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Brasilianer Brandao im Schalker Visier

Hoarau-Wechsel geplatzt

Metzelder, Matip, Farfan, Schmitz, Jendrisek. So sehr sich die Fans beim Vormittagstraining des FC Schalke 04 am Dienstag auch Mühe gaben, einen neuen Spieler zu erspähen – diese Hoffnung wurde (noch) nicht erfüllt.

GELSENKIRCHEN

von Von Frank Leszinski

, 24.08.2010
Brasilianer Brandao im Schalker Visier

Ein Kandidat für Schalke: Marseilles Brandao.

Die Anhänger sahen nur die bekannten Gesichter. Dabei drängt die Zeit immer mehr, denn nur noch bis zum 31. August hat Trainer Felix Magath die Möglichkeit, neue Spieler zu verpflichten. Der 57-Jährige vermittelte zwar einen gelassenen Eindruck, aber auch Magath kann nicht verhehlen, „dass das Transfergeschäft immer schwieriger wird.“ Es gebe, so der Schalker Trainer und Manager, zu wenige Spieler mit Qualität, „die wir auch bezahlen können.“

So räumte Magath ein, dass Schalke keine Chance mehr habe, Guillaume Hoarau von Paris Saint-Germain zu verpflichten. „Paris bleibt bei seiner Forderung von 20 Millionen Euro. Dieser Preis ist zu hoch. Das können wir nicht bezahlen, das Risiko kann der Verein nicht eingehen.“ Schon im Mai waren die Verhandlungen mit den Spielern Mlapa (1860 München) und Pinola (1. FC Nürnberg) weit fortgeschritten, doch auch in diesen beiden Fällen zogen die Königsblauen im Transferpoker den Kürzeren. Nach Informationen der französischen Sportzeitung „L’Equipe“ soll Schalke nun ein Angebot für den Brasilianer Brandao von Olympique Marseille abgegeben haben. Marseille hat erst in der vergangenen Woche zwei neue Stürmer verpflichtet, deshalb könnten die Franzosen einem Transfer von Brandao nicht abgeneigt sein. Brandao ist 1,89 m groß und erzielte in der vergangenen Saison in 30 Ligaspielen für Marseille acht Tore. Neben Schalke soll auch der russische Club Rubin Kazan an der Verpflichtung von Brandao interessiert sein.

Außerdem bleibt Julio Baptista vom AS Rom ein heißer Kandidat für einen Wechsel zu den Königsblauen. Felix Magath will natürlich nicht jeden Namen kommentieren, der als Neuzugang gehandelt wird. Der Schalker Trainer geht aber davon aus, noch in dieser Woche den ein oder anderen Neuzugang verpflichten zu können. Etwa seinen Lieblingsschüler Misimovic, mit dem er beim VFL Wolfsburg 2009 Deutscher Meister wurde? „Bei mir würde er auf jeden Fall 90 Minuten spielen“, sagt Magath mit einem Augenzwinkern. Misimovic kam bekanntlich beim Bundesliga-Auftakt der Wolfsburger in München nur in der zweiten Halbzeit zum Einsatz und machte aus seinem Frust keinen Hehl.Hohe Bedeutung misst Magath außerdem dem „Krisengipfel“ mit den Fans zu, der noch in dieser Woche stattfinden soll. Magath hält den für Donnerstag anberaumten Termin zwar nicht für glücklich („Wegen der Länderspieltermine wäre in der nächsten Woche kein Zeitdruck gewesen“), räumt aber auch ein: „Die Atmosphäre der letzten Woche rund um den Club hat die Mannschaft belastet. Wenn alle Probleme ausgeräumt sind, können wir auch besser spielen.“

  • Kontrolle: Am Dienstag bekam der FC Schalke 04 Besuch von zwei Dopingkontrolleuren der Deutschen Fußball-Liga. Jefferson Farfan musste sich einer Dopingkontrolle unterziehen.
  • Hinter Gittern: Willi Landgraf, Trainer der Schalker U 15, war hinter dicken Gefängnismauern aktiv. In der Justizvollzugsanstalt Herford absolvierte der Rekordspieler der 2. Bundesliga eine Trainingseinheit im Rahmen des Projekts „Anstoß für ein neues Leben“ der Sepp-Herberger-Stiftung. Es handelt sich dabei um ein Langzeitprojekt zur Resozialisierung von jugendlichen Straftätern.