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„Papa auf Krücken“: Benedict Zwahr zieht sich Kreuzbandriss zu

Westfalia Wickede

Westfalenligist Westfalia Wickede muss lange Zeit auf Benedict Zwahr verzichten. Der 31-Jährige zog sich einen Kreuzbandriss zu. Ans Ende seiner Fußballer-Laufbahn denkt er aber nicht.

Dortmund

von Moritz Lerch

, 06.11.2018
„Papa auf Krücken“: Benedict Zwahr zieht sich Kreuzbandriss zu

Benedict Zwahr wird mindestens sechs Monate ausfallen. © Foltynowicz

Die Diagnose traf ganz Fußball-Wickede, nicht zuletzt ihn, seine Familie und seinen Trainer: „Wir haben schon mit dem Schlimmsten gerechnet. Wer sich so das Knie verdreht, der hat im Regelfall eine schwerwiegende Verletzung“, sagt Wickede-Coach Alex Gocke.

Beängstigend für den kleinen Sohn

Für Zwahr, der schon im Sommer mit dem Gedanken spielte, die Fußballschuhe an den Nagel zu hängen, ist die Verletzung nicht nur sportlich, sondern auch privat sehr ärgerlich. „Mir tut das in erster Linie für meine Frau und die Kinder leid. Mein älterer Sohn konnte das verstehen, für meinen Jüngeren ist die Situation, Papa nun auf Krücken zu sehen, beängstigend“, so der Mittelfeldspieler.

Trainer Gocke kennt die Situation, er selbst erlitt zu seiner aktiven Fußballer-Zeit ebenfalls eine Knieverletzung: „Mir tut Benedict unglaublich leid. Ich weiß, was das auch privat bedeutet. Er hat zwei kleine Kinder, die darunter sehr leiden. Beruflich wird es für ihn außerdem nicht leicht werden“.

Überzeugend auf jeden Position

Aus sportlicher Sicht wird Zwahr der Westfalia sehr fehlen. Der Routinier hat zuletzt bei der Westfalia auf nahezu jeder Position überzeugt. Gocke beschreibt ihn als „ein sehr variabler Spieler“, der „vom Mittelfeld bis Stürmer alle Positionen bekleiden kann“. Das macht ihn „enorm wichtig und unersetzbar“.

Obwohl Zwahr mit 31 Jahren kein junger Spieler ist, sehen sowohl Gocke, als auch er selbst seine Rückkehr „zu alter Stärke“, so Zwahr, als realistisch an. „Nicht jeder Spieler schafft es, in dem Alter nach einer solch harten Verletzung zurückzukommen“, so Gocke „aber wenn das einer schafft, dann Benedict“, fügt der Wickede Trainer optimistisch hinzu. Er ist für ihn „kein Spieler, der sich mit einer Verletzung aus seiner Karriere verabschiedet“.

Zwahr kommt zurück

„Ich werde auf jeden Fall noch einmal zurückkommen. Für wie lange weiß ich aber noch nicht. Das wird sich mit der Zeit zeigen.“, sagt Zwahr. Eines ist für ihn jedoch klar: „Ich mache lieber nur noch ein paar Spiele für Wickede in der Westfalenliga, als noch mehrere Jahre in der Kreisliga mit Freunden zu kicken“.

Training trotzdem möglich Nach einem Kreuzbandriss müssen sportlich Aktive nicht auf ihr Training verzichten. In Absprache mit dem behandelnden Arzt und am besten in Begleitung eines Trainers können sich Betroffene zum Beispiel an Geräten weiter fit halten. Auch Fahrradfahren und Schwimmen kommen infrage, erklärt Mathias Himmelspach, Chefarzt der Abteilung Sportorthopädie und arthroskopische Chirurgie am Tabea Krankenhaus in Hamburg. Generell sollten Sportler ihr Training langsam steigern und sich nie überfordern, um Verletzungen zu vermeiden.
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