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Escudero zahlt Lehrgeld - Fucile bleibt ein Thema

Wackelige Abwehr

AUGSBURG Nur 31 Gegentore in 34 Spielen: Auf die Schalker Abwehr war in der vergangenen Saison Verlass. Ob das auch für die neue Spielzeit gilt, darf man momentan mit einem Fragezeichen versehen. Denn auch in der Defensive haben die Königsblauen Probleme.

von Von Frank Leszinski

, 08.08.2010
Escudero zahlt Lehrgeld - Fucile bleibt ein Thema

Weiterhin im Schalker Fokus: Jorge Fucile (l.).

Dass Torhüter Manuel Neuer („Ich bin ausgerutscht“) wie gegen die Bayern beim 0:1 ein Fehler unterläuft, wird Trainer Felix Magath keine schlaflosen Nächte bereiten. Der Nationaltorhüter glänzte ansonsten mit starken Paraden und gilt als erster Anwärter auf die Kapitänsbinde, die der 24-Jährige auch im Spiel gegen den deutschen Rekordmeister trug. Viel bedenklicher sind die Probleme auf den Außenbahnen.

Lukas Schmitz fand in den ersten Halbzeit überhaupt nicht ins Spiel. Der 21-Jährige fühlt sich im Mittelfeld bekanntlich wohler, doch Magath muss wie schon seine Vorgänger Büskens, Rutten oder Slomka auf der Linksverteidiger-Position improvisieren, seit Christian Pander immer wieder durch Verletzungen zurück geworfen wurde. Zwar ist Pander mittlerweile ins Mannschaftstraining zurück gekehrt. Aber ob er bald sein angestrebtes Bundesliga-Comeback schafft, ist weiterhin völlig offen. Genauso wie die Frage, wann sich Neuzugang Sergio Escudero an das Bundesliga-Niveau gewöhnt hat. Gegen die Bayern musste der 20-Jährige bei seinem 45-Minuten-Debüt im Schalke-Trikot noch viel Lehrgeld zahlen, denn der agile Ivica Olic ließ ihn besonders beim 2:0 der Bayern ganz alt aussehen. Gut möglich, dass Magath nach den ersten Eindrücken vom jungen Spanier sein Interesse am uruguayischen Nationalspieler Jorge Fucile vom FC Porto noch einmal verstärkt.

Ein Angebot von sieben Millionen Euro soll Schalke dem FC Porto bereits gemacht haben. Noch sind die Portugiesen allerdings nicht bereit, Fucile ziehen zu lassen .Für einen Transfer des 25-Jährigen spricht, dass er auf beiden Abwehrseiten einsetzbar ist und im Gegensatz zum Spanier Escudero und dem für Rafinha verpflichteten Japaner Atsuto Uchida bereits über reichlich Champions-League-Erfahrung verfügt – eine Qualität, die in der kommenden Saison gefragt sein wird. Schließlich will Magath mit Schalke die Gruppenphase überstehen.