Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Anzeige
Anzeige

Auf Kurs Champions League

Fünf Gründe für den Schalker Aufschwung

Gelsenkirchen Still und heimlich hat sich Schalke 04 an die Champions-League-Plätze herangepirscht. Als Schalke-Spieler Daniel Caligiuri vor kurzem sagte: „Hier kann etwas Großes entstehen,“ da runzelten manche seiner Zuhörer mit der Stirn und speicherten diesen Satz unter der Rubrik Zweckoptimismus ab. Doch nach elf Spieltagen hat der FC Schalke 04 bisher alle Skeptiker widerlegt. Fünf Gründe für den Aufschwung.

Fünf Gründe für den Schalker Aufschwung

Schalke, hier mit Bastian Oczipka, Franco di Santo und Daniel Caligiuri (v.l.), jubelt: Erstmals nach 19 Monaten stehen die Königsblauen in der Bundesliga wieder auf einem Champions-League-Platz. Foto: dpa

Neue Auswärtsstärke: Nach Bremen (2:1) und Berlin (2:0) feierten die Königsblauen in Freiburg (1:0) bereits den dritten Auswärtssieg in dieser Saison. So viele waren es insgesamt in der vergangenen letzten Spielzeit, wo die Blau-Weißen in der Fremde nur 0,8 Punkte pro Spiel holten (drei Siege, fünf Unentschieden, neun Niederlagen). Bisher enttäuschte die Tedesco-Elf nur einmal auswärts, bei der 0:1-Niederlage in Hannover.

Manager Christian Heidel sagte schon vor einiger Zeit zum Thema Auswärtsschwäche: „Ich glaube, wir drehen das langsam.“ Die Zahlen und die Art und Weise, wie Schalke in fremden Stadien auftritt, geben ihm Recht. In der vergangenen Saison war es noch so, dass die Blau-Weißen ihre Europacup-Ambitionen letztlich wesentlich durch die schwache Auswärtsbilanz verspielten. In diesem Punkt läuft es nun deutlich besser.



Stabile Defensive: Erst zehn Gegentore in elf Bundesligaspielen, nur die Bayern (acht) haben weniger Gegentreffer kassiert. Trainer Domenico Tedesco vertraut auf eine Dreierkette, in der Naldo und Thilo Kehrer bisher noch keine Bundesligaminute gefehlt haben. Auch die Umschulung von Benjamin Stambouli vom defensiven Mittelfeldspieler zum Rechtsverteidiger hat sich bezahlt gemacht. Weltmeister Benedikt Höwedes, der sich enttäuscht von Tedesco zu Juventus Turin ausleihen ließ, wird auf Schalke sportlich nicht vermisst.

"Wollen jedes Spiel kontrollieren"

Domenico Tedesco will den nächsten Entwicklungsschritt

Freiburg Schalke feiert beim SC Freiburg einen Auswärtssieg und fügt dem Sportclub seine erste Heimniederlage der laufenden Saison zu. Trotzdem erhält Freiburg von seinen Gästen Lob und Anerkennung. Trainer Domenico Tedesco warnt jedoch vor Selbstzufriedenheit im Lager der Königsblauen.mehr...


Mutige Entscheidungen: Tedesco tüftelt permanent an den optimalen Schalker Startaufstellungen. Bestes Beispiel ist Max Meyer, den er vom offensiven Zehner zum zweikampfstarken Sechser im Mittelfeld umschulte. Meyer hatte erst Bedenken, aber der Schalker Trainer überzeugte ihn auch dank seiner kommunikativen Fähigkeiten. Meyer dankte dem coach das Vertrauen: Im Wolfsburg-Spiel legte er 12,74 Kilometer zurück – königsblauer Bestwert. „Ich habe das Spiel vor mir und deshalb auch viel Ballbesitz. Zudem führe ich viele Zweikämpfe. Mir macht es momentan großen Spaß“, so der Nationalspieler.

