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Felix Magath sieht Jermaine Jones auf einem guten Weg

Ein alter Neuzugang

GELSENKIRCHEN Die „13“ kann auch Glück bringen, das hat nicht nur Thomas Müller bei der Weltmeisterschaft in Südafrika erleben können. Schalkes Nummer 13 Jermaine Jones durfte zuletzt im Rahmen des „LIGA total Cups“ in der Veltins-Arena genau 13 Minuten mitwirken. Und feierte dabei ein furioses Comeback nach langer Leidenszeit.

von Von Frank Leszinski

, 05.08.2010
Felix Magath sieht Jermaine Jones auf einem guten Weg

Eine schwierige Zeit liegt hinter ihm: Jermaine Jones.

Und nur 120 Sekunden nach seiner Einwechslung gelang dem Mittelfeldspieler das entscheidende 2:1 gegen den Hamburger SV. Ein Treffer, der zwar nicht für einen Eintrag in die Fußball-Geschichtsbücher taugen wird, der gleichwohl für den 28-Jährigen von immenser Bedeutung war. Denn viele der so genannten Experten hatten den 28-Jährigen bereits abgeschrieben. Nachdem er auf seinen Stationen in Frankfurt und Leverkusen schon des öfteren mit langwierigen Verletzungen zu kämpfen hatte, schien sich dieses Schicksal nun auch auf Schalke zu wiederholen.

Ein Haarriss im linken Schienbein zwang Jones zu einer rund 13 monatigen Zwangspause. Mehrere Comebackversuche scheiterten, drei Operationen am verletzten Bein musste der ehrgeizige Mittelfeldmann über sich ergehen lassen. „Das war eine schwierige Zeit. Vor allem meine Frau ist froh, dass ich wieder fit bin. Zu Hause war die Stimmung manchmal explosiv“, sagt Jones mit einem Lächeln, wenn er daran zurück denkt, wie schwer er die Untätigkeit ertragen konnte. „Vor allem die Heimspiele in der Veltins-Arena haben mir zugesetzt. Du sitzt auf der Tribüne und kannst nichts machen.“ Doch nun scheint es wieder aufwärts zu gehen. „Das Tor war vielleicht eine kleine Belohnung für meine Anstrengungen, auch wenn mir Frank Rost dabei geholfen hat,“ konnte sich der 28-Jährige eine kleine Spitze gegen seinen ehemaligen Mannschaftskameraden nicht verkneifen, der bei diesem Gegentreffer ganz schlecht aussah. Jones war das egal, er brennt darauf, am ersten Bundesliga-Spieltag in der Schalker Startformation zu stehen. „Jeder Profi will doch spielen und nicht auf der Bank sitzen, wenn es los geht“, betont der Schalker „Kilometerfresser“.

Dass er noch Rückstände aufarbeiten muss, weiß der 28-Jährige. „Aber es ist ja noch etwas Zeit. Wichtig ist, dass ich schmerzfrei bleibe,“ betont Jones. An ein Karriereende hat er nie einen Gedanken verschwendet: „Ich habe ja mittlerweile Erfahrung im Umgang mit Verletzungen. Deshalb war ich immer optimistisch, dass ich wieder zurück komme.“ Jones könnte sich zu der Führungskraft im Mittelfeld entwickeln, die Magath in der vergangenen Saison teilweise schmerzhaft vermisst hat. Seine Zweikampfstärke und Dynamik sind Tugenden, die das Schalker Spiel nach vorn gut gebrauchen kann. So gesehen ist Jermaine Jones ein „Neuzugang“, der Schalke noch viel Freude machen kann.Das sieht auch Felix Magath so: „Wir hätten Jermaine schon in der vergangenen Saison gut gebrauchen können“, betont der 57-Jährige. Nach seiner langen Verletzungspause habe sich Jones gut entwickelt.

Doch das Länderspiel mit den USA gegen Brasilien in der nächsten Woche, wofür Jones nominiert wurde, käme laut Magath für den Mittelfeldspieler zu früh. „Wir haben darüber gesprochen. Jermaine sieht das genauso, auch wenn ein Spiel gegen Brasilien immer etwas besonderes ist. Deshalb wird er seinen Einsatz absagen“, so der Schalker Trainer. Denn erst will Jones für Schalke Vollgas geben, bevor er international aktiv werden will.