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Oespels Höhenflug kommt nicht von ungefähr

Handball-Landesliga

Die junge Landesliga-Truppe von der DJK Oespel-Kley stand im Sommer noch vor dem Abstieg und schwingt sich aktuell zu neuen Höhen auf. Der Erfolg kommt nicht von ungefähr.

Dortmund

, 07.11.2018
Oespels Höhenflug kommt nicht von ungefähr

Holger Kampshoff von der DJK Oespel-Kley schaut positiv in die Zukunft. © Ludewig

Manchmal sind es Kleinigkeiten. Knapp elf Minuten war das erste Relegationsspiel im 170 Kilometer entfernten Gehlenbeck alt, die DJK Oespel-Kley lag mit 4:7 zurück und drohte, den Anschluss zu verpassen. Holger Kampshoff nahm eine Auszeit, wirkte auf seine junge Truppe ein – und sie drehte die Partie.

Oespel schwingt sich zu neuen Höhen auf

Seit Mai ist viel passiert in Oespel, die Relegation wurde souverän gemeistert, im Anschluss stießen sechs A-Jugendspieler zur Mannschaft dazu, in der Vorbereitung ließ die DJK schon bei der Stadtmeisterschaft aufhorchen, als sie erst im Finale Hombruch unterlag. Und in der Handball-Landesliga steht sie nach sieben Spieltagen und einem Nachholspiel in der Hinterhand auf Rang drei. Keine Frage: Oespel schwingt sich aktuell zu neuen Höhen auf.

Fragt man Kampshoff, ob er damit gerechnet habe, sagt er mit gewisser Freude in der Stimme: „Na klar!“ Denn so unerwartet der Höhenflug zu diesem Zeitpunkt kommt, überrascht sind sie in Oespel darüber nicht: „Wir haben den Kern der Mannschaft über lange Jahre begleitet“, sagt Kampshoff, und meint: ausgebildet.

Technisch und taktisch auf einem Stand

Denn technisch und taktisch sind die DJK-Spieler fast alle auf einem Stand, „wir haben eine große Variabilität im Kader, die uns in der vergangenen Saison gefehlt hat“, sagt Kampshoff. Da lag die Verantwortung auf den Schultern von Kaj Pfänder und Max Büchel. Letzterer fällt die gesamte Saison verletzt aus – „und dass man das im Moment nicht merkt, sagt ja schon einiges“, sagt Kampshoff. Die Rolle des Taktgebers hat Mats Pfänder übernommen.

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Der 19-Jährige hat vor zwei Jahren in Gladbeck schon Oberliga gespielt und ist einer von denen, die frisch aus der A-Jugend gekommen sind. „Wir kennen uns teilweise schon seit der C-Jugend und verstehen uns alle sehr gut“, sagt Mats Pfänder über das Erfolgsgeheimnis. Und Kampshoff fügt hinzu: „Die wichtigste Aufgabe in diesem Sommer war, die Neuen und die, die die schon da waren, gut zu mischen.“

In keinem Spiel schlechter

Das ist ihm offensichtlich gelungen, die DJK steht zurecht da oben, war in keinem Spiel schlechter, nicht beim unglücklichen Unentschieden gegen Dorstfeld und auch nicht bei der bislang einzigen Niederlage zu Saisonbeginn in Herne. Hinzu kommt, dass die DJK bis zur letzten Sekunde Vollgas geben kann. Da drängt sich die Frage auf: Wo kann es diese Saison hingehen? Mats Pfänder sagt: „Es kommen noch viele schwere Spiele, aber wenn wir verletzungsfrei bleiben, können wir da oben mitspielen.“

Sein Trainer stimmt ihm grundsätzlich zu, wobei ihm die Gefahren einer sehr jungen Mannschaft natürlich bewusst sind: „Wir möchten da oben bleiben und werden alles dafür tun, damit wir nicht irgendwann einbrechen. Aber die Konstellation ist für uns alle neu. Und es gibt ein paar Faktoren, die wir nicht beeinflussen können.“ Wie zum Beispiel die immer noch ungeschlagenen Herner an der Tabellenspitze, „von denen ich nicht erwartet hätte, dass sie so marschieren“, sagt Kampshoff. Mittelfristig sei das Ziel definitiv, „die Landesliga nach oben zu verlassen.“ Wann das passiere, „hängt davon ab, wie schnell wir uns entwickeln.“ Oespel darf man also getrost auf dem Zettel haben.

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