Taktische Flexibilität: Tedesco will seine Mannschaft dahin bringen, „dass wir für unsere Gegner eklig zu spielen sind, aber gleichzeitig auch das Spiel kontrollieren.“ Bisher gab es Partien, wo die Königsblauen über 60 Prozent Ballbesitz hatten (gegen Mainz), während sie zuletzt in Freiburg eher defensiver eine Kontertaktik bevorzugten.

Der BVB steckt in der sportlichen Krise und muss ein Spiel nach dem anderen absolvieren. Der FC Schalke 04 dagegen kann sich jede Woche in Ruhe auf den Gegner vorbereiten und ist seit sechs Pflichtspielen ohne Niederlage. Setzt sich der Trend fort, droht den Dortmundern erstmals seit dem letzten Klopp-Jahr wieder Platz zwei im Revier. Muss der BVB um die Reviermeisterschaft 2018 bangen?mehr...


Besserer Teamgeist: Die Chemie scheinz zu stimmen, anders als in der vergangenen Spielzeit, wo zum Beispiel Yevhen Konoplyanka den damaligen Trainer Markus Weinzierl harsch als „Feigling“ kritisierte. Das hat es unter Tedesco bisher nicht gegeben. „Wir haben einen Trainer, der auf Probleme reagiert und Lösungen findet“, lobt Sportdirektor Axel Schuster. Und Daniel Caligiuri machte deutlich: „Wir agieren als Mannschaft und spielen kompakter. Jeder ist für den anderen da.“ Auch deshalb belegt Schalke erstmals seit 19 Monaten mit Platz vier wieder einen Champions-League-Platz.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Hannover gastiert auf Schalke

Vorfreude auf das Wiedersehen mit dem Ex-Verein

Gelsenkirchen Wenn der FC Schalke 04 am Sonntag (18 Uhr/Sky) Hannover 96 empfängt, dann werden die Zuschauer ihre Blicke nicht nur auf Ralf Fährmann und Co richten. Zwei alte Bekannte, nun in Diensten bei den Niedersachsen, werden dann an ihre alte Wirkungsstätte im Ruhrgebiet zurückkehren.mehr...

Am Ende der Geduld

Poker von Goretzka nervt zunehmend die Schalker Fans

Gelsenkirchen Dass Leon Goretzka den FC Schalke 04 in Richtung FC Bayern München verlassen wird, daran zweifeln wohl nur noch Menschen mit einer königsblauen DNA. Für Schalke wäre das doppelt bitter. Unterdessen könnte sich der Verkauf eines ehemaligen Schalkers für die Blau-Weißen bald noch einmal auszahlen.mehr...

Trotz Ausstiegsklausel

Matija Nastasic bekennt sich zu den Königsblauen

Gelsenkirchen Matija Nastasic ist eine feste Größe auf Schalke. Der Serbe, der eine Ausstiegsklausel in seinem Vertrag verankert hat, bekennt sich zu den Königsblauen. Ein Wechsel kommt für den 24-Jährigen, der noch bis 2019 an Schalke gebunden ist, derzeit nicht infrage. Ganz anders sieht das bei einem seiner Teamkollegen aus.mehr...

Fußball: Bundesliga

Wer kommt, wer geht? Königsblaue Wechselgedanken

Gelsenkirchen Schalke-Trainer Domenico Tedesco hat derzeit ein Luxusproblem. Es gibt kaum Verletzte, sodass sich so manch namhafter Spieler auf der Ersatzbank wiederfindet. Jetzt könnte es im Kader der Königsblauen Veränderungen geben. Besonders auf der Seite der Abgänge könnte es Bewegung geben.mehr...

Niederlage in Leipzig

Ralf Fährmanns neuer Elfmeter-Trick zeigt Wirkung

Gelsenkirchen Schalkes Torhüter pariert einen Leipziger Strafstoß mit besonderer Technik. Verhindern kann er die 1:3 (0:1)-Niederlage gegen RB zwar nicht, er spricht aber nicht von einem Rückschlag. Vielmehr stehe die Entwicklung der Mannschaft im Vordergrund, so der Schalker Schlussmann.mehr...