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Vielseitiger Hannes Wolf

Abschied vom ASC 09 Dortmund

DORTMUND Wenn aktive Fußballer eine Ehrenrunde drehen sind sie zumeist Mitte 30. Wenn ein Verein einen Trainer nach drei Jahren verabschiedet, schenkt er ihm einen Strauß Blumen und ein paar warme Worte. Hannes Wolf passt in keines dieser Schemen.

von Von Alexander Nähle

, 10.06.2009
Vielseitiger Hannes Wolf

Hier noch für den ASC in Aktion, wird Hannes Wolf demnächst Amateur-Trainer des BVB II.

Der Spielertrainer des ASC beendet mit 28 Jahren seine aktive Laufbahn. Und zum Abschied gab es in Aplerbeck ein Buch, gespickt mit Erinnerungen an drei Jahre, auf die andere während ihrer gesamten Laufbahn nicht kommen. Viel ist passiert, seit Fußballchef Heiner Brune einen 25-Jährigen aus der Kreisliga B holte. „Es passte alles, ich hatte zwar noch nicht die Erfahrung, aber Visionen vom Training.“ Er sollte den Abstieg in die Bezirksliga korrigieren. „Das war eigentlich einfacher als die Situation vor dieser Saison. Damals hatte die Mannschaft etwas gutzumachen. Wenn du aber zwei erfolgreiche Jahre hinter dir hast, ist es schwierig, noch mehr aus dir herauszukitzeln.“ Fast klingt es wie ein letzter Appell an seine jetzt Ex-Mannschaft, wenn er sagt: „Jede Minute im Training ist eine Chance, sich zu beweisen.“

Und einige, die damals Bezirksliga spielten, sind heute Stammspieler in der Westfalenliga. Team und Umfeld entwickelten sich in der Ära Wolf schnell. Kamen einst 300 Zuschauer ins Waldstadion, sind es heute häufig 1000. Auch Wolf hat sich in den drei Jahren verändert: „Ich bin selbstbewusster geworden und habe gelernt, mit Konflikten umzugehen. Bei uns spielen ja auch erwachsene Leute, da kann ich nicht einfach Diktator sein.“ Seine Trainingsmethoden zählten selten zu den Kritikpunkten, selbst wenn die Einheiten bis spät in den Abend gingen. „Als Trainer habe ich ganz viele Gesichter. Privat bin ich umgänglich.“ Bringt Wolf zu den Dingen, die bleiben: „Die Freundschaft zu Heiner Brune, ohne den es mich nicht in Aplerbeck gegeben hätte, der Gedanken an die vielen Helfer, die Spieler. Ich werden den Kontakt zu den Aplerbeckern pflegen“, verspricht er. Am Abend nach dem Spiel gegen Sprockhövel griff Wolf wieder mal zur Gitarre. Es soll sich deutlich besser angehört haben als nach dem Landesliga-Aufstieg. Wieder eine Entwicklung und wieder ein Indiz, dass er in viele Schemen nicht passt.   

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