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Das hat Ex-Trainer Jens Keller nicht verdient

Schalke-Kommentar

Mal ehrlich: Können Sie sich daran erinnern, wann der FC Schalke 04 in dieser Saison über 90 Minuten eine so überzeugende Leistung geboten hat, wie es seinem Selbstverständnis als Bundesliga-Spitzenmannschaft entspricht? Ich kann es nicht.

GELSENKIRCHEN

06.11.2014
Das hat Ex-Trainer Jens Keller nicht verdient

Kehrtwende um 180 Grad: Schalke-Manager Horst Heldt (r.) hat Ex-Trainer Jens Keller kritisiert.

Dafür weiß ich jetzt nach dem schwachen Auftritt in Lissabon, wer für das aktuelle Erscheinungsbild der Königsblauen verantwortlich ist: Jens Keller. Erst war es Manager Horst Heldt nach dem Augsburg-Spiel, jetzt legte Kapitän Benedikt Höwedes in Lissabon nach. Tenor der Kritik am früheren Schalke-Trainer: Keller habe zu lasch trainiert, deshalb sei die Mannschaft nicht fit genug.

Wenn das stimmen würde: Warum haben Heldt und Höwedes dann vorher nicht reagiert? Ist der Schalke-Manager nicht in der Lage, ein Machtwort zu sprechen, wenn ihm Trainingsdefizite auffallen? Er sieht sich doch viele Einheiten an. Und was ist das für ein Kapitän, der Keller fast wöchentlich für die gute Arbeit mit der Mannschaft lobte und plötzlich eine Kehrtwende um 180 Grad vollzieht, die seine Glaubwürdigkeit fundamental erschüttert?

Im Übrigen: Es ist hoch bezahlten Bundesliga-Profis nicht verboten, allein Zusatzeinheiten zu schieben, wenn sie das Gefühl haben, das Mannschaftstraining reiche nicht aus. Aber so viel Eigeninitiative ist wohl zu viel verlangt. 

Deshalb hinterlässt die Kritik von Heldt und Höwedes an Jens Keller einen ganz bitteren Beigeschmack. Sie trifft nämlich nicht den Adressaten, der übrigens bis heute kein einziges schlechtes Wort über den FC Schalke 04 verloren hat, sondern fällt auf Heldt und Höwedes zurück. So verbal nachzutreten ist ganz schlechter Stil, um von eigenen Versäumnissen abzulenken. Das hat Jens Keller nicht verdient.

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