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Abramczik will sich mit 60 Jahren nicht ausruhen

Schalker "Flankengott"

Man mag es kaum glauben, doch Rüdiger Abramczik feiert am Donnerstag seinen 60. Geburtstag. "Die Zeit ist rasend schnell vergangen. Für mich ist dieser Geburtstag aber ein ganz normaler Tag ohne Brimborium", sagt der Schalker "Flankengott", der zu den sportlichen Legenden des Traditionsvereins gehört.

Gelsenkirchen

17.02.2016
Abramczik will sich mit 60 Jahren nicht ausruhen

Rüdiger Abramczik in seinem Geschäft in Gelsenkirchen.

Zusammen mit Mittelstürmer Klaus Fischer bildete er viele Jahre ein kongeniales Angriffsduo. "Abi" servierte die Flanken, die Fischer oft auf spektakuläre Art und Weise verwandelte. Schon mit 17 Jahren debütierte der gebürtige Gelsenkirchener in der Bundesliga. "Es war eine schöne Zeit. Das einzige, was ich ein bisschen bereue ist, dass ich nur 19 Länderspiele absolviert habe", erzählt der zweifache Familienvater mit Blick auf seine Karriere, in der er zwischen 1973 und 1988 316 Bundesligaspiele (77 Tore) absolvierte.

Dass es nicht mehr wurden, lag daran, dass "Abi" sein Herz auf der Zunge trug. Wenn ihm etwas nicht passte, sagte er es auch. Damit konnte vor allem der damalige DFB-Präsident Hermann Neuberger nicht umgehen. Als Schalke wieder einmal in finanziellen Schwierigkeiten steckte, wechselte Abramczik zu Borussia Dortmund. Dass wenig später bei ihm ein Angebot des FC Bayern eintraf, brachte ihn nicht von seinem Entschluss ab, zum BVB zu wechseln. Denn dort stand er im Wort und das hielt "Abi" ein.

Bald Trainerbank?

Da er von schwerwiegenden Verletzungen in seiner Karriere verschont blieb, nutzte der schnelle Stürmer die Chance, auch im Ausland Erfahrung zu sammeln. Zunächst noch als Spieler bei Galatasaray Istanbul und dann später als Trainer in Bulgarien, Lettland und der Türkei. "Abi" will nicht ausschließen, dass er noch einmal auf die Trainerbank zurückkehrt. "Zuletzt gab es zwei Angebote aus China und Aserbaidschan. Aber das war mir dann doch zu weit von der Heimat entfernt", gibt der WM-Teilnehmer von 1978 zu.

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Solange kein neues Angebot eintrifft, kümmert sich Abramczik weiterhin um sein Geschäft "Abis Sport-Shop" im Gelsenkirchener Stadtteil Erle. Ganz am Ende unseres Gesprächs formuliert der zweifache Familienvater dann doch noch einen Geburtstagswunsch: "Ich hoffe, dass Schalke am Donnerstag gegen Donezk ein gutes Ergebnis erzielt." Schließlich will er sich an seinem Ehrentag nicht über seinen Herzensklub ärgern, dem er nach wie vor eng verbunden ist.

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