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Sieben Punkte aus drei Spielen

Auf Schalke ist die Welt vorerst wieder in Ordnung

KÖLN Das Auf und Ab bei den Fußballern aus Gelsenkirchen geht weiter. Im Moment haben sie es eher mit dem Auf: Sieben Punkte aus der Englischen Woche sind eine Ausbeute, die auch die beim 0:3 gegen Donezk so kritischen Fans befriedet.

Auf Schalke ist die Welt vorerst wieder in Ordnung

Schalkes Spieler sind nach dem Sieg in Köln schon in Partystimmung.

Die wummernden Bässe, die durch die Gänge hallten, waren das nicht zu überhörende Schalke-Signal: Wir sind wieder da. Mit lauter Musik wurde in der Kabine das 3:1 beim im Mittelmaß versinkenden 1. FC Köln gefeiert. Es herrscht gute Laune bei den Fußballprofis in Königsblau - zurecht. Nach sieben Zählern binnen der Englischen Woche sind die Gelsenkirchener auf Kurs Richtung Europa.

Fährmann überragend

41 Punkte - gut. Aber für den in Köln überragend haltenden Keeper Ralf Fährmann, der nur das 1:2 durch Leonardo Bittencourt (33.) nicht verhindern konnte, nicht gut genug. "Jetzt heißt es: voller Angriff in Berlin bei einem Sechs-Punkte-Spiel" - so blickte der immer mehr zum EM-Kandidaten für Bundestrainer Joachim Löw werdende Fährmann auf Freitag, wenn der direkte Konkurrent Hertha BSC Gastgeber sein wird.

Bundesliga, 25. Spieltag: 1. FC Köln - FC Schalke 04 1:3 (1:2)

Bilder der Bundesliga-Begegnung 1. FC Köln gegen Schalke 04.
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Fußball: Bundesliga, 1. FC Köln - FC Schalke 04, 25. Spieltag am 05.03.2016 in RheinEnergieStadion in Köln (Nordrhein-Westfalen). Kölns Anthony Modeste (r) und Schalkes Roman Neustädter kämpfen um den Ball. Foto: Monika Skolimowska/dpa (Wichtiger Hinweis: Aufgrund der Akkreditierungsbestimmungen der DFL ist die Publikation und Weiterverwertung im Internet und in Online-Medien während des Spiels auf insgesamt fünfzehn Bilder pro Spiel begrenzt.) +++(c) dpa - Bildfunk+++
Bilder der Bundesliga-Begegnung 1. FC Köln gegen Schalke 04.
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Bilder der Bundesliga-Begegnung 1. FC Köln gegen Schalke 04.

Eines ist den Schalkern dank der Tore von Klaas-Jan Huntelaar mit einem verwandelten Foulelfmeter in der 2. Minute, Max Meyer (23.) und Joker Franco Di Santo (76.) vor 49.300 Zuschauern in Müngersdorf gelungen: die Beruhigung eines Vereins, bei dem irgendwie immer Unruhe herrscht. Trainer André Breitenreiter räumte es ein, schob die Ursachen aber anderen zu: "Wir wissen alle, dass auf Schalke großes Interesse besteht, immer wieder Unruhe reinzutragen. Von außen, um es ganz bewusst zu sagen."

Temporeiches Westderby

Das war auch dem 42-Jährigen widerfahren, als zu lesen war, Schalkes künftiger Manager Christian Heidel habe irgendwie Kontakte zum einstigen Mönchengladbacher Borussia-Coach Lucien Favre hergestellt. "Das interessiert mich nicht", beschied Breitenreiter. "Mit Gerüchten beschäftige ich mich eigentlich weniger."

Er tut gut daran. Denn die Fakten, die sein Team auf dem Kölner Rasen präsentierte, waren dazu angetan, Breitenreiter ein gutes Zwischenzeugnis auszustellen. In einem begeisternden, temporeichen und höchst unterhaltsamen 80. Bundesliga-Westderby machten seine Schalker Wirbel wie in "Kreisel"-Zeiten, das 0:3 beim peinlichen Europa-League-Aus gegen Donezk wurde - auch für die kritischen Anhänger - mit spielerischen und kämpferischen Mitteln getilgt.

Für den Trainer "durch das Feuer gehen"

"Brutal attraktiv" war das Ganze nach Einschätzung Breitenreiters, der ob der vielen Chancen hüben wie drüben festhielt, dass man "schon mal wahnsinnig" werde als Coach auf der Bank. Seine Jungs halten - allen Gerüchten rund um den Ernst-Kuzorra-Weg zum Trotz - große Stücke auf ihn: "Wer uns intern kennt, der weiß, dass jeder für den Trainer durch das Feuer gehen würde", sagte Johannes Geis bei Sky.

KÖLN Schalke 04 nimmt mit 41 Punkten langsam Kurs auf die Königsklassen-Plätze. In einem begeisternden, temporeichen und höchst attraktiven West-Derby der Fußball-Bundesliga machten Torjäger Klaas-Jan Huntelaar mit einem verwandelten Foulelfmeter in der 2. Minute, Jungstar Max Meyer (23.) und "Joker" Franco Di Santo (76.) vor 49.300 Zuschauern den 3:1 (2:1)-Erfolg der Königsblauen perfekt.mehr...

"Noch mehr Engagement geht nicht", attestierte Fährmann seinem Chef-Übungsleiter. Immer wieder werde in Gelsenkirchen "ein Feuer aufgemacht". Zunächst wegen der Nachfolge von Sportvorstand Horst Heldt, dann um den Coach. "Jetzt haben wir zweimal gewonnen, daher lachen wir und sind gespannt, was morgen neu aufgemacht wird", meinte Fährmann. "Vielleicht wird ja jetzt der Platz schlechtgeschrieben oder die farbigen Schuhe."

Gesuchter Umbruch

Der mit Breitenreiter bewusst gesuchte Umbruch, so Fährmann weiter, dauere eben seine Zeit. Erst jetzt wachse "ein gewisses Fundament zusammen". Langsam zu reifen - das sei das Ziel, das Breitenreiter mit dem Team anstrebe. Um dann, in den kommenden Jahren, möglichst konstant in der Champions League zu spielen.

Von dpa

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