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Oberligist wagt den Schritt Richtung nächster Klasse

ASC will aufsteigen

Nach dem exzellenten Start in die Frühjahrsrunde will der Vorstand des Oberliga-Tabellenführers die Rahmenbedingungen für einen Aufstieg schaffen. Die aktuelle Lage ist jedoch nur eine Momentaufnahme.

Dortmund

, 26.02.2018
Oberligist wagt den Schritt Richtung nächster Klasse

Sportlich ist der ASC 09 Dortmund auf dem besten Weg, die Qualifikation für die Regionalliga West zu schaffen. Doch die Verwaltungshürden sind hoch. © Nils Foltynowicz

Der Sprung an die Tabellenspitze der Oberliga Westfalen ist für Trainer Adrian Alipour nicht mehr als eine schöne Momentaufnahme. Doch die Führungsetage des ASC 09 befasst sich mittlerweile ernsthaft und intensiv mit dem Thema Regionalliga. „Wir werden definitiv die Lizenz beantragen“, erklärte Fußball-Abteilungsleiter Michael Linke gegenüber dieser Zeitung, „das hat die Mannschaft, wie sie sich entwickelt hat und wie sie auftritt, einfach auch verdient.“

Suche nach Ausweichstadion

Ob man am Ende auch die Spielberechtigung für das westdeutsche Oberhaus bekommt, bleibe natürlich abzuwarten. „Es gibt einige Hindernisse“, so Linke weiter. Zum einen sei das die Suche nach dem Ausweichstadion: „Hier werden wir mit der Stadt Dortmund über das Stadion Rote Erde sprechen. Eine weitere Alternative wäre für uns das Ischeland-Stadion in Hagen.“

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Die Führungsetage des ASC 09 hatte in den vergangenen Wochen und Monaten einen Berg an Hausaufgaben zu erledigen, und immer noch bleibt jede Menge zu tun. Insgesamt 60 Seiten, so berichtet Aplerbecks Fußballchef, habe man an Regularien durcharbeiten müssen, um zu erfahren, was alles umgesetzt werden müsste, wenn man in die Regionalliga will. Am Ende wären nicht weniger als neun Anträge zu unterschreiben.

ASC will Rahmenbedingungen schaffen

Michael Linke bleibt jedoch Realist: „Wie schwer es ist, die Lizenz zu bekommen, haben wir im letzten Jahr bei Westfalia Rhynern gesehen. Und es gab auch einmal einen Fall, dass eine Mannschaft aus der Niederrheinliga die Lizenz erhalten hatte, letztendlich aber auf die Regionalliga verzichtet hat.“ Dennoch wollen die Aplerbecker versuchen, die Rahmenbedingungen für eine Aufnahme in die vierthöchste deutsche Spielklasse zu schaffen. Bis zum 2. April haben sie Zeit, die Unterlagen einzureichen. Bis zum 1. Juli müssten alle Forderungen des Verbandes umgesetzt werden.

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„Mit all dem“, betont derweil Adrian Alipour, „befassen wir uns als Trainer und Mannschaft nicht. In unserem Kreise wird nicht über die Regionalliga gesprochen. Es ist schön, mit einem solchen Erfolgserlebnis in die Frühjahrsrunde gestartet zu sein. Aber wir wollen einfach nur weiter gut trainieren und die Intensität hoch halten. Und wir wollen versuchen, all jene Teams, die im Gegensatz zu uns den Aufstieg als Ziel ausgegeben haben, so lange ärgern wie möglich.“

Starker Auftritt gegen Sprockhövel

Der starke Auftritt beim 5:2 gegen Sprockhövel deutet darauf hin, dass dieses Unterfangen gelingen könnte. „Man darf nicht vergessen, dass wir einen guten Gegner bezwungen und ihn über weite Strecken sogar beherrscht haben“, so der Trainer weiter.

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Es sei ein schönes Gefühl, „dass wir ein sehr unangenehmer Gegner sein können und uns bei der Konkurrenz Respekt erarbeitet haben“. Ursache dafür sei nicht nur „eine unfassbar starke Offensivabteilung“, sondern auch „taktische Flexibilität und die konsequente Arbeit der gesamten Mannschaft gegen den Ball“.

Personelle Lage entspannt sich

Aus sportlicher Sicht folgen nach dem spielfreien kommenden Sonntag mit den schweren Partien gegen Lippstadt, Hamm und Rheine „absolute Knaller-Wochen“, wie es Adrian Alipour treffend formulierte. Daher kann er froh sein, dass ihm neben Maurice Buckesfeld, der nach einem gerade überstandenen grippalen Infekt am Sonntag noch fehlte, und dem wieder genesenen Philipp Rosenkranz auch Maxi Podehl zur Verfügung stehen wird: der Top-Torjäger benötigt nach seiner gegen Sprockhövel erlittenen leichten Gehirnerschütterung nur ein paar Tage Pause.

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