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Was Thaiboxer alles einstecken müssen

Kampfsport in Dortmund

Muay Thai ist eine der härtesten Sportarten überhaupt. In Thailand ist der Vollkontaktsport die Nationalsportart. Hierzulande ist eher Thaiboxen bekannt – ebenfalls brutal. Trainiert wird mit Rücksicht auf den Gegner. Wilfried Peters kennt sich aus, er ist Trainer. Und hat unsere Volontärin beim Training filmen lassen.

DORTMUND

, 18.05.2016
Was Thaiboxer alles einstecken müssen

Im Training ist Thaiboxen nicht so brutal, im Kampf geht es aber ganz schön zur Sache.

Kinder und Erwachsene sind beim Training. Männlein und Weiblein. Sie wärmen sich gründlich auf, dann üben sie Kampftechniken. Zuletzt kommt der Zweikampf. Und dabei geht es ganz schön zur Sache.

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So sieht Thaiboxen aus

Thaiboxen ist Vollkontaktsport. Im Kampf wird getreten, geboxt, geclicht... Beim Training des BKV Dortmund konnten wir uns einen Eindruck von dem Sport verschaffen.
17.05.2016
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Zum Training beim Thaiboxen gehört jedes Mal auch ein Kampf.© Foto: Vanessa Dumke
Der Vollkontaktsport ist körperlich anstrengend.© Foto: Vanessa Dumke
In Lauerstellung© Foto: Vanessa Dumke
Schienbeintritte sind beim Thaiboxen erlaubt, in anderen Sportarten verboten.© Foto: Vanessa Dumke
Schienbeinschoner sind im Training angebracht.© Foto: Vanessa Dumke
Thaiboxer müssen sich gut schützen.© Foto: Vanessa Dumke
Was hier im Training noch recht harmlos aussieht, kann im Kampf ganz schön schmerzhaft sein: Faustschläge ins Gesicht.© Foto: Vanessa Dumke
Thaiboxer müssen sich gut schützen.© Foto: Vanessa Dumke
Schlagworte Dortmund

Thaiboxen ist wie Muay Thai, von dem es abstammt, ein Vollkontaktsport. Es wird getreten, geboxt, festgehalten und geworfen. So beschreibt es der Laie. Erfahrene Thaiboxer wie Wilfried Peters vom Budo- und Kampfsportverein Dortmund spricht von Ellenbogen- und Kniestößen, Würfen und Clinches. All das ist in anderen Kampfsportarten verboten.

"Keine größeren Verletzungen"

Beim Thaiboxen und auch beim traditionellen Muay Thai ist es erlaubt. So sagt es das Regelwerk. Trotzdem: „Im Training gibt es in der Regel keine größeren Verletzungen“, so Wilfried Peters. Im Wettkampf hingegen seien blaue Flecken und Platzwunden möglich. Aber Wettkämpfe seien in Deutschland ohnehin nicht das oberste Trainingsziel. „Die meisten kommen zum Thaiboxen, um ihre Fitness und Selbstverteidigung zu trainieren“, sagt der Trainer.

Das Video zeigt, wie ein Training beim BKV aussieht:

Wettkämpfe im K1

Meisterschaften im Thaiboxen gibt es in Deutschland nicht. Wer sich messen möchte, nimmt wie andere Vollkontaktsportler, für deren Sportart es keine eigenen Wettkämpfe gibt, an K1-Kämpfen teil. K1 ist ein Regelwerk, das es ermöglicht, Kämpfer aus verschiedenen Kampfkünsten sinnvoll gegeneinander antreten zu lassen. K1 kombiniert unter anderem Boxen, Karate, Thaiboxen, Taekwondo, Kickboxen und Savate.

Thaiboxen-Steckbrief:

  • Thaiboxen ist ein Vollkontaktsport mit dem vorrangigen Trainingsziel Fitness und Selbstverteidigung
  • Thaiboxen stammt als Variante des Muay Thai aus Thailand
  • Thaiboxer kämpfen ohne Waffen
  • Thaibox-Profis tragen Shorts, Tiefschutz und Handschuhe, Amateure zusätzlich Schienbeinschoner und zum Teil Schutzweste
  • Thaiboxen eignet sich für jeden, der sich körperlich fit halten möchte; Im Training gibt es in der Regel keine größeren Verletzungen.
  • Thaiboxer und Thaibox-Vereine sind in Deutschland in keinem Verband organisiert.
  • In Anlehnung an Kickboxen gibt es sechs Schülergrade und acht Lehrergrade.
  • Thaiboxer treten bei K1-Meisterschaften gegeneinander an, wie andere Vollkontaktsportler auch

Infokasten: Thaiboxen in Dortmund
Beim kann man Thaiboxen trainieren: 
Ansprechpartner Wilfried Peters, Tel. (0231) 8820091

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