

Mit meinen 1,84 Metern und 80 Kilogramm reicht es als Rückraum-Spieler einfach nicht für die 1. oder 2. Bundesliga.


Und wie sind Sie jetzt zum OSC gekommen?

Ich komme ja aus Witten. Als ich gemerkt habe, dass es in Magdeburg nicht weitergeht, habe ich die Rückkehr nach Witten geplant, wo ich heute auch wieder lebe. Der damalige OSC-Coach Christian Feldmann hat das mitbekommen und mich gefragt, ob ich nicht zum OSC kommen möchte. So bin ich ein OSCer geworden.


Und trauern Sie der Chance nach, nicht Profi-Handballer geworden zu sein?

Nein. Ich bin mit mir komplett im Reinen. Ich lege mein Hauptaugenmerk auf meine Ausbildung zum Krankenpfleger. Und Handball spiele ich aus Spaß. Und den habe ich beim OSC.

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