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OSC verliert Heimspiel - Höchsten gewinnt Derby

Handball

Auch im zweiten Heimspiel hintereinander musste sich der OSC Dortmund geschlagen geben. Das Team von Trainer Christian Feldmann unterlag in Hacheney nach 60 temporeichen und intensiven Minuten dem Meisterschafts-Mitfavoriten VfL Eintracht Hagen 2 mit 30:34 (15:17). Das Derby in der Landesliga ging an Borussia Höchsten.

DORTMUND

, 25.09.2017
OSC verliert Heimspiel - Höchsten gewinnt Derby

Torjäger unter sich: Robin Albert (r.) behielt mit Höchsten die Oberhand und war neun Mal erfolgreich, Aplerbecks Marc Bradtke markierte zwölf Treffer für die Gäste.

OSC Dortmund - VfL Eintracht Hagen 2 30:34 (15:17) - Der OSC begann die Partie nach einer ganz kurzen Abtastphase, als gäbe es kein Morgen. Die schnelle 2:1-Führung der Hagener wurde mit exterm hohem Tempo in ein 7:3 nach nur acht Minuten umgewandelt. In der Phase und auch später lieferte Torwart Julian Stumpf eine Gala-Vorstellung ab und brachte die Eintracht schier zur Verzweifelung. Doch in der Folgzeit schien der OSC der tollen Startphase Tribut zollen zu müssen, wurde im Gegenstoßspiel etwas ausgebremst.

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Und im Positionsangriff fehlte die Durchschlagkraft. Der ambitionierte Titelkandidat fand allmählich ins Spiel zurück, glich nach einer Viertelstunde zum 9:9 aus. In der Folgezeit entwickelte sich eine Partie auf Augenhöhe, in der sich Hagen gegen Ende der ersten Hälfte Vorteile erarbeitete und auf 15:12 enteilte. Doch die Feldmann-Sieben fing sich, platzierte innerhalb von zwei Minuten einen Dreierpack und besaß sogar die Chance, zur Halbzeit wieder die Nase vorn zu haben. Doch zwei Flüchtigkeitsfehler verkehrten den Verlauf wieder zu Gunsten der Eintracht – 15:17.

Im zweiten Abschnitt behauptete Hagen die Führung. Bei 19:24 schien der OSC geschlagen, konterte aber nochmals und verkürzte auf 27:28. Doch der Favorit wehrte den letzten Ansturm ab.

OSC: Stumpf, Barteztko; Kreft (7), Maystrenko (6/1), Edeling, Runkel (2), Goracy, Kloppenburg (4/1), Wulf (3), Brauckmann (3), Rust (1), Lichte (3)

 

Borussia Höchsten - ASC 09 Dortmund 30:28 (17:16) - Die Ergebnisse des Wochenendes wollen es so, dass Höchsten als weiterhin verlustpunktfreier Spitzenreiter am kommenden Sonntag zum neuen Verfolger, dem TV Brechten, reist. „Die Tabelle ist dabei aber weniger interessant, das Derbygefühl überwiegt in solchen Spielen“, relativierte Höchsten-Coach Marc Rode die Situation.

Und wie sehr das Derby gegen Aplerbeck elektrisierte, spürte der Borussen-Trainer über volle 60 Minuten. „Das Spiel war sehr emotional und zu jedem Zeitpunkt hart umkämpft“, bilanzierte Rode. Erst mit dem Schlusspfiff konnte er sich des dritten Sieges im dritten Spiel gewiss sein. Dabei hatten die Gäste aus Aplerbeck den deutlich besseren Start und gingen in der Halle Wellinghofen über 8:4 in Führung (10.). Erst beim 9:9 gestalteten die Hausherren die Partie wieder ausgeglichen (15.). Es entwickelte sich ein Topduell, dass, wie von Rode erwartet, „absolut auf Augenhöhe“ stattfand. Allerdings konnte seine Mannschaft leichte Vorteile verbuchen und über 14:11 (22.) mit einer knappen Führung in die Pause gehen. „Es war ein Duell, in dem Kleinigkeiten den Ausschlag gegeben haben“, sagte ASC-Teammanager Matthias Wittland. „Wichtig war, dass unsere Mannschaft den nötigen Kampf gezeigt hat.“

"Das Leben schwer gemacht"

Die Aplerbecker waren nach der Pause gewillt, die Verhältnisse wieder umzukehren. Bis zum 20:20 blieb es der berüchtigte Ritt auf der Rasierklinge (40.), dann gelang der Borussia beim 25:22 der erste richtige Schritt in Richtung Sieg (47.). „Der ASC ist als Team sehr stark aufgetreten und hat uns das Leben schwer gemacht“, lobte auch Rode den Auftritt des Gegners im Derby. Bezeichnend, dass sein Team Marc Bradtke nicht in den Griff bekam. „Einen solchen Spieler kann man nicht vollständig aus dem Spiel nehmen“, sagte Rode zum zwölffachen Aplerbecker Torschützen.

Als David Wolff anderthalb Minuten vor dem Ende aus ASC-Sicht noch auf 28:30 verkürzte, war die Hoffnung auf einen Punktgewinn noch nicht dahin. Doch die Hausherren traten in den letzten 90 Sekunden clever auf, nahmen ihre Auszeit und spielten die übrige Zeit herunter. „Vor der Leistung meiner Mannschaft muss ich heute meinen Hut ziehen“, erklärte Rode stolz. „Das Team hat den nötigen Glauben gezeigt und sich im Derby stark präsentiert.“ Die nächste Chance bietet sich dem Tabellenführer am kommenden Sonntag beim TV Brechten.

Höchsten: Massat, Oelker; Drees (4/2), Brenscheidt, Leimbrink (3), Wagner (4), Mohr (1), Fischer (1), Fleischer (1), Albert (9), Zehnter (7), Strobel
ASC: Hakenes, Pasch; Schilling (2), Mosel (1), Grotemeyer (2), M. Bradtke (12/6), Wegmann (2), D. Bradtke (2), Wolff (3), Wittland (1), Breickmann (1), Nimmesgern (1), Poggemann (1), Mecklenbrauck

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